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Personalverwaltung Personio-Konkurrent HRworks sieht sich nach Übernahmen um

Unter CEO Markus Schunk ist Pionier der digitalen Personalverwaltung im Corona-Jahr kräftig gewachsen. Nun hat HRworks eine digitale Personalakte für kleinere Unternehmen entwickelt.
14.05.2021 - 11:21 Uhr Kommentieren
„Wir sind superfokussiert auf uns und unsere Kunden“, sagt der HRworks-CEO. Quelle: Alexander Bernhar
Markus Schunk

„Wir sind superfokussiert auf uns und unsere Kunden“, sagt der HRworks-CEO.

(Foto: Alexander Bernhar)

München Unter den vielen Anbietern von Software für die Personalverwaltung in kleinen Unternehmen ist Personio der Popstar. Das Start-up ist mit einer Milliardenbewertung bereits zum Einhorn aufgestiegen und wächst rasant. Bei der etablierten Konkurrenz sieht man den Rummel auch positiv. „Personio hat einen gewissen Hype in das Marktsegment gebracht. Dadurch wird sichtbar, wie attraktiv die Branche ist“, sagt Markus Schunk, CEO von HRworks.

Die Freiburger Firma wurde schon 1999 gegründet. Sie bietet kleinen Firmen unter anderem eine digitale Personalakte und zum Beispiel Lösungen für die Reisekostenabrechnung und die Zeiterfassung an. Nach der Übernahme durch Maguar Capital will HRworks Marktanteile gewinnen und mit der Finanzkraft des Investors im Rücken eine aktive Rolle bei der Konsolidierung des Marktes spielen. „Wir haben gerade begonnen, uns nach Zukäufen umzuschauen“, sagte Schunk.

HRworks ist laut Schunk auch im Corona-Jahr mit mehr als 30 Prozent gewachsen. Laut Branchenschätzungen dürfte der Umsatz bei einem signifikant zweistelligen Millionenbetrag liegen. „Wir wollen weiter deutlich schneller als der Markt wachsen.“ Corona wirke dabei als Treiber. „In den ersten vier Monaten haben wir den Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt.“

Der Markt ist nach Einschätzung von Experten riesig. 1,7 Millionen mittelständische Unternehmen gibt es in Europa, sehr viele nutzen noch keine spezielle Software für die Personalverwaltung. Viele Betriebe arbeiten noch immer mit Aktenordnern und Excel-Tabellen.

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    In der Coronakrise haben aber viele Firmen erkannt, dass sie stärker digitalisieren müssen. Laut einer KfW-Studie hat in der Pandemie jedes dritte mittelständische Unternehmen die Digitalisierung ausgeweitet. „Die Digitalisierung hat in Deutschland durch Corona einen Boost erhalten“, sagte Personio-CEO Hanno Renner beim Handelsblatt Innovation Summit.

    Markt groß genug für eine Reihe von Anbietern

    Personio hat die Aufmerksamkeit von Kunden und Investoren in den vergangenen Jahren auf dieses Segment gelenkt. Das Münchener Start-up hat eine Art Standardsoftware für die Personalverwaltung von kleinen und mittelständischen Betrieben entwickelt. Personio vermeldet hohe Wachstumsraten. Im vergangenen Jahr verdoppelte sich der Umsatz laut Branchenschätzungen auf einen höheren zweistelligen Millionenbetrag.

    CEO Renner will aus seinem Unternehmen eine Art SAP für Personaler machen. Bei der jüngsten Finanzierungsrunde hat Personio den Einhorn-Status erlangt.

    Der Markt entwickle sich erst und sei daher groß genug für eine Reihe von Anbietern, sagt HRworks-Chef Schunk. „Selbst Unternehmen mit 200 bis 300 Mitarbeitern sind oft noch erstaunlich wenig digitalisiert und brauchen Unterstützung.“ Die kleinen Unternehmen erledigten noch viel manuell. „Dabei wollen sie digitale Unterstützung – die wollen kein SAP.“ HRworks wolle keinen Bauchladen haben und auch keine „Abomodelle“ verkaufen. „Bei uns steht der Kundennutzen im Vordergrund.“

    Wer will, kann das vielleicht als kleinen Seitenhieb auf Personio verstehen, das sich öfter mit SAP vergleicht und sich vorstellen kann, eines Tages in den Dax einzuziehen.

    Schunk ist seit dem vergangenen Jahr erster externer Chef von Pionier HRworks. Gegründet wurde das Unternehmen mit inzwischen 1700 Kunden von Thomas Holzer. Dieser war Softwarespezialist. Wie bei vielen Gründungen standen lange Technologie und Kundenloyalität im Vordergrund, weniger Sales und Marketing.

    „Die Transition von einem Gründer zum professionellen externen Management ist oft schwierig“, weiß auch Schunk. Bei HRworks sei es aber gut gelungen. „HRworks lebte lange eher von Mundpropaganda“, drückt es Schunk aus.

    Der neue CEO soll nach der Übernahme durch Maguar jetzt also unter anderem Vertrieb und Marketing weiter professionalisieren. „Wir sind sehr beeindruckt von der Performance und der differenzierten Positionierung von HRworks im deutschen Mittelstandsmarkt“, sagte Maguar-Mitgründer Arno Poschik.

    Schunk war zuvor als Vorstand des Softwareunternehmens Definiens AG tätig, eines Medizin-Technologieanbieters im Bereich der Krebsdiagnostik. Zuvor war er CEO von Holtzbrinck Digital.

    Ob er doch ein wenig neidisch ist auf die Aufmerksamkeit, die Konkurrent Personio bekommt? „Neid ist ohnehin kein Wert für mich“, sagt Schunk. „Wir sind zudem superfokussiert auf uns und unsere Kunden.“

    Mehr: Handelsblatt Innovation Summit – Gründer verraten, wie Einhörner entstehen.

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