Telemedizin in der Klinik Patienten wollen digitale Helfer am Krankenbett

In Krankenhäusern gibt es viele Digitalisierungstrends. Telemedizin und Vernetzung sind Beispiele dafür. Immer mehr Patienten wünschen sich einen stärkeren Einsatz von High-Tech bei der Behandlung, zeigt eine Studie.
Update: 14.04.2016 - 12:46 Uhr
Digitale Helfer im Krankenhaus wünschen sich auch immer mehr Patienten, zeigt eine Studie. Quelle: dpa
Roboter in der Medizin

Digitale Helfer im Krankenhaus wünschen sich auch immer mehr Patienten, zeigt eine Studie.

(Foto: dpa)

FrankfurtPatienten sind mündig und wählerisch zugleich. Daher wollen sie ihre Behandlung auch immer öfter mitgestalten. Außerdem erwarten sie von der Klinik, in die sie sich einweisen lassen, den Einsatz digitaler Technologien. Diese soll die Diagnostik fachlich unterstützen und die Qualität der Behandlung steigern.

Das sind zentrale Ergebnisse einer Untersuchung der Unternehmensberatung Bearing Point. Die Firma hat im März mehr als 1000 Personen im Alter zwischen 18 und 69 Jahren zu ihrem Patientenverhalten interviewt. Zudem haben sie die Teilnehmer nach ihren Erwartungen in Bezug auf Digitalisierungstrends im Krankenhaus gefragt.

„Wir wollten mit der Studie herausfinden, welche Zielsetzungen digitale Innovationen aus Patientensicht erfüllen sollen”, sagt Ralf Dillmann, Partner bei der Unternehmensberatung. Er ist für den Bereich Life Science verantwortlich.

Diese Deals schrieben Geschichte
Bayer kauft Monsanto
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Der Chemiekonzern Bayer übernimmt im September 2016 nach monatelangen Verhandlungen den US-Saatguthersteller Monsanto. Dabei wurde das US-Unternehmen mit 66 Milliarden Dollar bewertet. Es wäre die größte Übernahme durch einen deutschen Konzern. Doch es gab in der Wirtschaftsgeschichte noch größere Übernahmen.

Platz 10: Royal Dutch kauft Shell Transport & Trading
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Die Unternehmen Shell Transport & Trading und Royal Dutch Petroleum waren schon seit fast 100 Jahren miteinander verflochten. Im Juli 2005 wurden aber beide Teile endgültig miteinander zur Royal Dutch Shell vereinigt. Wert des Deals damals: 80,10 Milliarden US-Dollar.

Quelle: Bloomberg

Platz 9: Exxon kauft Mobil
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Exxon und Mobil waren im Jahr 1882 Teile eines einzigen Unternehmens, der Standard Oil Company von John D. Rockefeller. 1911 ordnete der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten die Auflösung von Standard Oil an, die Unternehmen Exxon und Mobil entstanden.

Platz 9: Exxon kauft Mobil
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Erst am 30. November 1999 konnten die beiden bis dahin immens gewachsenen Konzerne dank geänderter gesetzlicher Bestimmungen wieder vereinigt werden. Exxon kaufte Mobil damals für die Summe von 80,3 Milliarden Dollar.

Platz 8: AT&T kauft Bell South
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Die Geschichte von AT&T und Bell South steht für das Hickhack auf dem amerikanischen Telekommunikationsmarkt. Bell South war eine von sieben sogenannten Regional Bell Operating Companies, die aus einem Kartellverfahren des US-Justizministeriums gegen AT&T im Jahre 1984 hervorgegangen waren. AT&T wurde in diesem Verfahren gezwungen, seine Beteiligungen an sämtlichen regionalen Telefongesellschaften aufzugeben. Ende des Jahres 2006 wurde die Gesellschaft wiederum erneut von AT&T erworben und wieder mit dieser verschmolzen. Kaufpreis: 83,1 Milliarden Dollar.

Platz 7: Pfizer kauft Warner-Lambert
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Pfizer war schon einmal für eine große Übernahme gut: In den späten 90ern kooperierte der Pharmahersteller Warner-Lambert mit Pfizer, um sein Medikament Lipitor auf den Markt zu bringen. Das Mittel wurde zur Regulierung des Cholesterinspiegels eingesetzt.

Platz 7: Pfizer kauft Warner-Lambert
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Die Einführung im Januar 1997 des Mittels war ein großer Erfolg, allein in den ersten zwölf Monaten wurde in den USA eine Milliarde Dollar eingenommen. Pfizer fand daraufhin wohl so viel Gefallen an Warner-Lambert, dass die Firma im Jahr 2000 für die Summe von 87,3 Milliarden Dollar übernommen wurde.

Dabei sei man von zwei Annahmen ausgegangen: Zum einen, dass der Patient bereit ist, mehr Gesundheitsdaten von sich preiszugeben, wenn er einen persönlichen Nutzen darin sieht. Und zweitens, dass der Patient in Zukunft immer mehr bei seiner Behandlung mitsprechen wolle, so Dillmann.

Dass der Patient den Einschätzungen der Götter in Weiß längst nicht mehr ohne Widerrede folgt, spiegeln die Umfrageergebnisse klar wider: 81 Prozent der Befragten geben an, die Entscheidungen ihrer Ärzten zu hinterfragen. 72 Prozent sagen, dass sie ihre Behandlung aktiv mitgestalten. Die Mehrheit holt zudem Zweitmeinungen bei anderen Ärzten ein. 57 Prozent der Befragten geben hier ihre Zustimmung.

Digitale Innovationen spielen für Patienten dann eine wichtige Rolle, wenn sie auch die Behandlungsqualität verbessern. So geben 80 Prozent der Befragten an, dass Kliniken sich künftig beispielsweise digitale Unterstützung bei der Diagnose holen sollten, um ihre Leistung zu verbessern.

Der Arzt am Krankenbett, der via Tablet die elektronische Patientenakte mit ähnlich gelagerten Fällen oder einer wissenschaftlichen Datenbank abgleicht – solche Szenarien, wie sie etwa IBM mit dem Supercomputer Watson anbietet, können sich die Patienten sehr wohl vorstellen. Vor allem wenn es darum geht, Fehler vermeiden zu können, erwartet die Mehrheit der Befragten den Einsatz von digitalen Technologien im Krankenhaus. Ebenso bei der Optimierung interner Abläufe. Mehr als zwei Drittel der Befragten würden es auch begrüßen, wenn die Überwachung der Vitalwerte von Patienten daheim möglich gemacht würde.

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