Uber-App auf einem Smartphone

Der Fahrdienstvermittler könnte im kommenden Jahr an die Börse streben und investiert bereits aggressiv, um Anleger mit starkem Wachstum zu beeindrucken.

(Foto: Reuters)

Quartalszahlen Uber wächst stark und will sein Geld „noch aggressiver reinvestieren“

Der Fahrdienstvermittler kann seinen Umsatz deutlich steigern und setzt weiter auf Wachstum. Auch eine Reihe von Maßnahmen gab Uber am Mittwoch bekannt.
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New York, San FranciscoDer US-Fahrdienstvermittler Uber erfreut sich wachsender Beliebtheit. Die Buchungszahlen für Personenbeförderungen und Essens-Lieferungen stiegen im ersten Quartal um 55 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

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Dank des Zuwachses fuhr Uber einen Umsatz von insgesamt 11,3 Milliarden Dollar ein. Nach Abzug der Ausgaben für die Fahrer blieben dem Unternehmen Netto-Erlöse von 2,59 Milliarden US-Dollar – eine Steigerung um 70 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Verglichen mit den vorangegangenen drei Monaten betrug der Zuwachs demnach 7,5 Prozent.

Dank eines hohen Erlöses aus dem Verkauf der Geschäfte in Südostasien und Russland schaffte Uber, das normalerweise für rote Zahlen bekannt ist, sogar einen Quartalsgewinn von 2,46 Milliarden Dollar. Ohne den Sonderfaktor hätte es aber ein Minus von 550 Millionen Dollar gegeben. Im Vorjahr war ein Verlust von 847 Millionen angefallen.

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Uber ist bislang nicht an der Börse gelistet und deshalb nicht zu öffentlichen Finanzberichten verpflichtet. Die Quartalsergebnisse, die das kalifornische Unternehmen seinen Investoren zukommen lässt, dringen über US-Medien aber regelmäßig nach draußen.

Uber könnte im kommenden Jahr an die Börse streben und investiert bereits aggressiv, um Anleger mit starkem Wachstum zu beeindrucken. „Wir wollen unsere Überschüsse in diesem Jahr noch aggressiver reinvestieren“, teilte Uber-Chef Dara Khosrowshahi laut dem „Wall Street Journal“ mit.

Das Unternehmen kündigte am Mittwoch zudem eine Reihe von Maßnahmen an, die auch für künftige Anleger von Interesse sein könnten. Geplant ist etwa ein Aktienverkauf an Mitarbeiter und bestehende Investoren im Volumen von bis zu 600 Millionen Dollar an.

Zudem sollen rund 150.000 Uber-Fahrer in Deutschland und der EU ab Juni Versicherungsleistungen erhalten, wenn sie zum Beispiel krankheitsbedingt oder aufgrund der Geburt eines Kindes nicht hinters Steuer können. Laut dem „Wall Street Journal“ hat Uber für die Versicherung seiner europäischen Fahrer einen „Multimillionen-Dollar-Deal” mit dem französischen Versicherer Axa abgeschlossen.

Ebenfalls am Mittwoch gab Uber bekannt, keine selbstfahrenden Fahrzeuge mehr in Arizona einzusetzen. Mitte März wurde dort eine Frau in einem Vorort von Phoenix im Halbdunkeln von einem Uber-Geländewagen erfasst und dabei getötet.

Das Auto befand sich im Selbstfahrmodus. Hinter dem Steuer saß zwar eine Sicherheitsperson, doch in einem veröffentlichten Video sieht es so aus, als ob sie wenige Momente vor dem Zusammenstoß nach unten schaut. Arizonas Gouverneur Doug Doucey hatte danach die Lizenz für selbstfahrende Uber-Autos vorerst ausgesetzt.

Mit der Entscheidung zieht der Fahrdienstvermittler seine autonom fahrenden Autos komplett aus dem US-Bundesstaat ab. 300 aus Sicherheitsgründen eingesetzte Fahrer verlieren damit ihren Job.

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