Bürogebäude bei Nacht

Unternehmensberater haben lange Arbeitszeiten – die Branche boomt aber wie nie.

(Foto: Imago)

McKinsey, Bain und Co. Berater knacken die 30-Milliarden-Euro-Marke

Das Geschäft der Beratungsunternehmen boomt. Taktgeber ist die digitale Transformation. Die Einstellungsbereitschaft in der Branche ist hoch: Mitarbeiter werden händeringend gesucht – und nicht nur Nachwuchs.
9 Kommentare

Frankfurt, DüsseldorfDie Leistungen der rund 140.000 Mitarbeiter starken Beraterbranche in Deutschland sind gefragt: Zum achten Mal in Folge ist ihr Umsatz hoch einstellig gewachsen. Im vergangenen Jahr legte der Umsatz um 8,5 Prozent auf erstmals mehr als 30 Milliarden Euro zu, genau sind es 31,5 Milliarden Euro.

Auch für das laufende Jahr sind die Firmen optimistisch und erwarten Zuwächse in einer ähnlichen Größenordnung wie 2017. Das zeigt eine vom Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU) durchgeführte Branchenumfrage, an der sich gut 500 Firmen beteiligt haben.

Wurde vor einigen Jahren noch prognostiziert, dass die Consultingfirmen am Ende der Wachstumsmöglichkeiten in einer Reifephase angelangt seien, so hat sich die Lage längst wieder gedreht.

Taktgeber der Entwicklung ist die digitale Transformation, die die Wirtschaft vor vielfältige Herausforderungen stellt. „Das hohe Wachstum der Consultingbranche zeigt, dass wir uns auf diesen Beratungsbedarf eingestellt haben“, sagt BDU-Präsident Ralf Strehlau, der Eigentümer und geschäftsführenden Gesellschafter der Firma Anxo Management Consulting in Frankfurt ist.

Wie die Marktumfrage zeigt, erwarten 93 Prozent der Teilnehmer, dass Beratungsprojekte mit Digitalisierungshintergrund auch ein wesentlicher Wachstumstreiber bleiben werden. So sollen zum Beispiel Projekte mit den Klienten, in denen die Themen Big Data und Datenanalyse im Mittelpunkt stehen, weiter ausgebaut werden (Zustimmung: 95 Prozent).

Diesen Trend bestätigt auch Carsten Kratz, Deutschland-Chef der Boston Consulting Group. Es gehe mittlerweile nicht mehr nur darum, disruptive Ideen zu haben. „Viele Unternehmen fragen sich, wie sie ihr Kerngeschäft transformieren können“, sagte er. Und das sei eine klassische Beratungsdienstleistung, bei der man viele Impulse geben könne.

Eine große Chance für die deutsche Wirtschaft und auch für die Berater sieht Kratz in der Auswertung von Daten, etwa von Sensoren in der Industrie. BCG etwa hat einen zweistelligen Millionenbetrag investiert, um den Bereich „Digital and Analytics“ auszubauen. Dort wird unter anderem spezielle Software für Kunden entwickelt, um die anfallenden Daten in den Unternehmen besser und genauer analysieren zu können.

Allerdings erwartet die Beraterbranche gerade in diesem Handlungsfeld in den kommenden Jahren spürbare Konkurrenz durch bereits bestehende oder neue Wettbewerber, zum Beispiel Online-Plattformen, zeigt die BDU-Branchenumfrage. 92 Prozent der Umfrageteilnehmer stimmen dieser Aussage zu.

Die Unternehmensberatung Bain eröffnet neben San Francisco bald auch in Berlin ein neues Digitalzentrum. In diesem Hub sollen die Kunden vor Ort Zugang zu lokalen Innovatoren bekommen und sich mit Digitalexperten aus verschiedenen Branchen austauschen können. Zudem stellt Bain spezielle Digitalteams zusammen, die über Design- und Entwicklungslabore sowie Hightech für die Datenanalyse verfügen.

