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Managementberatung Boston Consulting Group feiert Rekordjahr – Umsatz steigt um 19 Prozent

Die BCG legt an Wachstumstempo zu – und steht kurz vor einem Chefwechsel. Gute Konjunktur und Digitalisierung treiben die Nachfrage nach Beratung.
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Am 1. April übergibt Carsten Kratz die BCG-Deutschlandführung an Matthias Tauber. Quelle: Frank Beer für Handelsblatt
Carsten Kratz

Am 1. April übergibt Carsten Kratz die BCG-Deutschlandführung an Matthias Tauber.

(Foto: Frank Beer für Handelsblatt)

Düsseldorf Für die Boston Consulting Group (BCG) war 2018 das beste Jahr in der Unternehmensgeschichte. Die zweitgrößte Strategieberatung der Welt hat ihren globalen Umsatz um 19 Prozent auf 7,5 Milliarden Dollar gesteigert und dabei im Vergleich zum Vorjahr noch an Wachstumstempo zugelegt. Auch im Deutschlandgeschäft sei der Umsatz zweistellig gewachsen, unterstreicht der scheidende Deutschlandchef Carsten Kratz. Konkrete Zahlen veröffentlicht BCG ebenso wie die Konkurrenz nicht.

In Branchenkreisen wird der Deutschlandumsatz auf rund 910 Millionen Euro geschätzt. Auf dem heimischen Markt ist BCG die Nummer zwei nach McKinsey, deren Umsatz auf mittlerweile mehr als eine Milliarde geschätzt wird.

Am 1. April übergibt Kratz die BCG-Deutschlandführung an Matthias Tauber. Der gebürtige Österreicher verantwortete bisher das globale Geschäft mit der Prozessindustrie bei BCG, also mit Chemie-, Baustoff- und Metallherstellern.

Der 40-Jährige übernimmt den Chefposten in einer herausfordernden Phase: Seit vier Jahren ist BCG in Deutschland zweistelliges Wachstum gewöhnt. Getrieben wurde dies vom Beratungsbedarf der Unternehmen bei der digitalen Transformation und von der guten Konjunkturlage. Eine Schwächeperiode der deutschen Wirtschaft, wie sie derzeit befürchtet wird, könnte das Geschäft der Berater empfindlich treffen.

Davon ist allerdings noch nichts zu spüren, denn die Nachfrage war nach Angaben von BCG im ersten Quartal ungebrochen stark. „Die bisherige Auftragsentwicklung stimmt uns positiv“, sagte Tauber. „Die digitale Transformation ist so tief greifend, dass sie auch von kurzfristigen Konjunkturschwankungen nicht gestoppt wird.“

Dazu kommt die steigende Nachfrage der Kunden nach Projekten zur Kostensenkung. Sie stoßen angesichts der konjunkturellen und geopolitischen Risiken sogenannte Effizienzprogramme an.

All dies deckt sich mit den Einschätzungen der beiden Konkurrenten McKinsey und Bain, die ebenfalls von einem starken ersten Quartal berichten. Der Branchenverband BDU geht ungeachtet aller konjunkturellen Risiken für 2019 von einem Rekordjahr aus, in dem der Gesamtumsatz der Consultants auf mehr als 36 Milliarden Euro steigen wird.

Kratz gibt nach den bei BCG üblichen sechs Jahren die Position des Deutschlandchefs turnusgemäß ab. Für ihn wurde aber die Position des Chairman geschaffen, in der er sich um Themen wie Wirtschaftspolitik und Nachhaltigkeit kümmern wird. Die operative Weiterentwicklung liegt allein in Taubers Händen. Der Bauingenieur erwartet, dass die Unternehmen in diesem Jahr die Projekte zur digitalen Transformation noch beschleunigen werden und dabei konkrete Umsetzungserfolge sehen wollen.

Daneben werde Beratung in Fragen der Nachhaltigkeit sehr stark nachgefragt. BCG will 2019 rund 750 neue Mitarbeiter einstellen. Tauber will die einzelnen Einheiten von BCG bei den Kundenprojekten künftig noch enger verzahnen. Neben den klassischen, nach Branchen sortierten Strategieberaterteams hat die Firma Spezialisten in angeschlossenen Töchtern wie der Einkaufsberatung Inverto, den Digitalberatern Gamma, Platinion und Digital Ventures sowie der Purpose-Beratung Bright House.

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