Travelopia Tui verkauft Spezialreisesparte an Investor

Tui gibt seine Spezialreisesparte Travelopia ab: Käufer ist Finanzinvestor KKR, der dafür rund 381 Millionen Euro hinblättern will. Die Aufsichtsbehörden müssen dem Geschäft allerdings noch zustimmen.
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Sitz des Touristikunternehmens in Hannover. Quelle: AP
Tui

Sitz des Touristikunternehmens in Hannover.

(Foto: AP)

Hannover Der weltgrößte Reisekonzern Tui will seine Spezialreise-Sparte Travelopia an den Finanzinvestor KKR verkaufen. Die am Montag geschlossene Vereinbarung bewerte den Geschäftsbereich mit 325 Millionen Britische Pfund (381 Millionen Euro), teilte der Tui-Konzern am Abend und damit wenige Stunden vor seiner Hauptversammlung in Hannover mit. Die seit vergangenem Mai zum Verkauf stehende Sparte umfasst mehr als 50 Veranstaltermarken, die die Unternehmensspitze um Vorstandschef Fritz Joussen nicht mehr zum Kerngeschäft zählt. TUI hatte im Zuge der stärkeren Fokussierung auf Pauschalurlaube die konzerneigenen Anbieter von Luxus-, Abenteuer- und Bildungsreisen bei Travelopia gebündelt.

Das alles steckt in Tui drin
Markendschungel
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Mehr Geschäfte als man denkt: Der Tourismuskonzern Tui führt Marken in fast jedem Reise-Bereich – Fluggesellschaften, Hotels, Reiseportale, Kreuzfahrtschiffe.

Die Tui-Sparten
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Der Pool, aus dem Tui-Chef Fritz Joussen schöpft ist groß, die aktuelle Problematik, alle Marken zusammenzuführen auch. Eine Übersicht der Tui-Sparten.

Robinson Club
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Cluburlaub bitte: Zu Tui gehören im Hotelbereich unter anderem die Robinson-Residenzen. Diese gehören sowohl im Preissegment als auch im Bekanntheitsgrad weltweit zur gehobenen Klasse. Robinson wirbt unter anderem mit Programm für junge Leute, Kinder und Erholung für Ältere.

Riu Hotels
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Neben Robinson führt Tui noch die Riu-Hotels, so wie dieses in Mexiko. Zudem gehören Grupotel, Tui Blue und Iberotel zum Geschäft des Tourismus-Riesen. Doch Tui kann nicht nur groß und „protzig“...

Dorfhotel
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Es geht auch kleiner, idyllischer als in Mexiko wie hier im Dorfhotel Fleesensee. Der Hotelbereich von Tui ist groß, doch nicht der einzige – eine weitere Sparte ist die der Kreuzfahrten.

Tui Cruises
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Mein Schiff, Traumschiff? Zu Tui gehört Tui Cruises und damit mehrere Kreuzfahrtschiffe. Im Unterschied zum Konkurrenzschiff Aida beispielsweise setzt Tui auf eine ältere Zielgruppe, die Erholungs- statt Partyurlaub bevorzugt.

Mehr Kreuzfahrer
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Hier sollen die Tui-Gäste den Ausblick aufs Meer genießen. Tui Cruises ist allerdings nur eine der Gesellschaften, die Kreuzfahrten unter der Dachmarke Tui anbieten. Es gibt noch Hapag-Lloyd sowie Thomson Cruises. Thomson ist das britische Pendant zum deutschen Tui...

Das Geld kann Tui allerdings nicht einfach so einstreichen. Der Verkauf führe voraussichtlich zu Aufwendungen von 133 Millionen Euro, hieß es. Dazu tragen auch Fremdwährungsverluste bei. Zudem müssen die Aufsichtsbehörden dem Deal noch zustimmen. Tui erwartet aber, dass das Geschäft etwa ab April vollzogen werden kann.

Die Transaktion wirke sich nicht auf die von TUI bekanntgegebene Prognose von mindestens zehn Prozent Zuwachs beim bereinigten Ergebnis (Ebita) im Geschäftsjahr 2016/17 auf Basis konstanter Wechselkurse aus. TUI will weitere Details zum Ausblick bei der Präsentation der Quartalsergebnisse bekanntgeben, die wie geplant am 14. Februar 2017 veröffentlicht würden.

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