Trotz mehr Patienten Rhön Klinikum halbiert fast seinen Gewinn

Der Krankenhausbetreiber Rhön hat einen enormen Gewinnrückgang verbucht. Bei der Vorlage vorläufiger Zahlen konnte Rhön allerdings einen Umsatzrekord vorweisen. Das laufende Jahr soll besser werden.
Update: 21.02.2013 - 12:32 Uhr Kommentieren
Der Schriftzug der Rhön-Klinikum AG in Bad Neustadt. Der Krankenhausbetreiber erlitt einen Gewinneinbruch. Quelle: dpa

Der Schriftzug der Rhön-Klinikum AG in Bad Neustadt. Der Krankenhausbetreiber erlitt einen Gewinneinbruch.

(Foto: dpa)

Bad NeustadtDas neue Management des fränkischen Klinikbetreibers Rhön-Klinikum hat sich nach einem turbulenten Jahr mit einem massiven Gewinneinbruch viel vorgenommen. „Es wird die gemeinsame Aufgabe des Vorstands sein, das Unternehmen rasch besser aufzustellen“, sagte der seit Januar im Chef-Sessel sitzende Martin Siebert bei Vorlage vorläufiger Zahlen am Donnerstag. Er zeigte sich „vorsichtig optimistisch“, in einem „überschaubaren Zeitraum eine positivere Entwicklung insbesondere bei der Ergebnislage zeigen zu können.“

Deutschlands zweitgrößter Krankenhausbetreiber mit Sitz im unterfränkischen Bad Neustadt hat 2012 wegen Problemen im Klinikum Gießen-Marburg einen massiven Gewinnrückgang verbucht. Verzögerungen bei der Restrukturierung des Klinikums Gießen-Marburg sowie Beratungskosten in Zusammenhang mit der im Vorjahr spektakulär gescheiterten Übernahme durch den Medizinkonzern Fresenius haben Rhön zugesetzt.

Für 2012 wiesen die Franken deshalb einen Gewinnrückgang von 43 Prozent auf 92 Millionen Euro aus. In Folge des starken Zuwachses an Patienten erzielte Rhön beim Umsatz einen neuen Rekord von 2,86 Milliarden Euro. Im laufenden Geschäftsjahr soll sich der Konzerngewinn wieder auf 110 Millionen Euro verbessern. Steigende Patientenzahlen sollen den Umsatz erstmals auf rund 3 Milliarden Euro hieven.

Ende Februar will das Management in Gesprächen mit den größten Aktionären einen Ausweg aus der verworrenen Patt-Situation finden. Denn während der Übernahmeschlacht sind Konkurrenten wie Asklepios, B. Braun Melsungen und Fresenius bei Rhön eingestiegen.

Fresenius hatte insgesamt 3,1 Milliarden Euro geboten, die angepeilten 90 Prozent der Rhön-Anteile aber knapp verfehlt. Asklepios vereitelte das Geschäft, indem er rund 5 Prozent an Rhön erwarb. Nun will der Konkurrent offenbar mehr: Der Konzern hat beim Bundeskartellamt eine Aufstockung auf zehn Prozent beantragt. Die Behörde will darüber am 8. März entscheiden.

  • dpa
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