Piloten fehlen Ryanair streicht weitere Flüge

Die Personalprobleme des irischen Billigfliegers Ryanair sind offenbar noch größer als bisher bekannt. Nun streicht das Unternehmen weitere Flüge bis ins Frühjahr hinein. Hunderttausende Passagiere sind betroffen.
Update: 27.09.2017 - 15:35 Uhr Kommentieren

„Piloten sind sehr unzufrieden“ – Wird deshalb die meist genutzte Flugstrecke gestrichen?

DublinDie irische Billig-Airline Ryanair hat weitere Flugstreichungen bis in das nächste Frühjahr hinein angekündigt. Von November an würden 25 Maschinen der insgesamt 400 Maschinen starken Flotte weniger eingesetzt, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Dublin mit. Das werde zu einer Reihe von Änderungen im Flugplan führen, davon seien rund 400 000 Passagiere betroffen.

Gestrichen werden von November bis März laut Ryanair etwa 18 000 der 800 000 Flüge pro Jahr. Ab April werden dann insgesamt zehn Flugzeuge weniger eingesetzt. Ryanair kämpft derzeit mit erheblichen Planungsschwierigkeiten und einem Mangel an Reservepiloten.

Bei einer Aktionärsversammlung vor einer knappen Woche hatte der Chef der Airline, Michael O'Leary, sich für das Chaos im Flugbetrieb entschuldigt. Schuld seien unter anderem „schwere Managementfehler“ bei der Urlaubsplanung für die Besatzungen.

O'Leary kündigte damals Gehaltserhöhungen für Ryanair-Piloten von bis zu 10 000 Euro jährlich an verschiedenen Standorten an. Außerdem sollten Piloten der Fluggesellschaft ihren Urlaub teilweise aufs nächste Jahr verschieben, um weitere Flugstreichungen zu verhindern.

An einer Übernahme der italienischen Airline Alitalia haben die Iren allerdings kein Interesse mehr. Ryanair werde alle „Ablenkungen für das Management“ vermeiden, begonnen mit dem Interesse an Alitalia, teilte das irische Unternehmen mit. Die Alitalia-Sonderverwaltung sei darüber informiert worden, dass Ryanair keine Gebote mehr für die ehemalige Staatslinie abgeben werde.

Alitalia ist seit Jahren in der Krise und hatte im Mai Insolvenz angemeldet. Dies war bereits vor demselben Schritt bei Air Berlin geschehen, nachdem die gemeinsame Haupteignerin Etihad die finanzielle Unterstützung entzogen hatte.

Die Frist für verbindliche Angebote für Alitalia wurde zuletzt vom 2. auf den 16. Oktober verschoben. Laut früherer italienischer Medienberichte sollten rund zehn Bieter im Rennen sein, darunter der Ryanair-Konkurrent Easyjet.

  • dpa
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