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Medienbericht WeWork bereitet neue Strategie vor

Der Bürovermieter will künftig stärker auf Kooperationen setzen. Zudem wird der Vorstand weiter umgebaut: Ein deutscher Softbank-Manager wird Produktchef.
23.11.2019 - 00:50 Uhr Kommentieren
Der Bürovermieter trennt sich von 2400 Angestellten. Quelle: Reuters
WeWork

Der Bürovermieter trennt sich von 2400 Angestellten.

(Foto: Reuters)

New York WeWorks Geschäftsmodell basierte von Anfang an auf einer einfachen, aber riskanten Strategie: Das New Yorker Start-up ging langfristige Mietverträge ein und vermietete Büroflächen dann kurzfristig unter. Gerade in einer Wirtschaftskrise könnte das dem Unternehmen zum Verhängnis werden. Denn WeWorks Kunden könnten vergleichsweise schnell aus ihren Verträgen raus, WeWork selbst hat sich jedoch im Schnitt auf mehr als 15 Jahre gebunden.

Das soll sich künftig offenbar ändern. Das Unternehmen, das nach einer Rettungsaktion zu 80 Prozent dem japanischen Tech-Konzern Softbank gehört, will in Zukunft mehr auf Kooperationen setzen. So könnte WeWork auch als Dienstleister für Immobilienbesitzer auftreten, statt als Großmieter, berichtet „Business Insider“. Marcelo Claure, der als sogenannter Executive Chairman seit Oktober die Geschäfte beim Bürovermieter führt, stellte am Freitag den Mitarbeitern die neue Strategie vor. Am Donnerstag bereits hatte das Start-up angekündet, 2400 Stellen zu streichen – rund 17 Prozent der Belegschaft.

WeWork will sich auf die größten Märkte konzentrieren und arbeitet dem Bericht zufolge auch an anderen Angeboten. So sollen Konferenz- und Veranstaltungsräume künftig auch separat vermietet werden können. Zudem sollen neue Mitgliedschaften, zum Beispiel für bestimmte Städte oder Regionen, angeboten werden.

Claure hat offenbar zum Ziel gemacht, dass jedes WeWork-Gebäude proftiabel werden soll. Auch soll WeWork künftig die Preise einfacher anheben und senken können, je nachdem wie die hoch Nachfrage nach bestimmten Büros gerade ist.

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    Bis 2021 will das Unternehmen einen positiven Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen liefern, der jedoch um Sondereffekte bereinigt ist. 2023 dann soll es echte Gewinne und positiven Cashflow geben. Das Start-up, das noch im Sommer mit 47 Milliarden Dollar bewertet wurde, meldete im dritten Quartal einen Verlust von 1,25 Milliarden Dollar – mehr als doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum.

    Auch beim Personal stellt sich WeWork neu auf. Der ehemalige Chef der Werbeagentur Publicis, Maurice Levy, soll vorübergehend für Marketing und Kommunikation verantwortlich sein. Der deutschstämmige Softbank-Manager Ralf Wenzel wird neuer Produktchef. Mike Bucy, der ebenfalls von Softbank kommt, soll neuer Chief Transformation Officer werden, hieß es im „Business Insider“.

    Softbank war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Wenzel leitete Softbanks Tech-Hub in Berlin, war zuvor unter anderem Strategiechef für Delivery Hero und Gründer von Foodpanda.

    Mehr: Die Krise von WeWork verunsichert die Immobilienbranche. Investoren werden zurückhaltender – und stellen kritische Fragen.

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