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Rücktritt von Bilfinger-Chef Utnegaard „Es ist schon wieder Not am Mann“

Nach nur elf Monaten im Amt nimmt Bilfinger-Chef Per Utnegaard völlig überraschend seinen Hut. Marc Gabriel, Analyst beim Bankhaus Lampe, schätzt im Interview die Lage bei dem angeschlagenen Konzern ein.
13.04.2016 - 12:37 Uhr
Der Konzern steckt schon wieder in einer Führungskrise. Quelle: dpa
Bilfinger-Zentrale in Mannheim

Der Konzern steckt schon wieder in einer Führungskrise.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Weniger als ein Jahr nach seinem Amtsantritt wirft Vorstandschef Per Utnegaard beim kriselnden Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger das Handtuch. Der Norweger scheidet aus persönlichen Gründen zum 30. April aus, wie das Unternehmen am Mittwoch in Mannheim mitteilte. Ein weiterer Donnerschlag bei dem MDax-Konzern, der mitten im Umbau steckt. Marc Gabriel, Analyst beim Bankhaus Lampe, schätzt im Interview die Lage bei dem angeschlagenen Konzern ein.

Herr Gabriel, als Analyst beobachten Sie das Geschehen bei Bilfinger ganz genau. Hat Sie der Rücktritt von Per Utnegaard überrascht?
Ja, der Rücktritt hat mich überrascht. Vor allem deshalb, weil Utnegaard als der große Macher angetreten ist, der die Sache in Mannheim drehen soll. Und zumindest am Anfang hat er ja auch einen guten Eindruck gemacht.

Was, meinen Sie, ist der wahre Grund für den Rücktritt?
Da ist den Spekulationen Tür und Tor geöffnet. Ich kenne keine Hintergründe, aber vielleicht ist ja wirklich aus persönlichen Gründen zurückgetreten.

Meinen Sie, es gab Streit zwischen Utnegaard und dem Großinvestor Cevian?
Ja, die Vermutung kommt auf, dass beide Parteien eventuell nicht mehr in der gleichen Richtung unterwegs waren.

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    Wie geht es jetzt weiter in Mannheim?
    Tja, es ist schon wieder Not am Mann. Die Suche nach einem adäquaten Nachfolger wird sich hinziehen. Es hatte ja auch lang gedauert, bis der Konzern Per Utnegaard gefunden hatte.

    Soll der Konzern jetzt also zerschlagen werden?
    Das würde ich nicht empfehlen. Jetzt gibt es einen Bereich, der gut funktioniert und einen der schlecht performt. Ich weiß nicht, ob dem Konzern langfristig geholfen ist, wenn man nur den schlechten Teil behält.

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