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Milliardengebot für Abertis Hochtief steigt in Autobahn-Schlacht ein

Hochtief steigt in das Wettbieten um den spanischen Autobahnbetreiber Abertis ein und bietet 17 Milliarden Euro. Finanzieren will der Essener Konzern den Deal über eine Kapitalerhöhung. Analysten sind geteilter Meinung.
18.10.2017 Update: 18.10.2017 - 18:31 Uhr Kommentieren
Hochtief steigt in Wettbieten um spanischen Autobahnbetreiber Abertis ein Quelle: AP
Abertis in Madrid

Der Essener Baukonzern Hochtief steigt in die Bieterschlacht um den spanischen Mautbetreiber ein.

(Foto: AP)

Düsseldorf 17,1 Milliarden Euro bietet der Essener Baukonzern Hochtief für den spanischen Autobahnbetreiber Abertis. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Damit steigt das Essener Unternehmen, das zu 72 Prozent dem spanischen Konzern ACS gehört, in die Bieterschlacht um das Mautunternehmen ein. Hochtief biete danach 18,76 Euro in bar für eine Abertis-Aktie oder 0,1281 neue Hochtief-Aktien.

Das Angebot sieht eine minimale Annahmequote von 50 Prozent und einer Aktie an Abertis vor. Zur Finanzierung stünden ein Kreditrahmen in Höhe von 15,0 Milliarden Euro sowie neue Hochtief-Aktien in einem Gesamtwert von 3,6 Milliarden Euro für Abertis-Aktionäre bereit, die die alternative Gegenleistung in Form von Aktien akzeptierten. Der Aufsichtsrat von Hochtief war am Mittwoch zusammengekommen, um über das Angebot zu beraten. Über ein Angebot des Essener Konzerns war bereits seit Monaten spekuliert worden.

Auch der italienische Konkurrent Atlantia, der zur Benetton-Familie gehört, hatte im Mai ein Angebot über 16,3 Milliarden Euro abgegeben. Sollte Atlantia den Zuschlag bekommen, könnte das Unternehmen gemeinsam mit Abertis der größte Mautstraßenbetreiber der Welt werden. Die spanischen Börsenaufsicht hat dem Angebot zugestimmt. Atlantia könnte nun Berichten zufolge seine Offerte nachbessern.

Zudem umgarnt Hochtief die Investoren mit Aussichten auf eine höhere Dividende - die Ausschüttungsquote soll nach offiziellem Bekunden in Richtung 90 Prozent gesteigert werden. Hochtief-Anleger bejubelten die Aussicht auf üppige Ausschüttungen und einen großen Deal: Die Aktie legte in der Spitze 5,7 Prozent auf ein Drei-Monats-Hoch von 158 Euro zu. Atlantia verloren dagegen zeitweise fast drei Prozent und zählten im Mailänder Leitindex zu den größten Verlierern.

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    Im Sommer hatte Florentino Perez, Chef des größten spanischen Baukonzerns ACS, erklärt, er prüfe eine Offerte – und zwar über die Tochter Hochtief. ACS selbst kann Abertis nicht kaufen, weil Europas drittgrößtem Baukonzern das Geld fehlt.

    Doch Abertis ist attraktiv, denn das Unternehmen ist hochprofitabel. 2016 erwirtschaftete Abertis einen Umsatz von 4,9 Milliarden Euro. Der operative Ertrag (Ebitda) lag bei 3,2 Milliarden, unter dem Strich blieb ein Gewinn von 796 Millionen Euro. Zugleich drücken das Unternehmen aber Schulden von über 14 Milliarden Euro. Größter Anteilseigner ist die einflussreiche spanische Investment-Holding Criteria Caixa mit 22,25 Prozent.

    Das 2003 gegründete Unternehmen verwaltet Mautstraßen mit einer Länge von mehr als 8600 Kilometern weltweit. Allein in Spanien sind es knapp 1600 Kilometer – mehr als 60 Prozent der dortigen Mautstraßen. In Europa sind die Spanier zudem auch in Italien, Frankreich, Irland, Großbritannien und Kroatien aktiv. Aber auch in Südamerika ist Abertis stark vertreten. Mehr als 70 Prozent der Umsätze werden außerhalb des Heimatmarkts eingefahren.

    Hochtief trägt das finanzielle Risiko
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