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Tankstellen im Wandel Der Supermarkt mit Zapfsäule

Ob Mini-Rewe neben der Zapfsäule oder Drive-In-Schalter für bequeme Kunden: Tankstellen ändern ihr Gesicht. Benzin wird immer mehr zur Nebensache. Was sich die Branche für das Shop-Geschäft ausdenkt.
22.07.2015 - 10:39 Uhr Kommentieren
Das Geschäft mit Benzin wird für die Betreiber zur Nebensache.
Westfalen-Tankstelle

Das Geschäft mit Benzin wird für die Betreiber zur Nebensache.

Düsseldorf Noch bequemer geht es nicht: Der Autofahrer muss zum Einkaufen nicht einmal mehr sein Fahrzeug verlassen. Die neue Tankstelle der Westfalen AG bietet einen Drive-in-Schalter. Mit dieser Idee beschreitet die Gruppe aus Münster ganz neue Wege im Tankstellengeschäft. Das Beispiel könnte in der umtriebigen Branche Nachahmer finden.

Die Tankstelle in Münster-Amelsbüren ist erst seit Dezember in Betrieb. Noch steht der in Deutschland einmalige Drive-in-Schalter für Tankstellen-Shop und Gastronomie also ganz am Anfang. „Es wird ein Erfolg“, ist sich aber schon heute Westfalen-Vertriebsvorstand Reiner Ropohl sicher. „An einigen Tagen hat es schon 100 Kunden an dem Schalter gegeben.“ Über den Schalter können die Autofahrer direkt vom Auto aus nahezu das gesamte Sortiment aus Compact-Markt und Bistro ordern. Nach kurzer Zeit erhalte er seine Bestellung sicher verpackt, ohne sein Fahrzeug verlassen zu müssen. Gut möglich, dass das Konzept auch an anderen der 260 Westfalen-Stationen eingeführt wird.

Neue Wege im Tankstellengeschäft hat auch Aral eingeschlagen. Mit knapp 2400 Stationen ist die BP-Tochter Marktführer in Deutschland, dicht gefolgt von Shell. Seit gut einem Jahr testen Aral und der Lebensmitteleinzelhändler Rewe, die Nummer zwei im Lebensmittelhandel, ein neues Shop-Konzept unter dem Vertriebsformat „Rewe To Go“. Zielgruppe sind Kunden, die den Tankstellenbesuch zum schnellen Einkauf nutzen wollen.

Mit Spannung wird darauf gewartet, ob das Konzept nach der Pilotphase, die noch bis zum vierten Quartal läuft, flächendeckend eingeführt wird. „Die Zusammenarbeit ist an einigen vielen Stellen erfolgversprechend, aber es ist noch keine Entscheidung gefallen“, sagte Michael Schmidt, Vorstandsvorsitzender der BP Europa SE, dem Handelsblatt.

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    Nur Benzin, das reicht den deutschen Tankstellenbetreibern schon lange nicht mehr. Ein Grund dafür sind die sparsameren Autos und der damit rückläufige Benzinverbrauch. Der Markt schrumpft seit Jahren. Viele Stationen sind geschlossen worden, im Gegenzug kamen kaum neue hinzu.

    Shell setzt auf das Frühstück
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