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9 Kommentare zu "McKinsey, Bain und Co.: Berater knacken die 30-Milliarden-Euro-Marke"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • "Herr A. Bauer
    07.03.2018, 15:04 Uhr
    Etwas nicht ganz zum Inhalt, aber..."

    macht nichts A.
    die Kommentare passen so gut wie nie zum Artikel.


  • Wer seinen Laden nicht kennt braucht einen Berater, soll heißen alle zwei Typen gehören sofort gefeuert.

  • Etwas nicht ganz zum Inhalt, aber zum Foto des Artikels: Hier kann man eindrucksvoll sehen, wie neue Gebäude mit Glass-Fassade oder bodentiefen Fenstern die Privatsphäre komplett aushebeln. Mit dem irren streben nach immer mehr Tageslicht kann man auch gleich in einen Park gehen und im freien arbeiten, wozu dann noch in einem Glasskasten sitzen?

  • Mich wundert es immer wieder, wie sich immer noch junge Menschen von den Unis finden lassen, die sich täglich für solche -meist amerik.- Firmen den Allerwertesten aufreißen und sich mit 15,16,17,18,19, 20 Stundentagen verheizen lassen.

    Schon mal den Stundenlohn -nicht den für das Unternehmen- ausgerechnet?

    Und die verlorene Lebenszeit abgezogen? Und die Gesundheit bzw. den Gesundheitszustand bitte auch berücksichtigen.

    Ist es das alles wirklich wert?

    Ist es vor allem in diesem Hochsteuerland wert, sich für immer mehr Sozailabgaben noch mehr zu arrangieren?

  • Die Consultants sollten lieber mal die Bundesregierung richtig und gut beraten und nicht täglich 16 bis 18 Stunden muckeln.

    Qualität kommt nämlich nicht von Quantität.

    Und damit kann man Entscheidungen nach solchen Stundeneinästzen -egal wo- nicht immer ernst nehmen.

    Und Arbeitsgesetze scheint es in diesem Land für diese u.a. Branchen nicht zu geben.

    Und dann u.a. die Bundesregierung beraten.

    Das Paradoxon könnte nicht grösser sein. Es passt zu uns nach Deuschland. Dazu brauchen wir keine EU und auch kein Brüssel.

  • hihi, soso, die EU Experten von Erika, Schulz und Junkers merken als langsam, dass sie alleine nicht mehr weiter wissen.

    Na bitte geht doch.

    Offensichtlich dämmert es diesen EU-Experten, dass sie alleine mit Migranten und Eindringlingen keine Geschäfte fürs Überleben hin bekommen. Wie wir gerade in Italien gesehen haben ist es offensichtlich, dass das Volk keinen Bock mehr auf Migranten hat.

    Mekki wird also aufzeigen, dass wir hier in Europa nur eine Chance haben, wenn wir uns wieder auf unsere nationalen Stärken und Eigenheiten konzentrieren und endlich die an die Luft setzen, die hier einen Kulturwandel und Rücksturz in Mittelalter haben wollen.


  • MCKINSEY, BAIN UND CO.
    Berater knacken die 30-Milliarden-Euro-Marke
    Das Geschäft der Beratungsunternehmen boomt. Taktgeber ist die digitale Transformation. Die Einstellungsbereitschaft in der Branche ist hoch: Mitarbeiter werden händeringend gesucht – und nicht nur Nachwuchs.

    ....................

    Ein Berater hier und ein Berater da, doch Erfolge sind absolut gar keine da !!!!!

    In Brüssel bei der Europäische Union da ist eine Kandidatin dabei die soll sogar HELLSEHERISCHE FÄHIGKEITEN haben, DOCH IN GANZE EU SIEHT ES RABEN SCHWARZ SCHLECHT AUS !

    Wozu dann solche Berater verhalten und vor allem für so viel ÜBERTEUERTE HONORARE?

    HANDELSBLATT ALLEINE ZU LESEN IST ALLER BESTE UND GÜNSTIGSTE BERATUNG PUR !

  • Oha ,, schon korriegiert ? Na geht doch !

  • Hier scheint hoher Beratungsbedarf vorhanden , bezüglich der Überschrift ?

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