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Quartalszahlen Deutsche Post wächst so stark wie nie – Auch UPS und Fedex profitieren vom Paketboom

Die Deutsche Post hat das beste Auftaktquartal aller Zeiten verzeichnet. Nach einem Gewinn- und Umsatzsprung hat der Konzern die Prognose für 2021 angehoben.
05.05.2021 - 11:15 Uhr Kommentieren
Im Vergleich zu 2020 hat die Post 8000 Stellen mehr geschaffen. Quelle: dpa
Hochbetrieb beim Post-Paketdienst

Im Vergleich zu 2020 hat die Post 8000 Stellen mehr geschaffen.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Die Deutsche Post wächst mitten in der Corona-Pandemie so stark wie nie. Wie der Bonner Dax-Konzern am Mittwoch mitteilte, legte der Umsatz im ersten Quartal 2021 gegenüber dem Vorjahr um rekordverdächtige 22 Prozent auf 18,86 Milliarden Euro zu. Treiber war nach wie vor das boomende Paketgeschäft, das bei den Erlösen 45 Prozent über dem Vorjahresniveau lag. Gleichzeitig übertrafen alle übrigen vier Konzernsparten das Vorjahresergebnis.

„Die Fokussierung auf den E-Commerce und der Ausbau unserer Logistiknetze haben sich ausgezahlt“, zeigte sich Finanzchefin Melanie Kreis erfreut. Zwar werde sich das Wachstum im Privatkundengeschäft im Laufe des Jahres auf hohem Niveau wieder normalisieren, einen zusätzlichen Schub verspreche man sich jedoch vom Handel mit den Geschäftskunden, der sich derzeit deutlich erhole.

So stieg nach vier Quartalen mit schrumpfenden Erlösen nun erstmals wieder das Transportvolumen in der Luft- und Seefracht um 18,8 beziehungsweise 8,8 Prozent. Auch die zeitkritische Expresszustellung, die 2020 allein durch die verstärkte Nachfrage von Privatkunden zulegte, verzeichnete im ersten Quartal 2021 ein Umsatzplus von zehn Prozent im B2B-Geschäft. Der B2C-Anteil, der vor der Pandemie nur einen geringen Stellenwert in der Expresssparte besaß, schaffte im Jahresvergleich allerdings ein noch deutlicheres Plus von 45 Prozent.

Der Betriebsgewinn des Konzerns vervierfachte sich im ersten Quartal 2021, wie bereits vor einem Monat bekanntgegeben, auf 1,9 Milliarden Euro. Der operative Cashflow fiel mit 1,2 Milliarden Euro sogar noch besser aus als im April angekündigt.

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    Deutsche Post verbessert den langfristigen Ausblick

    Angesichts der stürmischen Entwicklung schraubte der Konzern seine Ertragserwartungen abermals in die Höhe. Im laufenden Geschäftsjahr werde man voraussichtlich einen Ertrag vor Steuern und Zinsen (Ebit) von 6,7 Milliarden Euro einfahren, erklärte Kreis. Zuletzt war von „deutlich mehr als 5,6 Milliarden Euro“ die Rede gewesen. Statt der angekündigten 3,4 Milliarden werde man nun 3,8 Milliarden Euro ins Geschäft investieren. Unterm Strich erwarte der Vorstand dennoch einen freien Cashflow von drei Milliarden Euro – nachdem er zuvor die Marke von 2,3 Milliarden angepeilt hat.

    Auch der langfristige Ausblick verbesserte sich. Für 2023 sieht der Konzern einen Betriebsgewinn von mehr als sieben Milliarden Euro, eine Milliarde mehr als bislang verkündet. An freiem Cashflow sollen in den drei Jahren zwischen 2021 und 2023 neun Milliarden Euro zusammenkommen – auch dies ist ein Plus von 0,5 bis 1,5 Milliarden Euro gegenüber der bisherigen Prognose. Mit den elf Milliarden Euro, die der gelbe Riese in diesem Zeitraum in seine Netze investieren will, übertrifft er seine vorherigen Ankündigungen im selben Umfang.

    Auch UPS und Fedex profitieren vom Paketboom

    Die Analysten der US-Bank JP Morgan beließen die Einstufung für die Deutsche Post nach der Zahlenveröffentlichung auf „overweight“ mit einem Kursziel von 68,47 Euro. Die Ergebnisse der Bonner seien wie bereits vorab signalisiert sehr stark, schrieb Analyst Samuel Bland in einer ersten Reaktion. Der freie Mittelzufluss sei sogar noch besser als gedacht. Der Aktienkurs verbesserte sich am Morgen um 1,4 Prozent auf knapp 50 Euro und markierte einen Höchststand.

    Nicht nur die Post profitiert vom Paketboom. Der US-Konkurrent UPS steigerte im ersten Quartal seinen Umsatz sogar um 27 Prozent auf rund 22,9 Milliarden Dollar – und baute seinen Vorsprung vor dem Bonner Konzern damit aus. Das operative Ergebnis des Konzerns aus Atlanta war im Vergleich zum Vorjahresquartal um 158 Prozent auf 2,8 Milliarden Dollar in die Höhe geschossen. Auch der US-Rivale Fedex hatte zuletzt Zugewinne verbucht.

    Der Lockdown in der Coronakrise gibt dem Onlinehandel einen entscheidenden Schub. Immer mehr Verbraucher ordern ihre Waren im Internet, die Logistikkonzerne liefern diese aus. Gleichzeitig zieht der Welthandel wieder an, wie zuletzt schon die Geschäftszahlen des Post-Wettbewerbers Kühne + Nagel zeigten. Der Schweizer See- und Luftfrachtexperte hatte für das erste Quartal 2021 vergangene Woche einen Zuwachs von fast 23 Prozent gemeldet.

    Mit Agenturmaterial

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