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Regulierungswut EU verbannt Olivenöl-Kännchen von Restauranttischen

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Olivenöl häufig falsch deklariert
Panschen, Mischen, Täuschen - in vielen Olivenölen steckt nicht das, was dem Verbraucher versprochen wird. Quelle: gms

Panschen, Mischen, Täuschen - in vielen Olivenölen steckt nicht das, was dem Verbraucher versprochen wird.

(Foto: gms)

Auch die Europäische Agentur für Lebensmittelsicherheit (EFSA), so heißt es in dem Bericht der SZ, kennt keine Vorfälle aus jüngerer Vergangenheit. „Dass aber Gastronomen Markenflaschen der Güteklasse nativ extra mit Öl minderer Qualität auffüllen, kommt aber ohne Frage vor.“ Und auch Verbraucherschutzorganisationen beklagen immer wieder, dass auch die Olivenölfabrikanten Etikettenschwindel betreiben und minderwertiges Öl als extrafein verkaufen. Das haben Ende April auch Recherchen der Sendung „Markt“ im NDR ergeben. Demnach verfehlen mehrere Olivenöle im deutschen Handel die gesetzlichen Qualitätsstandards.

Stichprobenartig testeten die NDR-Reporter gängige Olivenöle aus deutschen Supermärkten und Discountern. Dabei wurden nur Öle mit der Bezeichnung „extra vergine“ ausgewählt. „Extra vergine“ steht laut EU-Olivenölverordnung für ein fehlerfreies und qualitativ besonders hochwertiges Öl.

Sowohl in Laboruntersuchungen als auch bei sensorischen Prüfungen wurde jedoch festgestellt, dass ein Drittel der vermeintlich hochwertigen Olivenöle die Anforderungen nicht erfüllt. Sie schmeckten zum Teil ranzig und alt. Die Prüfer bescheinigten ihnen nur eine sehr kurze Haltbarkeit.

Die durchgefallenen Öle entsprächen nicht mehr der Qualität „extra vergine“ und dürften unter dieser Bezeichnung nicht mehr verkauft werden, so die Meinung der Prüfer. Durchgefallen sind in der Untersuchung Olivenöle mit der Bezeichnung folgender Hersteller: Alnatura, Aro, Dalla Quercia, Horeca, Sasso, Rapunzel. Auf NDR-Anfrage reagierten die Hersteller ähnlich zurückweisend: Alnatura kann die Vorwürfe nicht nachvollziehen. Die Metro-Gruppe verwies für ihre Öle von Aro und Horeca auf eigene Analysen, die eine korrekte Kennzeichnung als „extra vergine“ bestätigt hätten. Ähnlich äußerte sich Sasso. Rapunzel erklärte, das Öl sei in einwandfreiem Zustand an den Fachhandel ausgeliefert worden. Dalla Quercio antwortete gar nicht.

Nach Meinung des Hagener Lebensmittelchemikers Christian Gertz sind zu lasche Kontrollen schuld am Etikettenschwindel. Mittlerweile tragen fast alle Olivenöle im deutschen Handel die Bezeichnung „extra vergine“.

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102 Kommentare zu "Regulierungswut: EU verbannt Olivenöl-Kännchen von Restauranttischen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Ist dieser Quatsch inzwischen rechtswirksam ?

    Sir Davi

  • btw
    Rein sachlich mag das gerechtfertigt sein mit dem offenen Olivenöl. Es könnte ja jemand hineinspucken, hineinpi..en oder es komplett durch irgendetwas Anderes austauschen und der nächste Gast verschluckt es... Was spricht dann aber dagegen, auch offene Salz- Pfeffer, Tabasco- oder sonstige Gefäße auf Restauranttischen zu verbieten??
    Oder die berühmten 10l- Senf- und Ketchup- Eimer an Würstchenbuden?
    Aber... worum es hier geht ist die Tatsache, daß die sog. "EU" sich um Dinge kümmert, die jahrhundertelang kein Thema waren. Die erfinden Probleme, die es vorher nicht gab, um ihre völlig nutzlose, unwerte Existenz zu rechtfertigen. Und DAS braucht wirklich niemand!

