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Reiseveranstalter Griechenland-Boom stärkt Erholung von Thomas Cook

Bei Europas zweitgrößtem Reiseveranstalter Thomas Cook deutet alles auf eine weitere Entspannung der finanziellen Situation hin. Vor allem das starke Griechenland-Geschäft trägt zur Erholung des Unternehmens bei.
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Europas zweitgrößter Reiseveranstalter erholt sich wieder – vor allem dank des guten Griechenland-Geschäfts. Quelle: Reuters
Thomas Cook

Europas zweitgrößter Reiseveranstalter erholt sich wieder – vor allem dank des guten Griechenland-Geschäfts.

(Foto: Reuters)

London Eine starke Nachfrage nach Sommerurlauben vor allem in Griechenland hebt die Stimmung bei Europas zweitgrößtem Reiseveranstalter Thomas Cook. Konzernweit lägen die Buchungen für den Sommer derzeit zwölf Prozent höher als vor einem Jahr, teilte das Unternehmen mit Marken wie Neckermann Reisen und der Fluglinie Condor am Donnerstag in London mit. Ende März hatte das Plus noch zehn Prozent betragen.

Zuletzt seien vor allem Griechenland-Reisen gefragt gewesen, während der Buchungsschub für die spanischen Inseln nachlasse, berichtete Thomas-Cook-Chef Peter Fankhauser. Aber auch das Interesse an Türkei-Urlauben habe wieder zugenommen, die Nachfrage liege hier nun immerhin auf dem Niveau von 2016. Die Buchungen waren nach den Terroranschlägen und dem Putschversuch zunächst kräftig eingebrochen. Mit seiner Marke Öger Tours ist Thomas Cook in diesem Bereich besonders stark vertreten.

Insgesamt konnte Fankhauser im Veranstaltergeschäft bisher höhere Preise durchsetzen. In Kontinentaleuropa mit Deutschland als größtem Markt geben die Kunden für ihre Sommerurlaube im Schnitt etwa so viel aus wie vor einem Jahr. Die Buchungen liegen hier bisher 15 Prozent höher – vor allem dank der deutschen Kunden.

Im Winterhalbjahr bis Ende März blieb Thomas Cook wie für die Saison üblich deutlich in den roten Zahlen. Der Umsatz legte zwar getrieben vom schwachen britischen Pfund um zwölf Prozent auf 2,99 Milliarden Pfund (3,5 Mrd. Euro) zu. Der um Sonderposten bereinigte operative Verlust (Ebit) weitete sich aber um neun Prozent auf 177 Millionen Pfund aus. Unterm Strich wuchs das Minus um zwei auf 267 Millionen Pfund. Reiseveranstalter fahren im Winter in der Regel Verluste ein. Ihre Gewinne erzielen sie in der Hauptreisezeit im Sommer.

  • dpa
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