Mitgliederrekord bei Fitness-Studios Milliardengeschäft am Puls der Zeit

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Spezialangebote für Frauen und Intensivtrainings

Etwa mit Angeboten nur für Frauen, weniger zeitraubenden Intensivtrainings oder Pilotprojekten zu Guthabenkarten, die vom festen Monatsbeitrag abrücken. Ein Selbstläufer ist das Geschäftsmodell Fitnessstudio damit nicht: „Die mittleren, nicht differenzierten Studios tun sich schwerer“, erläutert Fabian Menzel, Experte bei der Sport Business Gruppe von Deloitte.

Tatsächlich gibt es im deutschen Markt noch viel Potenzial – aber die Unternehmen müssen dies abzurufen wissen. Triebfeder des Booms ist das wachsende Gesundheitsbewusstsein der Deutschen. „Die Leute achten nicht nur verstärkt auf den Fitnesszustand, sondern auch auf Ernährung und andere Faktoren“, sagt Hollasch. Neun Millionen Mitglieder in Fitnessstudios sind gleichbedeutend mit einer Marktdurchdringung von 11,2 Prozent. Im europäischen Vergleich ist das wenig – obwohl man absolut nach Mitgliedern führt und sich beim Umsatz nur Großbritannien geschlagen muss, wie Deloitte erklärt.

Innovationsfeindlichkeit kann sich die Branche ebenso wenig erlauben wie jede andere. Das gilt speziell für den ebenfalls wachsenden Absatzmarkt mit Gesundheits- und Fitness-Apps und Gadgets. Die Angebote, die individuelles Training unabhängig vom Studio ermöglichen sollen, sieht Fabian Menzel mehr als Ergänzung denn als Konkurrenz. „Wir denken nicht, dass eine bedeutende Anzahl Mitglieder das Angebot als Ersatz ansieht“, erklärt er. Stattdessen würden Studios vermehrt eigene Angebote entwickeln und einbinden. Dabei reagiert sie durch Spezialisierung und Erweiterungen regelmäßig auf wechselnde Trends.

Die Branche bleibt buchstäblich am Puls der Zeit. Und sie ist zuversichtlich: 75 Prozent der Kettenbetreiber beurteilen ihre wirtschaftliche Lage als gut, das übrige Viertel als eher gut – auch perspektivisch. Die Einzelstudios bewerten ihre Lage überwiegend „eher gut“ und „zufriedenstellend“. Gut zehn Prozent geben gemäß Studie allerdings auch an, dass es wirtschaftlich „eher schlecht“ laufe. 83 Prozent der befragten Betreiber gehen aber auch davon aus, dass sich das Geschäft in diesem Jahr noch einmal verbessern werde.

Fitness-Tempel als „reale Anlageform“
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