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USA

Uber will mit der Anstellung eines ehemaligen US-Sicherheitsbeauftragten sein Image aufbessern.

(Foto: Reuters)

Roboter-Autos Früherer US-Sicherheitsbeamter wird Ubers neuer Chef für autonomes Fahren

Nach einem tödlichen Unfall mit einem selbstfahrenden Auto rückt Uber das Thema Sicherheit in den Vordergrund. Der Ex-Regierungsbeamte Nat Beuse soll das Image verbessern.
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New YorkUbers Drang, im Rennen um selbstfahrende Autos die Nase vorn zu haben, hat ein tödlicher Unfall gebremst. Ein ehemaliger Regierungsbeamter der National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) soll nun das Image des Unternehmen aufpolieren – und für mehr Sicherheit sorgen.

Nat Beuse wird künftig Ubers Team für autonomes Fahren leiten, gab der Mobilitätsdienst am Montag bekannt. „Ubers Ansatz für selbstfahrende Fahrzeuge ist eine Chance, diese revolutionäre Technologie, mit der ich mich in den letzten Jahren viel beschäftigt habe, grundlegend zu verbessern“, sagte Beuse in einer Erklärung. „Mir ist klar, dass das Team hier der Sicherheit Priorität einräumt.“

Im November hatte Uber den US-Staat Pennsylvania um Erlaubnis gebeten, Tests mit selbstfahrenden Autos auf öffentlichen Straßen wieder zuzulassen. Das Unternehmen begründete den Antrag damit, dass die Software für autonome Fahrzeuge in den über sieben Monaten nach einem tödlichen Unfall in Arizona stark verbessert worden sei. Laut einer Sprecherin wartet Uber immer noch auf Zustimmung.

Kalifornien hat deutlich strengere Regeln für Roboterwagen als andere US-Staaten und sieht diverse Auflagen für den Betrieb von Wagen ohne Sicherheitsfahrer auf öffentlichen Straßen vor.

Uber hatte angekündigt, Tests mit zwei Mitarbeitern auf dem Vordersitz fortsetzen zu wollen. Zudem sollten die Sicherheitsmitarbeiter strenger überwacht werden.

Bei dem Unfall in der Stadt Tempe im US-Bundesstaat Arizona war im März eine 49-jährige Fußgängerin ums Leben gekommen. Das Fahrzeug, das autonom mit einem Sicherheitsfahrer am Steuer unterwegs war, hatte die Frau erfasst, als sie über die Fahrbahn lief. Es war der erste Unfalltod, der auf ein selbstfahrendes Fahrzeug zurückgeführt wurde, und damit ein Rückschlag für die Branche.

Beuse ist nicht der erste Sicherheits-Experte, der von Unternehmen mit Ambitionen auf die Vormachtstellung im Bereich autonomes Fahren eingestellt wurde. Im Jahr 2017 beauftragte General Motors den leitenden Anwalt von NHTSA, Paul Hemmersbaugh, mit der Überwachung der rechtlichen und politischen Arbeit bei automatisierten Fahrzeugen.

Vergangene Woche gab Googles Schwesterfirma Waymo bekannt, die ehemalige Vorsitzende des National Transportation Safety Board, Debbie Hersman, als Leiterin der Sicherheitsabteilung eingestellt zu haben. Waymo sagte, Hersman werde „das Design und die Verbesserung unseres Produktsicherheitsprogramms beaufsichtigen“.

Ende Oktober wurde bekannt, dass Waymo Roboter-Autos ohne Sicherheitsfahrer auf öffentliche Straßen in Kalifornien schicken darf – eine Premiere. Die Fahrzeuge sollen zunächst rund um die Zentralen von Google und Waymo in Mountain View und Palo Alto unterwegs sein.

Im benachbarten Arizona mit seiner etwas lockereren Regulierung hält Waymo bereits eine Erlaubnis zum Fahren ohne einen Menschen am Steuer. In dem Bundesstaat baut die Firma gerade einen Robotertaxi-Service für Einwohner eines Vororts der Stadt Phoenix auf.

Im Oktober gab NHTSA bekannt, die Sicherheitsregeln zu überarbeiten, die bisher Roboterwagen ohne mitfahrende Sicherheitskontrolleure auf den Straßen einschränken.

Mit Material von Reuters

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