Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Öffentliche Verkehrsmittel Mit dem Taxi zum Zug: Rund um Frankfurt startet ein großes Experiment zum Nahverkehr auf Abruf

Die Bahn-Tochter Ioki und der Verkehrsverbund RMV gehen 2021 mit ihrem Zubringerdienst für öffentliche Verkehrsmittel an den Start. Die Rede ist von einem „einmaligen Projekt in Europa“.
02.12.2020 - 21:36 Uhr 1 Kommentar
Seit Juli 2018 sind die Elektroshuttles von Ioki in Hamburg unterwegs. Sie bringen Fahrgäste von und zu den Haltestellen von Bus und Bahn. Quelle: picture alliance/dpa
Shuttle-App für Hamburg

Seit Juli 2018 sind die Elektroshuttles von Ioki in Hamburg unterwegs. Sie bringen Fahrgäste von und zu den Haltestellen von Bus und Bahn.

(Foto: picture alliance/dpa)

Düsseldorf Bahn-Vorstand Berthold Huber und der Chef des Frankfurter Verkehrsverbunds RMV, Knut Ringat, sind davon überzeugt, dass ihr Projekt Mobilitätsgeschichte schreiben wird: Neun Landkreise und Städte im Rhein-Main-Gebiet starten 2021 einen Zubringerdienst für Busse und Bahnen des öffentlichen Personennahverkehrs, den am Ende des Jahres zwei Millionen Menschen werden nutzen können. Huber, bei der Bahn zuständig für den Personenverkehr, spricht von einem „einmaligen Projekt in Europa“. Schon wegen der Größe.

Ziel solcher On-Demand-Dienste ist es, die Erreichbarkeit öffentlicher Verkehrsmittel zu erleichtern und so die Attraktivität von Bussen und Bahnen zu erhöhen. Angesprochen werden vor allem potenzielle Nutzer in Randgebieten, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht so gut erschlossen sind.

Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) hat sich für die Technologieplattform der Bahn-Tochter Ioki entschieden, die schon in anderen Städten Deutschlands, in Österreich und der Schweiz eingesetzt wird. Damit können Fahrgäste über eine App für einen kleinen Aufpreis zum normalen Ticket Zubringerdienste bestellen.

Die Fahrzeuge steuern die Haltestellen von Bussen und Bahnen an, holen die Kunden aber individuell ab beziehungsweise bringen sie auch zum Reiseziel. Denn der Kunde „will nicht von Haltestelle zu Haltestelle, sondern von Haustür zu Haustür“, sagte Ringat bei der Vorstellung des neuen Projekts in Frankfurt.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Ähnliche On-Demand-Dienste zur Verlängerung des öffentlichen Nahverkehrs gibt es etwa in Duisburg oder Berlin – oder auch in Offenburg, das jetzt Teil des RMV-Projekts ist. In Hamburg ist Ioki seit mehr als zwei Jahren im Einsatz – und das sogar mit Fahrzeugen unter dem eigenen Namen. Der Unterschied zum RMV-Projekt liegt darin, dass im Frankfurter Raum gleich mehrere Verkehrsunternehmen unter dem RMV-Dach mitmachen, von Frankfurt über Limburg bis Darmstadt. Kunden können die App im gesamten Gebiet nutzen.

    Positive Resonanz in Hamburg

    In Hamburg ist Ioki im Auftrag der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein GmbH (VHH) vor allem in Randbezirken der Hansestadt unterwegs. Ende Oktober sei der Vertrag aufgrund der positiven Fahrgastresonanz um ein weiteres Jahr verlängert worden, heißt es auf Anfrage. Mehr als 400.000 Fahrgäste hätten inzwischen den individuellen Shuttleservice in den Stadtteilen Lurup, Osdorf und Billbrook in den vergangenen zweieinhalb Jahren genutzt. Bald sollen weitere Einsatzgebiete auch außerhalb der Stadtgrenzen folgen.

    Im Einsatz sind 20 emissionsfreie Elektro-Shuttles vom Typ Londoner Taxi. Der Hersteller LEVC gehört dem chinesischen Konzern Geely, der auch an Volvo und Daimler beteiligt ist. Im Frankfurter Raum werden die Fahrzeuge noch ausgeschrieben. 150 emissionsfreie Fahrzeuge sind laut RMV vorgesehen, die je nach Einsatzbereich bis zu acht oder zehn Fahrgäste befördern sollen.

    Das Gesamtprojekt läuft bis 2024 und wird sowohl vom Bund als auch vom Land Hessen mit jeweils etwa 27 Millionen Euro mitfinanziert. Auch der Staatskonzern Deutsche Bahn lässt sich Ioki einiges kosten. Die On-Demand-Plattform wird als wichtige Technologie gesehen, um öffentlichen Verkehr attraktiver zu machen.

    Mehr: Sharing-Mobility bringt BMW, Daimler und VW ins Schleudern.

    Startseite
    Mehr zu: Öffentliche Verkehrsmittel - Mit dem Taxi zum Zug: Rund um Frankfurt startet ein großes Experiment zum Nahverkehr auf Abruf
    1 Kommentar zu "Öffentliche Verkehrsmittel: Mit dem Taxi zum Zug: Rund um Frankfurt startet ein großes Experiment zum Nahverkehr auf Abruf"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • "oder auch in Offenburg, das jetzt Teil des RMV-Projekts ist. "

      Gemeint ist wohl Offenbach. Offenburg ist im TVO und nicht im RMV.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%