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Tarifstreit Beschäftigte der Deutschen Post setzen Warnstreiks fort

Knapp 5000 Menschen haben sich an den Arbeitsniederlegungen beteiligt. Zuletzt streikten die Mitarbeiter der Deutschen Post am Donnerstag in Baden-Württemberg.
12.09.2020 Update: 12.09.2020 - 16:23 Uhr Kommentieren
Verdi ruft nun auch zu Arbeitsniederlegungen in Brandenburg auf. Quelle: dpa
Warnstreiks

Verdi ruft nun auch zu Arbeitsniederlegungen in Brandenburg auf.

(Foto: dpa)

Berlin Im Tarifstreit mit der Deutschen Post haben Beschäftigte auch am Samstag an vielen Orten die Arbeit niedergelegt. Nach Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi legten Post-Mitarbeiter unter anderem in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg sowie Thüringen und Brandenburg die Arbeit nieder.

Ein Sprecher der Deutschen Post sprach auf Anfrage von „punktuellen Warnstreiks“, an denen sich bundesweit rund 4900 Beschäftigte beteiligt hätten. Aktuell seien etwa 160.000 Pakete und rund 1,6 Millionen Briefe betroffen. Das entspreche zwei beziehungsweise drei Prozent der Tagesmenge. „In den stärker durch die Warnstreiks betroffenen Regionen werden die verzögerten Sendungen in den Folgetagen zugestellt“, sagte der Sprecher.

Bereits am Mittwoch und Donnerstag hatte es in Baden-Württemberg Warnstreiks gegeben, die am Freitag unterbrochen worden waren. Für Samstag rief Verdi auch in Brandenburg zu Arbeitsniederlegungen auf. Betroffen seien hier unter anderem die Paketzentren sowie die Briefzustellung in Potsdam, teilte die Gewerkschaft mit.

Mit den Warnstreiks will Verdi nach eigenen Angaben den Druck auf die Post erhöhen, nachdem der Konzern auch in der zweiten Tarifrunde am 3. und 4. September kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt habe. Die Post wolle ihre Beschäftigen "mit einer Entgelterhöhung von nur 1,5 Prozent für zwölf Monate abspeisen", hatte Verdi-Vize-Chefin Andrea Kocsis gesagt. Die Gewerkschaft fordert für die rund 140.000 Tarifbeschäftigten eine lineare Lohnerhöhung von 5,5 Prozent über zwölf Monate.

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    Unterdessen kündigte Post-Personalvorstand Thomas Ogilvie für die kommende dritte Verhandlungsrunde am 21./22. September ein Angebot an, bei dem nach seinen Worten unter anderem überproportionale Lohnsteigerung der unteren Lohngruppen vorstellbar seien.

    Warnstreiks hatte es zuletzt auch in Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Berlin und Nordrhein-Westfalen gegeben. Über die Warnstreiks in NRW kurz vor der dortigen Kommunalwahl am Sonntag zeigte sich die Post verärgert. Nur durch eine Änderung der Abläufe habe bisher sichergestellt werden können, dass die Briefwahl nicht gefährdet sei, erklärte das Unternehmen. 

    Mehr: „Er ist nicht intelligent oder wortgewandt“ – Wie Amazon gegen einen Streikführer vorgeht.

    • rtr
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