Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Reisekonzern Tui nimmt erste Hürde für Staatshilfe in Milliardenhöhe

Die Bundesregierung sagt dem Reisekonzern einen KfW-Kredit in Höhe von 1,8 Milliarden Euro zu. Allerdings müssen Tuis Geschäftsbanken für 20 Prozent des Kredits bürgen.
28.03.2020 - 19:39 Uhr Kommentieren
Der Konzern soll einen Kredit wegen der Umsatzeinbrüche in der Coronakrise bekommen. Quelle: dpa
Tui

Der Konzern soll einen Kredit wegen der Umsatzeinbrüche in der Coronakrise bekommen.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Der durch die Coronakrise in Finanznöte geratener Reisekonzern Tui nimmt die erste Hürde für den beantragten Überbrückungskredit. Die Bundesregierung 1,8 Milliarden Euro an Geldern zugesagt, die von der staatlichen Förderbank KfW kommen sollen, teilte das Unternehmen an diesem Freitagnachmittag mitteilte.

Am Ziel sind die Hannoveraner damit allerdings noch nicht. Wie ein KfW-Sprecher erklärte, wird der staatliche Kredit nur dann zur Verfügung gestellt, wenn Tuis Geschäftsbanken für 20 Prozent der Kreditsumme bürgen. Rechnerisch erhöht sich ihr mögliches Risiko damit um 360 Millionen Euro.

Bislang gewähren sie dem größten deutschen Reiseunternehmen einen Verfügungsrahmen von 1,75 Milliarden Euro – und zwar in einem Konsortium. Dieses hat sich allerdings die Möglichkeit einräumen lassen, die ausgezahlten Kredite zurückzufordern, sobald die Nettofinanzverschuldung das Dreifache des Betriebsgewinns (Ebitda) überschreitet. Durch den zusätzlichen, 1,8 Milliarden Euro schweren KfW-Kredit wäre das angesichts des Geschäftsrückgangs voraussichtlich der Fall. Die Einhaltung der Kreditbedingungen wird (Covenants) halbjährlich geprüft.

Die Gespräche mit den Banken seien angelaufen und würden nach der heutigen Entscheidung fortgesetzt, teilte Tui mit. Zu einer der Bedingungen des Überbrückungskredits gehöre, dass der an Londons Börse gelisteter Konzern während der Laufzeit auf Dividendenzahlungen verzichtet.

„Unser Dank gilt der deutschen Bundesregierung, dem deutschen Bundestag, der Niedersächsischen Landesregierung und der KfW“, erklärte Vorstandschef Fritz Joussen in einer ersten Stellungnahme.

Mit dem Überbrückungskredit will der Konzern sicherstellen, dass der zunächst bis Ende April ausgesetzte Betrieb nach der Pandemie wieder aufgenommen werden kann. Der Konzern musste Mitte März nach Reisebeschränkungen und Reisewarnungen fast aller Länder seine Urlaubsangebote, einschließlich Pauschalreisen, Kreuzfahrten und Hotelbetrieb bis auf weiteres aussetzen.

Mehr: Verfolgen Sie die aktuellen Entwicklungen in der Coronakrise in unserem Newsblog.

Startseite
Mehr zu: Reisekonzern - Tui nimmt erste Hürde für Staatshilfe in Milliardenhöhe
0 Kommentare zu "Reisekonzern: Tui nimmt erste Hürde für Staatshilfe in Milliardenhöhe"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%