Tui legt zu Griechenland wird zum Touristen-Favorit

Für Tui zahlt sich das Geschäft mit dem Urlaub trotz des harten Konkurrenzkampfs und des blutigen Anschlags in Tunesien wieder aus. Und Griechenland entpuppt sich für den Veranstalter sogar als Reisefavorit.
Update: 13.08.2015 - 10:54 Uhr Kommentieren
Der Reisekonzern steigert sich und schafft es ins Plus. Quelle: dpa
Tui „Mein Schiff 4“

Der Reisekonzern steigert sich und schafft es ins Plus.

(Foto: dpa)

HannoverNur wenige Monate nach der Komplettfusion mit dem britischen Ableger Tui Travel ist dem weltgrößten Reisekonzern Tui der Sprung in die Gewinnzone gelungen. Von April bis Juni erzielte der Mutterkonzern von Hapag-Lloyd und den Robinson Clubs einen Überschuss von 29 Millionen Euro nach einem Verlust von 26 Millionen ein Jahr zuvor.

Der operative Gewinn legte dank deutlich verbesserter Ergebnisse der konzerneigenen Hotels und Kreuzfahrtschiffe um knapp 19 Prozent auf 194 Millionen Euro zu, wie Tui am Donnerstag mitteilte.

Das Veranstaltergeschäft warf im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2014/2015, das am 30. September zu Ende geht, hingegen weniger ab. Tui begründete dies mit einem verschärften Wettbewerb in Deutschland und anderen Ländern Zentraleuropas.

Insgesamt zeichnet Tui ein optimistisches Stimmungsbild. Im gesamten Geschäftsjahr dürfte der um Sondereffekte und Währungskurse bereinigte operative Gewinn (bereinigtes Ebita) um 12,5 bis 15 Prozent zulegen, kündigten die Tui-Chefs Fritz Joussen und Peter Long bei der Vorlage der Quartalszahlen in Hannover an. Es ist die obere Hälfte der bisher anvisierten Spanne von 10 bis 15 Prozent. In den kommenden drei Jahren soll dieser Wert im Schnitt um mindestens 10 Prozent weiter wachsen.

Belastet war das Quartalsgeschäft von den Folgen des blutigen Attentats Ende Juni im tunesischen Badeort Sousse. Dabei hatte ein Student Dutzende Touristen erschossen, bevor er selbst getötet wurde. Für Stornierungen und Rückführungen von Gästen musste der Konzern nach eigenen Angaben rund 10 Millionen Euro aufwenden.

Das alles steckt in Tui drin
Markendschungel
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Mehr Geschäfte als man denkt: Der Tourismuskonzern Tui führt Marken in fast jedem Reise-Bereich – Fluggesellschaften, Hotels, Reiseportale, Kreuzfahrtschiffe.

Die Tui-Sparten
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Der Pool, aus dem Tui-Chef Fritz Joussen schöpft ist groß, die aktuelle Problematik, alle Marken zusammenzuführen auch. Eine Übersicht der Tui-Sparten.

Robinson Club
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Cluburlaub bitte: Zu Tui gehören im Hotelbereich unter anderem die Robinson-Residenzen. Diese gehören sowohl im Preissegment als auch im Bekanntheitsgrad weltweit zur gehobenen Klasse. Robinson wirbt unter anderem mit Programm für junge Leute, Kinder und Erholung für Ältere.

Riu Hotels
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Neben Robinson führt Tui noch die Riu-Hotels, so wie dieses in Mexiko. Zudem gehören Grupotel, Tui Blue und Iberotel zum Geschäft des Tourismus-Riesen. Doch Tui kann nicht nur groß und „protzig“...

Dorfhotel
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Es geht auch kleiner, idyllischer als in Mexiko wie hier im Dorfhotel Fleesensee. Der Hotelbereich von Tui ist groß, doch nicht der einzige – eine weitere Sparte ist die der Kreuzfahrten.

Tui Cruises
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Mein Schiff, Traumschiff? Zu Tui gehört Tui Cruises und damit mehrere Kreuzfahrtschiffe. Im Unterschied zum Konkurrenzschiff Aida beispielsweise setzt Tui auf eine ältere Zielgruppe, die Erholungs- statt Partyurlaub bevorzugt.

Mehr Kreuzfahrer
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Hier sollen die Tui-Gäste den Ausblick aufs Meer genießen. Tui Cruises ist allerdings nur eine der Gesellschaften, die Kreuzfahrten unter der Dachmarke Tui anbieten. Es gibt noch Hapag-Lloyd sowie Thomson Cruises. Thomson ist das britische Pendant zum deutschen Tui...

Angesichts der Unsicherheiten in Nordafrika entpuppte sich Griechenland trotz Euro-Schuldenkrise als Reisefavorit: Die Sommerbuchungen lagen trotz kleinerer Schwankungen in Deutschland und Belgien über dem Vorjahresniveau. Die Konzernführung wertete das als Beleg für die Belastbarkeit und Stärke des Geschäftsmodells des Konzerns auch in Krisenzeiten. Die Komplettfusion mit dem britischen Ableger Tui Travel im Dezember 2014 hatte laut Vorstand das Ziel, einen Konzern aus einem Guss statt des verschachtelten früheren Modells mit zwei Zentralen zu schaffen.

Unter Volldampf steht das Kreuzfahrtgeschäft des Konzerns: die Kreuzfahrtaktivitäten erreichten im dritten Geschäftsquartal einen bereinigten operativen Gewinn von 19,3 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum stand dort noch ein Verlust von 1,5 Millionen Euro.

  • dpa
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