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Reisekonzern Tui sucht Partner für das Airline-Geschäft

Firmenchef Fritz Joussen will die teuren Flugzeuge als Anlagegüter aus der Tui-Konzernbilanz entfernen. Vorbild könnte die eigene Kreuzfahrt-Sparte sein.
05.08.2020 - 11:29 Uhr Kommentieren
Firmenchef Fritz Joussen hat das Ziel ausgegeben, die teuren Flugzeuge als Anlagegüter aus der Tui-Konzernbilanz zu entfernen. Quelle: dpa
Tuifly-Maschinen

Firmenchef Fritz Joussen hat das Ziel ausgegeben, die teuren Flugzeuge als Anlagegüter aus der Tui-Konzernbilanz zu entfernen.

(Foto: dpa)

Frankfurt, Hannover Der von der Coronakrise schwer getroffene Reisekonzern Tui sucht einen Partner für sein Airline-Geschäft. Im Interview mit der „Börsen-Zeitung“ (Mittwoch) hat Firmenchef Fritz Joussen das Ziel ausgegeben, die teuren Flugzeuge als Anlagegüter aus der Tui-Konzernbilanz zu entfernen. Tui brauche zwar Zugriff auf Airline-Kapazität, was aber nicht zwangsläufig bedeute, dass die Flugzeuge auf der Bilanz sein müssten, erklärte der Vorstandschef.

Joussen äußerte sich nicht konkret zu möglichen gesellschaftsrechtlichen Konstruktionen einer künftigen Airline. Er schloss aber aus, die Flugzeuge künftig nur noch zu leasen. Modell könnte daher die Kreuzfahrt-Sparte stehen, bei der Tui ihre Schiffe in ein Joint Venture mit Royal Caribbean eingebracht hat.

„Die neue Tui wird weniger Assets auf der Bilanz haben als heute. Diese werden sich mehr in den At-Equity-Gesellschaften befinden“, sagte Joussen. Der Konzern könne so – also durch Minderheitenbeteiligungen – seine Risiken verringern.

Seine europäische Flugzeugflotte will der Konzern von derzeit rund 150 Maschinen deutlich verkleinern. Die deutsche Teilgesellschaft Tuifly soll von 39 auf 17 Maschinen schrumpfen, auch in Schweden und England werden Flugzeuge stillgelegt, bestätigte der Tui-Chef.

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    Tui brauche „auf jeden Fall“ eine eigene Fluggesellschaft, um sich nicht abhängig zu machen und touristische Zielgebiete wie zuletzt die Kapverden selbst erschließen zu können. Die Flotte müsse aber entsprechend dem Trend in der Branche schrumpfen auf eine „strategische“ Größe. „In der aktuellen Marktsituation sollte die eigene Flugzeugflotte nicht größer sein als der Bedarf unserer Reiseveranstalter für den nachfrageschwächeren Winter“, sagte Joussen. Bei steigendem Bedarf im Sommer könne zusätzliche Kapazität am Markt eingekauft werden.

    „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, mit unserer Größe, Kostenstruktur und unserer Technik im Airline-Bereich auch partnerfähig zu werden“, erklärte Joussen. Zu einer möglichen Partnerschaft mit dem angeschlagenen Ferienflieger Condor äußerte sich der Tui-Chef nicht.

    Condor befindet sich derzeit in einem Schutzschirmverfahren und will nach überstandener Coronakrise einen neuen Investor finden. Laut Medienberichten wird im politischen Raum über eine gemeinsame Zukunft der Ferienflieger nachgedacht.

    Zum laufenden Geschäft, über das Tui am 13. August berichtet, erklärte Joussen, es könne gut sein, dass der Sommer „operativ fast Cash-positiv“ abschließe. Anzeichen für eine Erholung sieht Tui für das kommende Jahr. Die Buchungslage für den Sommer 2021 sei bei Reisen und Kreuzfahrttouren überdurchschnittlich und sehr gut. „Im nächsten Jahr richten wir unseren Fokus wieder auf die Profitabilität. 2022 gehe ich von einem normalen Geschäft aus.“ Das Vertrauen der Großaktionäre in Tui sei ungebrochen.

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    • dpa
    • rtr
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