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Nach Bombenanschlägen Reiseveranstalter erlauben Stornierung von Buchungen nach Sri Lanka

Tui, Neckermann und Co. zeigen sich nach den Anschlägen kulant gegenüber Urlaubern. Der Schaden bleibt für sie dennoch überschaubar.
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Die Anschläge auf Sri Lanka am Ostersonntag forderten mehr als 300 Todesopfer. Quelle: Reuters
Militärpolizei auf Sri Lanka

Die Anschläge auf Sri Lanka am Ostersonntag forderten mehr als 300 Todesopfer.

(Foto: Reuters)

DüsseldorfNach den verheerenden Bombenanschlägen auf Sri Lanka, die am Ostersonntag mehr als 300 Todesopfer forderten, bieten zahlreiche deutsche Reiseveranstalter seit Wochenbeginn Stornierungen oder Umbuchungen auf Ersatzziele an. Zu ihnen zählen Branchengrößen wie Tui, Thomas Cook („Neckermann“, „Öger“), FTI und die Rewe-Tochter DER Touristik, aber auch Studienreiseanbieter wie Gebeco oder Studiosus.

Vorzeitige Rückreisen von der Tropeninsel werden von einigen Veranstaltern ebenfalls kostenfrei angeboten. Die Offerten beruhen ausschließlich auf Kulanz, denn eine Reisewarnung, die ein solches Handeln zur gesetzlichen Pflicht macht, hat das Auswärtige Amt für Sri Lanka bislang nicht ausgegeben. Die Bundesregierung warnte Reisende lediglich, öffentliche Plätze und insbesondere die Anschlagsorte weiträumig zu meiden.

Zudem sollten deutsche Urlauber die lokalen Medien verfolgen, engen Kontakt mit Reiseveranstaltern und Fluggesellschaften halten und den Anweisungen von Sicherheitskräften Folge leisten. Die Kulanz dürfte den Reiseveranstaltern wirtschaftlich nur in geringem Maße schaden. Marktführer Tui beherbergt aktuell gerade einmal rund 150 Gäste auf der Insel, davon 24 in der betroffenen Hauptstadt Colombo.

„Sri Lanka ist ein kleines Ziel für Tui Deutschland und befindet sich nicht unter unseren Top-Fernreisezielen“, berichtete eine Sprecherin auf Anfrage. Hauptreisezeit sei die Wintersaison, in der derzeitigen Nebensaison seien entsprechend wenige Gäste vor Ort. Daran ändern selbst die aktuellen Schulferien wenig. „Die Topreiseziele zu Ostern sind Spanien, Ägypten und die Türkei auf der Mittelstrecke und die USA und Thailand auf der Fernstrecke“, heißt es bei Tui.

Das dürfte erklären, weshalb sich unter den bisher identifizierten Opfern nach Angaben der sri-lankischen Behörden keine deutschen Staatsbürger befinden – bis auf einen Doppelstaatsbürger mit US-Pass. „Sri Lanka hat die Besucherzahlen seit Ende des Bürgerkriegs 2009 kontinuierlich gesteigert“, berichtet Kerstin Heinen vom Deutschen Reiseverband (DRV).

Die Regierung habe einiges getan, um neben dem Strandurlaub auch Trekking- oder Kulturreisen zu entwickeln. Dennoch sei dort die Zahl deutscher Urlauber überschaubar. 2018 kamen gerade einmal 157 000 – bei insgesamt 70 Millionen deutschen Urlaubsreisen.

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