  • "Eine Partei wie AfD wird diese Aufgabe nicht bewältigen!"

    Woher wollen SIE das wissen?
    SPD-Sympathisant? Bezahlter Troll?
    Bisher haben jahrzehntelang nur alle Anderen gezeigt, daß sie es nicht können!
    Geben wir denen doch erst mal eine Chance!

  • "Zuckerspender bzw. Zuckerdosen sind in Italien längst verboten, es gibt nur noch Zuckerbeutel. "

    Jep, hat mir gestern abend mein Stammbarbesitzer auch gesagt. Über diese Schlagzeile lächeln die eigentlich nur noch, alles schon längst abgehandelt.
    Man sollte auch schauen welche Gruppe in der EU das "verbrochen" hat, die Arbeitsgruppe zur Imagepflege des Olivenöls.
    Es gibt aus und von der EU eigentlich tatsächlich Dinge über die man als Handelsblatt mehr berichten könnte als schon lange gegessenen Käse.

  • Zuckerspender bzw. Zuckerdosen sind in Italien längst verboten, es gibt nur noch Zuckerbeutel.

  • Seit dem 12. März 2006 ist es in Italien nicht mehr gestattet die früher üblichen "Ölkännchen" im Restaurant zu verwenden. Die Behälter müssen Etiketten tragen, die sämtliche Angaben über Qualität, Hersteller, Abfüller, Menge, Haltbarkeit usw. beinhalten.

  • Jedes Land das in die EU geht braucht einen oder mehrere Beamter und Kommisare. Dies ist nötig um den Proporz zu wahren. Abgeschafft werden keine Posten sonder nur neue geschaffen.

    Da sitzt dann ein neuer EU - Beamter, bewsser bezahlt als die4 Kanzlerin mit Sekretärin Chaufeur und großem Dientzimmer aber ohne Arbeit und Aufgabenbereich. Der beginnt dann zu arbeiten. Er sucht sich ein Gebiet heraus in dem er sich auskennt und meint etwas verbessern zu müssen.

    Krümmung der Banane, Gurke,
    Glühbirnenverordnung,
    Öl-, Essig- und Salzverordnung in Gaststätten.

    Der Sitzt dann da und arbeitet was aus was völliger Schwachsinn ist jeden nur stört ihm aber Arbeit bringt.

    Sollten wir nicht auch die BRD auflösen. Also jedes Bundesland wird selbständig und geht dann in die EU und Nato. Dann haben wir Geld gespart. Das was unsere Regierung in Berlin macht.

    Also ich bin für ein unabhängiges Baden, Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, etc..

  • Die Spanier hier haben sich eins gelacht.
    Steht sowieso kaum noch auf dem Tisch, sondern wers braucht, holt sichs.

    http://ec.europa.eu/citizens-initiative/public/welcome

  • 9€wN1D
    WBusch
    Bei den Kleingeistern in Bruessel sind die Deutschen in der Mehrheit!
    Die Deppen sind also sicher nicht die "Andern"!
    Regelungswut ist reindeutsch und sicher nichts Ausserdeutsches!

  • Zitat : EU verbannt Olivenöl-Kännchen von Restauranttischen

    - was passiert, wenn Luigi, Pedro, Janluc, Dimitros, Ivan, Hans.....etc., diese Verordnung ignorieren ? Aus Liebe zu ihren Kunden ?

    - Hat die EU schon einen Sanktionsplan verabschiedet ?

    - wer kontrolliert die Durchführung ?

    - ist die Finanzierung des ganzen schon geklärt ?

    - sind die Gefängnisse für die Verurteilten vorbereitet ?

    - können die Verweigerer auch rehabilitiert werden ?

    - sind die Tagessätze schon festgesetzt ?


    Ich glaube, die EU hat in der Angelegenheit noch die nächsten 10 Jahre zu tun...? Bei Diäten von 16.000 € mtl. und Pensionsansprüchen von 4.500 € mtl. !Bei 50.000 Mitgliedern !

    TRAUMJOB !

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