Tüv Süd Beratungskonzern setzt auf digitale Sicherheit

Die IT-Risiken für Infrastruktur und Unternehmen wird noch immer unterschätzt, sagt der Tüv Süd. Der Beratungskonzern sieht sich beim Aufbau wirksamer Schutzzäune in einer Schlüsselposition.
Den größten Teil des Wachstums erzielte der Tüv Süd in Asien, etwa mit der Zertifizierung von Industrieprodukten oder Lebensmitteln. Quelle: dpa
TÜV Süd

Den größten Teil des Wachstums erzielte der Tüv Süd in Asien, etwa mit der Zertifizierung von Industrieprodukten oder Lebensmitteln.

(Foto: dpa)

MünchenDas schnell wachsende Auslandsgeschäft hat dem Tüv Süd im vergangenen Jahr einen Umsatzzuwachs von 8 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro beschert. Der Gewinn stieg dank geringerer Steuerquote um 9 Prozent auf 114 Millionen Euro. Neue Märkte und neue Dienstleistungen wie der Schutz vor Internet-Angriffen eröffneten dem Prüf- und Beratungskonzern eine gute Zukunftsperspektive, sagte Vorstandschef Axel Stepken am Mittwoch in München.

Den größten Teil des Wachstums erzielte der Tüv Süd in Asien, etwa mit der Zertifizierung von Industrieprodukten oder Lebensmitteln. Aber auch das Geschäft in Deutschland, wo er mit 46 Prozent der weltweit 24.000 Mitarbeiter 58 Prozent des Umsatzes erzielt, laufe gut, sagte Finanzvorstand Matthias Rapp.

Die dümmsten Passwörter der Welt
Hacker
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Obwohl Daten- und Identitätsdiebstähle ständig Schlagzeilen machen, benutzen viele Internetnutzer weiterhin unsichere Passwörter. Das beliebteste Passwort der Welt sei nach wie vor „123456“, teilte das Potsdamer Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik (HPI) am Dienstag auf Grundlage einer Analyse gestohlener Datensätze mit. Die HPI-Forscher stützten ihre Angaben auf die Analyse von mehr als 215 Millionen geraubten Identitätsdaten, die sie seit 2011 im Netz entdeckt hatten. Allein in diesem Jahr untersuchten sie nach eigenen Angaben fast 35 Millionen Datensätze, die von Cyberkriminellen in speziellen Internetforen veröffentlicht wurden. Diese Daten stammten demnach aus 15 verschiedenen Quellen, darunter einem Hackerangriff auf das Seitensprungportal Ashley Madison.

Jahreswechsel
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Simple Zahlenfolgen

Unter den mehr als 3,3 Millionen Passwörtern, die 2014 geknackt wurden, sind simple Zahlenreihen besonders häufig vertreten. Auf dem ersten Platz landet "123456". Auch wenn die Länge variiert wird, hilft das nicht: Auf dem dritten und vierten Platz finden sich "12345" und "12345678". "123456789" landet auf Rang sechs, gefolgt von "1234" auf Platz sieben. Auf Rang elf liegt "1234567".

Datenquelle: SplashData, Liste von "Time" veröffentlicht

Cyberkriminalität
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Passwort: "Password"

Wer sich für ganz schlau hält und einfach "password" als Zugangscode verwendet sei hiermit gewarnt: Die vermeintlich simple und sichere Lösung liegt auf Rang zwei der meistgeknackten Passwörter.

Nicht gerade kreativ
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Fantasiewörter

Sie denken sich, kein Mensch weiß was "qwerty" ist? Falsch gedacht. Die Buchstabenfolge, die auf einer amerikanischen Tastatur nebeneinander liegt, landet auf Platz fünf. Auf deutschen Tastaturen wäre es übrigens "qwertz".

Mark Reynolds
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Das sportliche Passwort

Sport-Fans müssen sich etwas besseres einfallen lassen, als nur den Namen ihrer Lieblingssportart: Auf Platz acht der meistgeknackten Passwörter landet "baseball".

Fabelwesen
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Mystische Gestalten

Auch Drachen-Fans gibt es einfach zu viele. Das Passwort "dragon" ist jedenfalls alles andere als originell. Es findet sich auf Rang neun.

Super Bowl Football
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Sport, die zweite

Anhänger des Football sind auch nicht besser dran als Baseball-Freunde: Das Passwort "football" findet sich auf Rang zehn der gehackten Zugangsdaten.

Zur Erforschung von Hackerattacken hat der Tüv Süd nach eigenen Angaben mit Hard- und Software ein deutsches Wasserkraftwerk simuliert und so in acht Monaten mehr als 60.000 Angreifer angelockt, allen voran aus China. Zwei Dutzend Angreifer hätten sich bei der Sicherheit und Systemsteuerung von Kraftwerken so gut ausgekannt, „dass sie den Schalter hätten umlegen können“, sagte Stepken.

Die IT-Risiken für Infrastruktur und Unternehmen würden immer noch unterschätzt. Beim Aufbau wirksamer Schutzzäune sehe sich der Tüv Süd in einer Schlüsselposition. In Singapur und München baue er schlagkräftige Digital-Abteilungen auf.

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  • dpa
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