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Messen in Deutschland Eisenwarenmesse und Messe für Licht und Gebäudetechnik wegen Coronavirus vertagt

Die Frankfurter Light + Building findet nicht wie geplant im März statt, sondern im September. Die Kölner Eisenwarenmesse wird gar um ein Jahr verschoben.
25.02.2020 Update: 25.02.2020 - 16:48 Uhr Kommentieren
Messe Frankfurt verschiebt Light + Building wegen Coronavirus Quelle: Bloomberg/Getty Images
Light + Building

Die für Anfang März geplante Weltleitmesse für Licht und Gebäudetechnik wurde auf Herbst verschoben.

(Foto: Bloomberg/Getty Images)

Düsseldorf Nach der Absage der Mobilfunkmesse Mobile World Congress in Barcelona und der Fotomesse CP+ in Tokio werden nun auch in Deutschland zwei große internationale Messe wegen des Ausbruchs des Coronavirus verschoben. Die für Anfang März geplante Light + Building wird nun Mitte September stattfinden, teilte die Messe Frankfurt mit. Die Weltleitmesse für Licht und Gebäudetechnik hatte zuletzt vor zwei Jahren rund 220.000 Besucher und 2700 Aussteller angezogen. Die größten ausländischen Aussteller- und Besuchergruppen kommen aus China und Italien.

Am Dienstagnachmittag nun vertagte die Kölnmesse die internationale Eisenwarenmesse, die am 1. März beginnen sollte, auf Februar 2021. Von rund 3000 Ausstellern waren 1200 aus China erwartet worden. Zuvor hatten bereits etliche deutsche Aussteller wie Knipex, Fischer, Gedore und Wolfcraft aus Sorge um eine Ansteckung mit dem Virus ihre Messeteilnahme abgesagt. Die alle zwei Jahre stattfindende Weltleitmesse für Werkzeug und Hartwaren hatte 2018 rund 47.000 Besucher aus aller Welt.

Das Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt hatte hohe Anforderungen an die Messe Light + Building gestellt. „Es wird eine mehrstufige gesundheitliche Prüfung von Messegästen aus China verlangt, die durch die Messe Frankfurt nur mit unverhältnismäßigem Aufwand realisiert werden kann“, teilte die Messegesellschaft Frankfurt mit. Vorgeschrieben wurden – bei Besuchern wie Ausstellern aus gefährdeten Gebieten Chinas – eine umfangreiche Vorbefragung sowie ein Schnelltest auf Covid-19. Bis Testergebnisse vorliegen, können jedoch bis zu 48 Stunden vergehen. Hinzu kämen laut Messe Frankfurt vermehrt Reiserestriktionen, die es potenziellen Besuchern wie Ausstellern erschwerten, an der Messe teilzunehmen.

Die Kooperationspartner der Fachmesse, der Zentralverband Elektrotechnik und Elektronikindustrie (ZVEI) und der Zentralverband der Deutschen Elektro- und informationstechnischen Handwerke (ZVEH), unterstützten die Verschiebung genauso wie die wichtigsten italienischen Verbände.

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    Zuvor hatten bereits Aussteller aus Angst vor Ansteckung mit dem Coronavirus ihre Teilnahme abgesagt. „Obwohl wir uns sehr darauf gefreut haben, unsere Kunden zu treffen und unsere neuesten Innovationen auf der Light + Building zu präsentieren, möchten wir dazu beitragen, das Risiko einer weiteren Verbreitung des Virus einzudämmen“, ließ Eric Rondolat, CEO von Signify (ehemals Philips Lighting), wissen. „Die Gesundheit, Sicherheit und das Wohlergehen unserer Mitarbeiter, Kunden und Partner ist und bleibt unsere oberste Priorität.“

    „Die Verschiebung der Messe auf September wird ein ziemlicher Kraftakt“, glaubt Messeexperte Udo Traeger von Exhibition Doctors. Denn vom 8. bis 12. September findet die Automechanika in Frankfurt statt, und ab 14. Oktober geht die Buchmesse an den Start. „Aber Messemacher sind Meister im Bewältigen besonderer Herausforderungen“, so Traegers Erfahrung.

    China ist größte ausländische Ausstellernation

    Andere Großmessen in Deutschland laufen wie geplant, wenn auch mit weniger Ausstellern und verschärften Hygienevorschriften. Am Dienstag begann in Nürnberg die Embedded World, Anfang März startet in Berlin die führende Fachmesse der internationalen Tourismus-Wirtschaft ITB.

    Bei angemeldeten rund 10.000 Ausstellern und den Fachbesuchern der ITB hat es laut Messe Berlin im Vergleich zum Vorjahr keine Absagewelle wie beim MWC in Barcelona gegeben. Die Teilnehmerzahlen bewegten sich auf Vorjahresniveau. Mit 47 chinesischen Ständen, davon 16 aus der Volksrepublik, kommen nur etwas weniger chinesische Aussteller als erwartet. Die Messe Berlin rechnet derzeit nicht damit, dass sie von den Gesundheitsbehörden Auflagen bekommt wie die Messe Frankfurt. Sie sollte chinesische Teilnehmer befragen und mit Corona-Schnelltests überprüfen.

    Zum Genfer Autosalon, der kommende Woche beginnt, wurden Aussteller aus „Risikogebieten“ vom Veranstalter indes aufgefordert, ihre Mitarbeiter selbst zu untersuchen. Sie sollen sicherzustellen, dass keiner der Teilnehmer in den 14 Tagen vor der Messe Symptome gezeigt hat.

    Das Coronavirus hatte bereits einigen Messen in Deutschland wie der Konsumgütermesse Ambiente in Frankfurt einen Dämpfer versetzt. Zwar kamen im Februar mit 4600 Unternehmen mehr Aussteller als im Vorjahr, die Zahl der Besucher sank jedoch um etwa 20 Prozent. Es reisten nur noch 108.000 Einkäufer aus rund 160 Ländern an.

    Auch in China selbst hat die Messe Frankfurt eine Handvoll Ableger ihrer Weltleitmessen verschieben müssen: die Asiamold, die Prolight + Sound oder die Auto Maintenance and Repair Expo. Denn in der Volksrepublik sind auf behördlichen Erlass momentan keine Messen möglich. 2020 hatte die Messe Frankfurt 39 Veranstaltungen in China geplant. Die Messegesellschaft machte zuletzt mehr als 40 Prozent ihres Geschäfts im Ausland. Sie erwirtschaftete 2019 einen Rekordumsatz von 733 Millionen Euro.

    China ist mit rund 17.000 Ausstellern im Jahr die mit Abstand größte ausländische Ausstellernation auf Messen in Deutschland, ermittelte der Verband der Deutschen Messewirtschaft Auma.

    Mehr: Lesen Sie hier, wie die Corona-Angst Großevents gefährdet.

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