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Michael Niggemann Dieser neue Lufthansa-Vorstand soll den Konflikt mit UFO befrieden

Mit dem Swiss-Finanzchef rückt ein enger Vertrauter von Lufthansa-CEO Spohr in den Vorstand. Doch es gibt noch eine zweite spannende Personalie.
08.12.2019 - 10:41 Uhr Kommentieren
Er führt ab Jahresbeginn das Ressort Personal und Recht. Quelle: Lufthansa
Michael Niggemann

Er führt ab Jahresbeginn das Ressort Personal und Recht.

(Foto: Lufthansa)

Frankfurt In wenigen Tagen wird Carsten Spohr 53 Jahre alt. Michael Niggemann (45) und Christina Foerster (48) sind nicht viel jünger als der Lufthansa-Chef, aber dennoch sollen die beiden neuen Vorstände dem Konzern eine Verjüngungskur bringen.

Michael Niggemann wird ab Jahresbeginn das Ressort Personal und Recht führen und dürfte damit den schwierigeren Job der beiden bekommen haben. Denn auf den bisherigen Finanzchef der Lufthansa-Tochter Swiss wartet der völlig verfahrene Konflikt mit der Kabinengewerkschaft UFO.

Ob der promovierte Jurist den Streit lösen kann, ist offen. Wegbegleiter von Niggemann beschreiben den 45-Jährigen, der gerne boxt und in diesem Sport in der Vergangenheit wohl auch schon durchaus erfolgreich war, als „hartleibig“ und sehr nüchtern. „Persönlich gilt Niggemann allerdings als umgänglich.

Aber auch er steht vor der schwierigen Situation, einen Kompromiss zu finden, der auf Konzernseite die Hardliner in dem UFO-Streit befriedet“, heißt es Unternehmensumfeld. Seiner Vorgängerin Bettina Volkens war dies nicht gelungen; sie war damit gescheitert, nach einem Jahr Dauerstreit die Gewerkschaft an den Verhandlungstisch zurückzubringen.

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    Eines könnte dem künftigen Vorstandsmitglied beim Umgang mit der heiklen Angelegenheit helfen. Er gilt als jemand, der die Argumente beider Seiten hört und diese mit dem gleichen Gewicht in die Waagschale wirft. „Niggemann ist ein Gefolgsmann von Spohr. Aber er ist jemand, der die Argumente der anderen hört und reflektiert, auch in Führungsgremien und auch vor Herrn Spohr“, beschreibt ein früherer Wegbegleiter den Top-Manager.

    Sie soll sich um die Unternehmenskultur der Lufthansa kümmern. Quelle: Lufthansa Group
    Christina Foerster

    Sie soll sich um die Unternehmenskultur der Lufthansa kümmern.

    (Foto: Lufthansa Group)

    Niggemann ist Jurist durch und durch, gilt als Arbeitstier. Vor seinem Job als Finanzchef bei Swiss war er der Hausjurist (General Counsel & Chief Compliance Officer) des Konzerns. Er war es, der die Übernahme von Teilen der insolventen Air Berlin juristisch betreute.

    Niggemann, der seine Karriere 2004 als Anwalt und dann Rechtsberater für den Baukonzern Hochtief startete, wird sich aber nicht nur um die UFO kümmern. Ein zweites, größeres Thema wartet auf den Manager: der Umbau des Konzerns zu einer Holding. Er habe sich in der Vergangenheit intensiv mit dem Thema beschäftigt und Modelle entwickelt, heißt es im Unternehmensfeld.

    Ein drittes Thema, das Niggemanns Vorgängerin Bettina Volkens intensiv betreute, wird er hingegen an seine ebenfalls neue Vorstandskollegin Christina Foerster abgeben: die Unternehmenskultur.

    Die 48-Jährige fällt auf im Lufthansa-Reich, nicht nur, weil sie ihre Kleidung selbst entwirft, weil sie eine Leidenschaft für das Tanzen hat und ursprünglich Uhrendesignerin werden wollte. Foerster werden erstklassige Managementqualitäten bescheinigt. „Sie als Schöngeist zu sehen, ist ein Fehler. Foerster ist hart in der Sache und durchsetzungsstark“, wird die Managerin in Lufthansa-Kreisen beschrieben.

    Auch als Chefin der Lufthansa-Tochter Brussels Airlines, ihr bisheriger Job, ist eine gewisse Härte gefragt. In Belgien tun sich einige schwer mit dem Gedanken, die nationale Airline in den Konzern zu integrieren. Entscheidungen bei Brussels sind immer auch politische Entscheidungen. Doch bisher schaffte er Foerster, Ruhe in den emotionalen Prozess zu bringen.

    Foerster begann ihre Karriere 1999 nach einem Master-Abschluss in Betriebswirtschaft an der Warton School der Universität Pennsylvania. Zunächst heuerte sie als Beraterin an. Im Oktober 2002 wechselte sie zur Lufthansa und machte dort schnell Karriere. Wie Niggemann ist sie eine enge Vertraute von Spohr. Zu ihrem neuen Job gehört auch das Thema Nachhaltigkeit, eines, das Spohr besonders wichtig ist.

    Der Lufthansa-Chef freut sich bereits, mit beiden zusammenzuarbeiten: „Die Entwicklung von zwei internen Führungskräften in unser Vorstandsteam ist auch ein wichtiger Beitrag zur kontinuierlichen Weiterentwicklung unserer Führungskultur“, sagt Spohr – ein Zeichen auch an andere junge Talente bei Europas größter Fluggesellschaft.

    Mehr: Wie die Lufthansa den Umbau zur Holding vorantreibt

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