Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Nach Übernahme durch Asklepios Rhön-Klinikum: Firmengründer Münch verlässt Aufsichtsrat

Mission erfüllt: Nach der von ihm gewünschten Übernahme des Klinikbetreibers durch Asklepios zieht Münch sich auf einen beratenden Posten zurück.
19.08.2020 - 17:32 Uhr Kommentieren
Der CEO von Asklepios und der Unternehmensgründer des Rhön Klinikums haben im Februar die Übernahme besiegelt. Nun zieht Münch sich aus seinem Unternehmen zurück. Quelle: Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA
Kai Hankeln und Eugen Münch

Der CEO von Asklepios und der Unternehmensgründer des Rhön Klinikums haben im Februar die Übernahme besiegelt. Nun zieht Münch sich aus seinem Unternehmen zurück.

(Foto: Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA)

Bad Neustadt Firmenpatriarch Eugen Münch zieht sich aus dem Aufsichtsrat der von ihm vor 46 Jahren gegründeten Rhön-Klinikum AG zurück. Münch trat am Mittwoch bei der Hauptversammlung nicht mehr für einen Sitz im Kontrollgremium an. Vorausgegangen war eine Übernahme der Rhön-Klinikum AG durch den Hamburger Klinikbetreiber Asklepios, die von Münch maßgeblich mitbetrieben worden war. Der 75-Jährige will künftig nur noch beratend tätig sein.

Verdi kritisierte die Übernahme im Vorfeld der Hauptversammlung scharf. „Mit der Übernahme wächst die Marktmacht eines Konzerns, der mit rücksichtslosen Methoden versucht, aus der Versorgung kranker Menschen möglichst hohe Gewinne zu ziehen“, monierte die Gewerkschaft. Asklepios verweigere vielen Beschäftigten den Schutz durch Tarifverträge und setze flächendeckend auf Outsourcing, um Kosten zu drücken. Der Deal der beiden privaten Gesundheitskonzerne führe auf erschreckende Weise vor Augen, wie die Politik durch die Kommerzialisierung von Kliniken an Einfluss auf Entscheidungen in der Gesundheitsversorgung verliere.

Rhön-Klinikum zahlt seinen Aktionären in diesem Jahr keine Dividende. Der Bilanzgewinn in Höhe von 203 Millionen Euro solle auf die nächste Jahresrechnung vorgetragen werden und so die Liquidität stärken und Investitionen ermöglichen. Schließlich habe auch die Corona-Pandemie zu Unsicherheiten und Auswirkungen auf die Ertrags- und Liquiditätslage des Unternehmens geführt.

An den fünf Standorten der Rhön-Klinikum AG in Bayern, Hessen, Thüringen und Brandenburg seien im vergangenen Jahr 860.528 Patienten behandelt worden, 1,2 Prozent mehr als im Jahr davor. Der Umsatz sei um 5,8 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro gewachsen, sagte der amtierende Vorstand Gunther Weiß. Im ersten Halbjahr 2020 sei bei steigenden Umsätzen allerdings sowohl die Zahl der Patienten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurückgegangen als auch der Gewinn. Positive Einmaleffekte im Vorjahr hätten zusammen mit negativen Einmaleffekten aus der Asklepios-Übernahme sowie einer Abfindung für den ehemaligen Vorstandschef Stephan Holzinger das Konzernergebnis mit 3,7 Millionen Euro in die Verlustzone rutschen lassen.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Mehr: Rhön-Klinikum benennt nach Übernahmekampf Vorstände.

    • dpa
    Startseite
    Mehr zu: Nach Übernahme durch Asklepios - Rhön-Klinikum: Firmengründer Münch verlässt Aufsichtsrat
    0 Kommentare zu "Nach Übernahme durch Asklepios: Rhön-Klinikum: Firmengründer Münch verlässt Aufsichtsrat "

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%