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PostBot Deutsche Post entwickelt neue Zustellroboter

Der „PostBot“ hat vier Räder, ist 1,50 Meter hoch und kann erstaunlich viel tragen: Die Deutsche Post arbeitet an einem elektronischen Helfer für Zusteller.
Update: 20.11.2018 - 14:15 Uhr Kommentieren
PostBot: Deutsche Post entwickelt neue Zustellroboter Quelle: dpa
Deutsche Post testet Zustell-Roboter

Der elektrisch fahrende Helfer stoppt vor Hindernissen und kann Bordsteine überwinden.

(Foto: dpa)

Bonn Die Deutsche Post will nach einem in Deutschland einmaligen Test mit einem Begleitroboter im Zustelldienst das Projekt vorantreiben. „Wir arbeiten an der Entwicklung der nächsten Generation des Begleitroboters“, sagte ein Post-Sprecher in Frankfurt der Deutschen Presse-Agentur.

Vor rund einem Jahr hatte die Post einen sechswöchigen Praxistest im osthessischen Bad Hersfeld erfolgreich beendet und ein „sehr positives Fazit“ gezogen. Das Gerät habe sich als zuverlässig und sicher erwiesen. Der Roboter-Einsatz habe zudem wichtige Erkenntnisse gebracht. Es geht darum, wie die Mitarbeiter künftig noch stärker bei der körperlich anstrengenden Arbeit entlastet werden können.

Der „PostBOT“ ist ein vierrädriges, 1,50 Meter hohes Gefährt, das dem Zusteller auf Schritt und Tritt folgt. Er kann Postsendungen mit einem Gewicht von bis zu 150 Kilogramm tragen. Zudem stoppt der elektrisch fahrende Helfer vor Hindernissen und kann Bordsteine überwinden.

Nach dem Test in Hessen wurde der Roboter auf Messen und anderen Veranstaltungen präsentiert. Momentan werde der „PostBOT“ in Japan zu Demonstrationszwecken und zum Sammeln weiterer Erfahrungen in Zusammenarbeit mit namhaften Firmen verwendet. Einsatzorte sind Tokio, Yokohama, Sapporo und Fukuoka. Das Land sei technologiefreundlich. Zudem treffe man dort auf ähnliche örtliche Gegebenheiten wie in Deutschland, begründete der Sprecher.

Die Post betont, der Roboter sei keine Gefahr für Arbeitsplätze in Deutschland. Ziel sei es, den Mitarbeitern zu helfen und sie beim Umgang mit schweren Lasten zu unterstützen. Die Entlastung von anstrengender Arbeit begrüßte auch bereits die Gewerkschaft Verdi.

Genutzt werden könnte der Roboter auch in Verwaltungen. Die Stadt Bad Hersfeld testete auch einen „PostBOT“. „Der Einsatz war erfolgreich. Wir werden prüfen, ob und wie er zwischen Verwaltungsstandorten genutzt werden kann. Das wäre aber auch eine Frage des Preises.“

In der Industrie und der Logistik zum Beispiel sind Roboter längst angekommen. Beim weltgrößten Versandhändler Amazon kommen in neueren Warenlagern auch bereits Roboter zum Einsatz. Am Standort Winsen/Luhe etwa wurden Transport-Roboter erfolgreich erprobt, wie Amazon mitteilte.

  • dpa
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