Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Steigende Mietpreise Palma de Mallorca sagt Airbnb und Co. den Kampf an

Palmas Bewohner protestierten gegen rasant steigende Mietpreise. Der Bürgermeister will nun Vermietungen via Airbnb und Co. in der Stadt verbieten.
Kommentieren
Die mallorquinische Hauptstadt ist nicht die einzige Stadt, die gegen Vermittler wie Airbnb und Wimdu vorgeht. Quelle: dpa
Palma de Mallorca

Die mallorquinische Hauptstadt ist nicht die einzige Stadt, die gegen Vermittler wie Airbnb und Wimdu vorgeht.

(Foto: dpa)

Düsseldorf/Palma de MallorcaRückschlag für Airbnb, Wimdu und Co: In Palma de Mallorca, der Hauptstadt der Balearen-Insel, dürfen Eigentümer demnächst ihre Wohnungen nicht mehr über die Unterkunftsvermittler an Touristen vermieten. Eine entsprechende Verordnung wurde von der linken Stadtregierung am späten Montagabend bekanntgegeben. Bürgerinitiativen hatten sie dazu aufgefordert.

Einfamilienhäuser dürften zwar weiterhin vermittelt werden, jedoch nur mit Einschränkungen: Die Gebäude dürfen nicht in der Nähe des Flughafens, in Gewerbegebieten oder auf geschütztem ländlichen Boden stehen. Die Pläne müssen noch vom Stadtrat gebilligt werden. Das gilt aber als Formsache, so dass die Neuregelung im Juni oder Juli in Kraft treten dürfte.

Das Verbot beschränkt sich nur auf die Inselhauptstadt. Außerhalb von Palma dürfen weiterhin Zimmer und Wohnungen über Airbnb und andere Anbieter vermietet werden.

Ein Grund für die Entscheidung sind die steigenden Mieten in der Stadt, gegen die Einheimische im vergangenen Jahr protestierten: Die Mietpreise in Palma sind in den vergangenen fünf Jahren um 40 Prozent gestiegen. Vermittlern von Ferienwohnungen wird immer wieder vorgeworfen, mit seinem Geschäftsmodell Mietwohnungen für Einheimische vom Markt zu nehmen und dadurch die Mietpreise in die Höhe zu treiben.

Palmas Bürgermeister Antoni Noguera zeigte sich überzeugt, dass die Entscheidung auch für andere Regionen zum Vorbild werden könne und dass andere Städte verstehen würden, „dass das Gleichgewicht der Schlüssel ist“.

Nach Angaben der spanischen Zeitung „El País“ stehen in Palma derzeit 11.000 Touristenwohnungen zu Verfügung, von denen jedoch lediglich 645 eine Lizenz haben. Die Zahl ist bereits gesunken, nachdem im August des vergangenen Jahres die Ferienvermietung von Wohnungen bereits stark eingeschränkt wurde – davor hatten Urlauber mehr als 20.000 Privatwohnungen zur Auswahl.

Die Vermietung von Wohnungen in Mehrfamilienhäusern an Urlauber ist in Palma zwar schon jetzt untersagt, das Verbot wird in der Praxis bisher aber kaum beachtet. Man habe nun „die Möglichkeiten der Sanktionen und der Kontrollen deutlich verstärkt“, sagte Baudezernent José Hila.

Palma de Mallorca ist nicht die einzige Stadt, die gegen Vermittler wie Airbnb und Wimdu vorgeht. So wirft Paris den beiden Anbietern vor Gericht vor, die Regeln für die kurzzeitige Vermietung möblierter Wohnräume an Touristen nicht einzuhalten. Privatleute hätten ohne die erforderliche Registriernummer ihre Immobilien vermietet. In einem ähnlichen Fall mussten kürzlich zwei Airbnb-Gastgeber in Singapur empfindliche Bußgelder zahlen.

Auch Amsterdam hat Anfang des Jahres die Regeln für den Dienstleister verschärft. Bürger sollen ihre Wohnung ab 2019 nur noch höchstens für 30 Tage im Jahr an Touristen vermieten dürfen. In Berlin dürfen Bürger ihre Wohnungen ab Mai zwar zeitlich unbegrenzt per Airbnb vermieten, brauchen dafür jedoch eine Genehmigung vom zuständigen Bezirksamt.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
  • pal
  • dpa
Startseite

Mehr zu: Steigende Mietpreise - Palma de Mallorca sagt Airbnb und Co. den Kampf an

0 Kommentare zu "Steigende Mietpreise: Palma de Mallorca sagt Airbnb und Co. den Kampf an"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote