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Onlinehändler Erneuter Warnstreik bei Amazon in Bad Hersfeld

Der Tarifstreit zwischen Onlinekonzern Amazon und den Beschäftigten in Bad Hersfeld geht in die nächste Runde. Die Angestellten fordern mehr Gehalt.
21.07.2021 - 08:09 Uhr Kommentieren
Die Beschäftigten gingen am vergangenen Dienstag erneut auf die Barrikaden. Quelle: dpa
Schon 2014 hängen Streik-Transparente vor dem Versandzentrum des Online-Versandhändlers Amazon in Bad Hersfeld.

Die Beschäftigten gingen am vergangenen Dienstag erneut auf die Barrikaden.

(Foto: dpa)

Bad Hersfeld Beschäftigte des Online-Händlers Amazon haben in Bad Hersfeld erneut die Arbeit niedergelegt, um ihren Forderungen im jahrelangen Tarif-Streit Nachdruck zu verleihen. Der Warnstreik habe mit der Frühschicht am Dienstag um 5.30 Uhr begonnen, sagte eine Sprecherin der Gewerkschaft Verdi am Morgen. Es werde in den beiden Versandzentren mit einer Streikbeteiligung von etwa 500 Beschäftigten gerechnet.

Die Gewerkschaft fordert unter anderem, dass Amazon die Tarifverträge für den Einzel- und Versandhandel anerkennt. In der laufenden Tarifrunde fordert Verdi eine Lohnsteigerung von 4,5 Prozent sowie 45 Euro pro Monat, ein tarifliches Mindestentgelt von 12,50 Euro und die Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge.

Laut Angaben der Sprecherin ist es der zwölfte Streiktag des Jahres. Zuletzt hatten die Beschäftigten in Bad Hersfeld Ende Juni die Arbeit niedergelegt. Der Warnstreik sollte bis zur Ende der Nachtschicht am Mittwoch um 03.15 Uhr andauern.

Amazon hatte bereits angekündigt, in seinen deutschen Versandzentren ab Juli einen Einstiegsstundenlohn von 12 Euro brutto einzuführen. Im Herbst 2022 soll dieser auf 12,50 Euro steigen. Das Unternehmen teilte am Dienstag mit, der Warnstreik habe keine Auswirkungen auf die Kunden.

Mehr: Ambitionierter Weltraumflug geglückt: Amazon-Gründer Jeff Bezos kehrt sicher zurück zur Erde

  • dpa
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