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Samih Sawiris Ägypter übernimmt Mehrheit an FTI Touristik

Samih Sawiris stockt seine Beteiligung am Urlaubskonzern auf 75,1 Prozent auf. Das Kartellamt hat dem Plan des Milliardärs zugestimmt.
16.04.2020 - 11:35 Uhr Kommentieren
Der Unternehmer hält nun die Mehrheit an FTI Touristik. Quelle: FTI Germany
Samih Sawiris

Der Unternehmer hält nun die Mehrheit an FTI Touristik.

(Foto: FTI Germany)

Düsseldorf Schon die Pleite von Thomas Cook im September nutzte der in Kairo geborene Milliardär Samih Sawiris, um sich durch den Erwerb des Franchise-Vertriebs Hunderte an deutschen Reisebüros zu sichern.

Nun schlägt der 63-Jährige innerhalb eines halben Jahres zum zweiten Mal in Deutschland zu: Wie die Münchener FTI Group am Donnerstagmorgen bestätigte, übernimmt Sawiris dort mit 75,1 Prozent die Mehrheit. Das Kartellamt habe dem Plan, über den das Handelsblatt bereits berichtete, zugestimmt.

Bereits im Oktober 2014 war Sawiris dem finanzschwachen Unternehmen mit einer Beteiligung von 33,7 Prozent zur Hilfe geeilt, später kaufte er dem bayerischen Familienkonzern zudem den Urlaubssender „Sonnenklar.TV“ ab.

Mit der Kapitalaufstockung verlieren nun Firmengründer Dietmar Gunz und dessen Ehefrau Roula Jouny ihre Mehrheit. Der Geschäftsführung aber bleiben sie erhalten, ebenso wie Ralph Schiller, Carsten Becker und Andreas Eickelkamp.

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    Auch diesmal gleicht das Finanzengagement des Ägypters, das über eine Kapitalerhöhung läuft, einer Rettung. Das vor wenigen Tagen eingefädelte Hilfspaket, an dem sich der Bund, das Land Bayern und die Hausbank Unicredit beteiligen, erforderte nämlich ein finanzielles Engagement der Gesellschafter. „Dieses ‚Corona-Finanzierungspaket‘ wäre ohne das finanzielle Engagement unseres Partners Sawiris und der damit verbundenen Erhöhung des Eigenkapitals nicht möglich gewesen“, bestätigte Gunz.

    Zwar sind beide Eigentümerfamilien eng befreundet – die zwei Ehefrauen betreiben in Ägypten sogar eine gemeinsame Textilmanufaktur. Mit der Mehrheitsübernahme von FTI verfolgt Sawiris jedoch auch eigene strategische Ziele.

    Über seine Schweizer Orascom Development Holding besitzt er 33 Hotels und mehrere Urlaubsdörfer, vorzugsweise in Ägypten („El Gouna“), aber auch in Montenegro („Lusica Bay“) und der Schweiz („Andermatt Swiss Alps“). Der Münchener Reiseveranstalter FTI soll dabei helfen, die eigenen Urlaubskapazitäten auszulasten.

    Schon kurz nach der Terrorkrise in Ägypten hatte sich dies für Sawiris, obwohl er lediglich ein Drittel an FTI hielt, durch steigende Buchungszahlen ausgezahlt.

    Mehr: Kartellamt ermöglicht Tui weiteren Verkauf von Pauschalreisen.

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