Post und der Streik Verdi macht die Post zur Schnecke

Die Postler bleiben zu Hause und die Briefe auch? Verdi hat jetzt zum Dauerstreik bei der Post aufgerufen. Kommt jetzt nichts mehr an? Wer arbeitet noch? Worum geht es? Sechs Antworten auf die sechs wichtigsten Fragen.
5 Kommentare
Die Auswirkungen des von Verdi angekündigten Streiks dürften viele Verbraucher spüren. Quelle: dpa
Leerer Briefkasten

Die Auswirkungen des von Verdi angekündigten Streiks dürften viele Verbraucher spüren.

(Foto: dpa)

DüsseldorfBriefträger und Paketboten der Deutschen Post treten ab Montagnachmittag schrittweise in einen unbefristeten Streik. Das kündigte die Gewerkschaft Verdi in Berlin an. Die Post habe sich in sechs Verhandlungsrunden keinen Millimeter auf eine Lösung des Konflikts hinbewegt, sondern ein Angebot der Gewerkschaft ignoriert, erklärte Verdi-Vize Andrea Kocsis. „Wir müssen den Druck nun massiv erhöhen.“ Millionen Briefe und Pakete werden in den kommenden Tagen voraussichtlich wieder verspätet ankommen.

Die Post lehnt die Forderungen der Gewerkschaft ab. Diese leisteten keinen Beitrag zur Zukunftssicherung für Mitarbeiter und Unternehmen, begründete Personalchefin Melanie Kreis. Zudem bedeute der Verdi-Vorschlag eine Mehrbelastung von rund 300 Millionen Euro. Das sei „sogar eine spürbare Verschärfung unseres bestehenden Wettbewerbsnachteils“, erklärte Kreis. Die Post zahle doppelt so hohe Löhne wie die Wettbewerber.

Was bedeutet der Arbeitskampf für die Deutsche Post, die Gewerkschaft und die Verbraucher? Wir geben Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um den Streik.

Bleiben die Briefkästen nun leer?
Während bei den vergangenen Warnstreiks nur sechs Prozent der Briefe verspätet zugesellt wurden, ist bei dem angekündigten unbefristeten Warnstreik mit Schlimmerem zu rechnen. Den Transport von Paketen werden viele Online-Versender nun allerdings von Wettbewerbern wie Hermes, DPD oder UPS erledigen lassen.

Worum geht es bei dem Streik offiziell?
Im neuen Manteltarifvertrag, dessen Vorgänger am 31. März ausgelaufen ist, soll es nach dem Willen von Verdi 2,5 Stunden weniger Wochenarbeitszeit geben – bei vollständigem Lohnausgleich. Am 31. Mai lief zudem der Gehaltstarifvertrag aus. In der Neufassung fordert die Gewerkschaft 5,5 Prozent mehr Lohn. Zusammen käme dies einem Gehaltssprung von 12,5 Prozent gleich, hat die Post errechnet. Die zusätzlichen Belastungen wären 600 Millionen Euro im Jahr.

Reicht Verdis Streikmacht aus?
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Post und der Streik - Verdi macht die Post zur Schnecke

5 Kommentare zu "Post und der Streik: Verdi macht die Post zur Schnecke"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Es war in der Geschichte ja bisher immer so, wer am härtesten Arbeitet bekommt mitunter am wenigsten.
    Dann gibt es noch die, welche mit Geld Geld "verdienen" ect.
    Immer wieder in der Geschichte hat das am ende zum immer gleichen ergebniss geführt. Irgendwann können die, welche für ihren (und den "verdienst" anderer) Arbeiten müssen, die belastung nicht mehr tragen.
    Dann kommt was immer kam, Mord und Totschlag. Und wenn das erledigt war, begann das Spiel von neuem :-(
    Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, das wir in den letzten 2000 Jahren nicht wirklich etwas dazu gelernt haben.
    Aber wie gesagt, das problem liegt bei uns. Wenn jeder ! dem Paketboten für die lieferung 50 cent ! trinkgeld geben würde ( gerne auch mehr :-), wäre das ein echter Mehrwert.
    Dieses Geld ist steuerfrei ! Und wird in aller Regel vom Arbeiter in den Wirtschaftskreislauf gesteckt. Wo von am ende alle was haben.
    Also Leute, gebt Trinkgeld ! Dem Paketboten, dem Kellner, dem Friseur ect.
    Ein kleines Trinkgeld bringt keinen um !! Es ist gutes Geld. "In der Regel" Steuerfrei ;-) wird es in den Wirtschaftskreislauf zurück geführt.

