Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Lieferdienste Lieferando-Eigentümer Takeaway.com kauft Konkurrenten Just Eat

Der Mutterkonzern von Lieferando übernimmt den britischen Rivalen Just Eat. Zusammen kommen beide Konzerne auf 9,1 Milliarden Euro Börsenwert.
Update: 29.07.2019 - 14:05 Uhr Kommentieren
Das niederländische Unternehmen Takeaway.com wollte unter anderem Foodora schon im ersten Halbjahr 2019 übernehmen. Quelle: Reuters
Foodora

Das niederländische Unternehmen Takeaway.com wollte unter anderem Foodora schon im ersten Halbjahr 2019 übernehmen.

(Foto: Reuters)

Amsterdam Die Fusionswelle auf dem Markt für Essens-Lieferdienste rollt weiter. Die niederländische Takeaway.com, die in Deutschland vor allem als Betreiber von „Lieferando“ bekannt ist, will den britischen Konkurrenten Just Eat schlucken. Man sei sich über den Zusammenschluss einig, teilten Just Eat und Takeaway.com am Montag mit.

Entstehen soll ein Konzern mit einem Börsenwert von 9,1 Milliarden Euro. Takeaway.com hatte erst vor wenigen Monaten für 930 Millionen Euro in bar und in Aktien das Deutschland-Geschäft von Delivery Hero mit den Marken Lieferheld, Foodora und pizza.de übernommen. Die Niederländer stehen auf dem Standpunkt, dass in jedem Land nur ein Essens-Lieferdienst profitabel arbeiten kann.

Die Fusionspartner kamen im vergangenen Jahr zusammen auf 360 Millionen Bestellungen im Wert von 7,3 Milliarden Euro. Sie sehen sich als Marktführer in Großbritannien, Deutschland, den Niederlanden und Kanada. Überschneidungen gibt es diesmal – bis auf die Schweiz – kaum.

Es gehe wohl mehr darum, dass man mit dem Zusammenschluss an den Ausgaben für Technologie und für die Verwaltung sparen könne, erklärten die Analysten von Investec. Beim britischen Konkurrenten Deliveroo war im Mai der Internetriese Amazon.com eingestiegen. Uber versucht seine Fahrer mit „Uber Eats“ auch mit der Lieferung von Online-Bestellungen aus Restaurants zu beschäftigen.

Vollzogen werden soll die Fusion über einen Aktientausch. Nach der Vereinbarung sollen Just-Eat-Aktionäre jeweils 0,09744 Takeaway-Papiere für ihre Aktien erhalten; das entspricht zum Schlusskurs vom Freitag einem Wert von 731 Pence. Doch Börsianer spekulieren offenbar auf einen konkurrierenden Bieter: Am Montag stiegen Just Eat in London um 30 Prozent bis auf 822 Pence.

Anleger unter Führung des aktivistischen Investors Cat Rock hatten schon länger Druck auf den Vorstand gemacht, sich in eine Fusion zu flüchten. Cat Rock ist auch an Takeaway.com beteiligt. Deren Aktien legten in Amsterdam 3,2 Prozent auf 86,25 Euro zu. Aktien von Delivery Hero schossen um 7,2 Prozent auf 43,85 Euro nach oben. Das Berliner Unternehmen hält 15,5 Prozent an Takeaway.com.

Geführt werden soll das fusionierte Unternehmen von Takeaway-Gründer und -Chef Jitse Groen. Aufsichtsratschef soll der Chairman von Just Eat, Mike Evans, werden. Der Firmensitz soll in Amsterdam bleiben.

Mehr: Mit Delivery Hero wurde der Berliner Nikita Fahrenholz reich, nun gründet der 34-Jährige sein bisher persönlichstes Unternehmen: Fahrengold.

  • dpa
Startseite

Mehr zu: Lieferdienste - Lieferando-Eigentümer Takeaway.com kauft Konkurrenten Just Eat

0 Kommentare zu "Lieferdienste: Lieferando-Eigentümer Takeaway.com kauft Konkurrenten Just Eat"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote