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Paul Gauselmann Spielhallen-König ändert Unternehmens-Struktur

Der Spielautomaten-Hersteller Gauselmann wird künftig unter dem Dach einer Familienstiftung weitergeführt. Der 81-jährige Firmenchef bleibt weiterhin an Bord. Die Umstrukturierung soll auch Erbschaftssteuern sparen.
18.12.2015 - 17:29 Uhr
Die Gauselmann-Gruppe ist mit weltweit fast 9000 Mitarbeitern Marktführer bei Spielhallen („Merkur“) und Anbieter von Glücksspielautomaten in Deutschland. Quelle: dpa

Die Gauselmann-Gruppe ist mit weltweit fast 9000 Mitarbeitern Marktführer bei Spielhallen („Merkur“) und Anbieter von Glücksspielautomaten in Deutschland.

(Foto: dpa)

Espelkamp Die Unternehmensgruppe Gauselmann, Marktführer bei Spielautomaten und Spielhallen in Deutschland, wird ab dem 1. Januar 2016 unter dem Dach einer Familienstiftung geführt. Das teilte der 81-jährige Firmenchef Paul Gauselmann am Freitag in Espelkamp mit. Damit solle das Unternehmen mit weltweit über 9000 Mitarbeitern auch weiterhin in Familienhand bleiben und der Übergang zur nächsten Generation gesichert werden, ohne dass die Firmenanteile zersplittern und weiterverkauft werden könnten.

Die Eigentümer Paul Gauselmann und seine Ehefrau Karin sowie die drei Söhne Michael, Armin und Karsten, haben ihre Firmenanteile in die Stiftung eingebracht. Zusammen sind das 100 Prozent des Unternehmens mit einem Umsatz von zwei Milliarden Euro. Kontrolliert wird das neue Konstrukt mit Sitz im Kreis Minden-Lübbecke von einem Stiftungsbeirat, der einen Vorstandsvorsitzenden bestimmt. Den dreiköpfigen Stiftungsvorstand führt Paul Gauselmann an.

„Nutznießer der Stiftung ist die Familie“, sagte der Firmengründer. „Die Errichtung der Stiftung schützt das Unternehmen vor unvorhersehbaren finanziellen Belastungen, die durch den plötzlichen Tod von Gesellschaftern und der damit verbundenen Erbschaftssteuer ausgelöst würden“, sagte Gauselmann zu der Entscheidung.

Jeder der Gesellschafter habe immer das Recht gehabt, auszusteigen, sagte Gauselmann über seine Beweggründe für die neue Gesellschafter-Struktur. „Das Auszahlen von Firmenanteilen ist aber immer eine enorme Belastung für die, die das Unternehmen weiter führen. Das wollen wir mit der Familienstiftung verhindern.“

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    Von den ausgeschütteten Erlöse der Gauselmann-Gruppe sollen 20 Prozent in die bereits bestehende „Paul und Karin Gauselmann-Stiftung“ fließen, die Kultur- und Sozialprojekte in der Region fördert. Der Rest gehe in die Familienstiftung. „So ist sichergestellt, dass das Unternehmen weiterhin finanziell gut da steht“, sagte Gauselmann.

    Die Gauselmann-Gruppe ist mit weltweit fast 9000 Mitarbeitern Marktführer bei Spielhallen („Merkur“) und Anbieter von Glücksspielautomaten in Deutschland. Wie lange Paul Gauselmann noch aktiv bleiben will, ließ er offen. „Wir macht der Job noch viel Spaß, warum soll ich aufhören?“

    • dpa
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