  • Endlich packt mal einer den Stier bei den Hörnern,
    DANKE Herr Maus

    Wir müssen uns endlich von der Geiz ist Gail Mentalität lösen Qualität hat nunmal ihren Preis denn es kann keiner wirklich glauben dass z.B. ein Paket von München nach Hamburg wirklich nur 6,99 € kostet bei der enormen Logistik die dahinter steckt.
    Aber mal etwas anderes der Konzern - Chef Herr Appel sagt die Löhne bei der Post sind zu hoch ???
    Eben dieser Herr Appel hat eine Jahres Vergütung von 9,6 Mio. € ( gönnt sich mal eben ein PLUS von 21% )

    Rechnen wir mal nüchtern und betrachten was dabei rauskommt.

    9,6 Mio € / Jahr = 800000 € / Monat und wenn wir dann mal noch eine 60 Stunden Woche zugrunde legen also 240 Stunden pro Monat dann kommen wir auf einen Stundenvergütung von Rund 3335 € / Stunde.

    Also wer kassiert hier zuviel ???
    Und Herr Appel ist nur der Konzern Chef von den abgehobenen Vergütungen der anderen Manager in diesem Konzern ganz zu schweigen.

    Es wäre also schön wenn Wertschätzung und Wertschöpfung sich wieder die Waage halten würden, dann wäre vielleicht auch ein besserer Aktien Wert realisierbar.

    Also wie gesagt Qualität hat nunmal ihren Preis & Geiz ist Gail war gestern.

  • Das Problem sind wir ! Sie ich und all die anderen. Wir wollen alles Billig und sofort und dazu noch beste Qualität. Scheiß...
    Das dies nicht möglich ist ist für die meisten nicht zu verstehen.
    Das ist eine Kopf sache. Trinkgeld für den Paketboten der das 20Kilo Katzenstreu Paket ( ist ja neuerdings bequemer es zu bestellen, da muss man es nicht selber hochschleppen ) in den 4. Stock schleppt, Fehlanzeige. 50 cent ,das wär doch schon was. Aber nicht mal das !
    Geiz ist Geil. Man hat ja schließlich den Transport bezahlt. Die Geselschaft ist einfach Scheiß... geworden.
    Arbeit !! wird einfach nicht mehr richtig bewertet. Ich hoffe, das die Post AG einfach mal den Mut aufbringt, die Pakete deutlich teurer zu machen. Der jetzige Preis ist für das geleistete viel zu niedrig.UPS ist diesen Weg mit erfolg gegangen ! Qualität kostet halt.
    Zudem gibt es überhaupt keinen anderen weg mehr dem völlig ausaufernden "Paket Wahnsinn" in den Griff zu bekommen. Die gesamte Logistik arbeitet an der Leistungsgrenze, das Paket aufkommen jedoch steigt und steigt.
    Für menschen die noch nie einen Blick in den Paketversende ablauf werfen konnten, ist es nicht vorstellbar, was da abgeht.

  • Die Post streikt? Wäre mir jetzt gar nicht aufgefallen...(:

  • Oky, die Postbaln wirft man gerade auf den Abfall
    die normale Post wird dem in 10 Jahren folgen

    Bitte lieber Gott, habe ein Einsehen und lass die DB folgen

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%