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Mobilität Tier sammelt 55 Millionen Euro für noch mehr E-Scooter ein

Die E-Scooter-Anbieter wollen in Deutschland weiter expandieren. Dafür bekommt Anbieter Tier nun weitere Millionen – unter anderem aus Abu Dhabi.
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Der Anbieter will mit einer neuen Finanzierungsrunde weiter expandieren. Quelle: imago images / snapshot
Scooter von Tier

Der Anbieter will mit einer neuen Finanzierungsrunde weiter expandieren.

(Foto: imago images / snapshot)

Hamburg Vom Hoffnungsträger für neue Mobilität zum Spottobjekt innerhalb weniger Monate: Elektrotretroller sind in den deutschen Städten umstritten. Seitdem vor allem in den Millionenstädten gleich mehrere Anbieter die Gehwege mit den Flitzern blockieren, gehört die Klage über die Rolleranbieter zum guten Ton im urbanen Small Talk.

Doch die Investoren lassen sich davon und vom nahenden Winter offenbar nicht abschrecken: Der deutsche Vorreiter Tier Mobility meldet zum Wochenstart eine Finanzierungsrunde über knapp 55 Millionen Euro. Damit will Firmenchef Lawrence Leuschner die Expansion in Europa beschleunigen.

Tier hat seine türkisfarbenen Roller direkt nach der Zulassung der neuartigen Gefährte in Deutschland nicht nur in den Metropolen aufgestellt, sondern auch in mittelgroßen Städten wie dem westfälischen Münster – und sich damit von internationalen Konkurrenten wie Lime und Circ abgesetzt.

In Deutschland ist Tier damit an vielen Orten weitgehend konkurrenzlos. In den großen Städten hingegen steigt der Wettbewerb weiter: Der US-Mobilitätsriese Uber hat beispielsweise gerade erst sein System Jump, bislang in Deutschland nur in Berlin vertreten, auch nach München gebracht. Jump ergänzt die Roller um alltagstauglichere E-Fahrräder.

Tier ist mit seinen Elektrorollern inzwischen in 40 europäischen Städten vertreten und hat nach eigenen Angeben zehn Millionen Fahrten verkauft. Der Umsatz dürfte damit in den ersten elf Monaten der Existenz bei einem mittleren zweistelligen Millionenbetrag gelegen haben.

Auch die Axa steckt Geld in Tier

Zu den Investoren in der aktuellen Series B, also der zweiten großen Wachstumskapitalrunde, gehört Mubadala, der Staatsfonds von Abu Dhabi, der zusammen mit dem US-Investor Goodwater die Runde anführt. Der Staatsfonds verwaltet 229 Milliarden US-Dollar und ist unter anderem Inhaber des Halbleiterherstellers Globalfoundries.

Neu an Bord sind auch Axa Deutschland und Evli Growth Partners. Zudem sollen die Altinvestoren nachgelegt haben – darunter Aushängeschild Nico Rosberg, der Rennfahrer. Ziel sei es, mit Tier von Europa aus den führenden Anbieter von Mikromobilität zu schaffen, erklärte Mubadala-Manager Amer Alaily – angesichts der Konkurrenz ein ambitioniertes Ziel.

Goodwater-Mitgrüner Chi-Hua Chien betonte, Tier arbeite besonders kostenbewusst und effizient – und wachse zugleich stark. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben inzwischen mehr als 350 Mitarbeiter in Berlin.

Mehr: E-Scooter haben sich vor allem in Großstädten schnell durchgesetzt. Doch wer gegen die Verkehrsregeln verstößt, dem drohen zahlreiche Geldbußen.

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