Uber Fahrdienst veröffentlicht Vergewaltigungs-Zahlen

Uber tritt einem Bericht der US-Website „Buzzfeed“ entgegen: Beim Fahrdienst gäbe es fünf gemeldete Vergewaltigungen. Buzzfeed hatte über rund 6000 Treffer bei entsprechenden Suchanfragen berichtet.
Fünf gemeldete Vergewaltigungen bedeuteten einen Anteil von 0,0000009 Prozent der Fahrten. Quelle: AP
Uber

Fünf gemeldete Vergewaltigungen bedeuteten einen Anteil von 0,0000009 Prozent der Fahrten.

(Foto: AP)

San FranciscoDer Fahrdienstvermittler Uber hat nach eigenen Angaben von Ende 2012 bis August 2015 fünf Meldungen von Fahrgästen über Vergewaltigungen bekommen. Außerdem seien in dieser Zeit rund 170 Mal glaubhaft sexuelle Übergriffe gemeldet worden, teilte Uber der US-Website „Buzzfeed“ am Sonntag mit.

Die Stellungnahme war eine Reaktion auf „Buzzfeed“ vorliegende Informationen aus Ubers Kundendienst-Systemen, laut denen entsprechende Suchanfragen jeweils über 5800 und 6160 Treffer ergaben. Uber erklärte dazu, diese höhere Zahl ergebe sich unter anderem durch Tippfehler sowie Kundennamen, in denen die Buchstaben-Abfolge „rape“ (Vergewaltigung) enthalten sei.

Im bekanntesten Fall hatte Uber den Betrieb in der indischen Hauptstadt Delhi aussetzen müssen, nachdem eine Frau 2014 von einem Fahrer vergewaltigt worden war. Er wurde im vergangenen Herbst zu lebenslanger Haft verurteilt. Uber betonte jetzt, die fünf gemeldeten Vergewaltigungen bedeuteten einen Anteil von 0,0000009 Prozent der Fahrten, und bei den sexuellen Übergriffen sei es ein Fall pro 3,3 Millionen Fahrten.

Das Unternehmen versuche auch, mit der Überprüfung der Fahrer den Betrieb sicherer zu machen. Zugleich schränkte Uber ein, dass die Zahlen aus der Kundendatenbank nicht komplett sein müssen, weil ernsthafte Zwischenfälle oft direkt an Behörden gemeldet würden.

Taxifahrer kämpfen gegen „Uberisierung“
Taxistreik in Paris
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Französische Taxifahrer haben erneut gegen die aus ihrer Sicht unfaire Konkurrenz von Chauffeur-Diensten protestiert, wie sie beispielsweise vom Anbieter Uber vermittelt werden.

Nein zur „Uberisierung“
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„Ich bin Taxi“ und „Macron und Uber sind Komplizen“, riefen die Taxifahrer mit Verweis auf Wirtschaftsminister Emmanuel Macron und den US-Fahrdienstanbieter Uber. Rund 1.500 Taxifahrer hatten sich im Großraum Paris unter anderem an den Flughäfen und an der westlichen Porte Maillot zu Protesten eingefunden.

Existenz bedroht
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Sie beklagen, angesichts der Konkurrenz durch andere Fahrdienste, die nicht lizensierte Fahrer beschäftigen, nicht mehr von ihrem Beruf leben zu können, und fordern Ausgleichszahlungen.

Ausschreitungen
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An der Porte Maillot blockierten hunderte Taxis eine Zufahrtstraße in die Stadt. 19 Demonstranten wurden festgenommen. Die Streikenden warfen mit Steinen und Eiern auf Sicherheitskräfte und blockierten die Straße mit brennenden Reifen.

Verletzte und Festnahmen
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Am Flughafen Orly wurde ein Mensch am Bein verletzt, als sich der Fahrer eines Pendelbusses einen Weg durch die Menge bahnte. Der Busfahrer wurde ebenfalls festgenommen. Auch in Marseille, Lille und Grenoble gab es Blockaden.

Manuel Valls meldet sich zu Wort
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Die Polizei ging mit Tränengas gegen Demonstranten vor, wie ein Sprecher bestätigte. Premierminister Manuel Valls verurteilte die Ausschreitungen. Jeder habe ein Demonstrationsrecht und das werde auch während des Ausnahmezustands respektiert. Derlei Gewalt sei aber „indiskutabel“ und durch nichts zu rechtfertigen. Schon in der Vergangenheit war es bei Streikaktionen der Taxifahrer zu Ausschreitungen gekommen.

Taxifahrer kommen nicht zur Ruhe
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Der Konflikt schwelt schon lange. Taxis brauchen in Frankreich Lizenzen, die knapp sind und deshalb unter den Fahrern teils für sechsstellige Beträge weiterverkauft werden. Sie sehen ihre Existenz in Gefahr, seit Anbieter wie Uber, Chauffeur-Privé und Allocab Fahrten als Chauffeur-Dienste über Handy-Apps vermitteln, für die sie keine Taxi-Lizenz benötigen.

  • dpa
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