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Uber-Rivale Lyft-Antrag für Börsengang enthüllt Verlust von fast einer Milliarde Dollar in 2018

Der US-Fahrdienstvermittler Lyft hat einen offiziellen Antrag für einen Börsengang gestellt. Der offenbart die Verluste und zeigt die großen Gewinner eines Börsengangs.
Update: 02.03.2019 - 11:26 Uhr Kommentieren
Der Fahrdienstleister treibt seinen Börsengang voran. Quelle: dpa
Lyft

Der Fahrdienstleister treibt seinen Börsengang voran.

(Foto: dpa)

San Francisco/WashingtonDer US-Fahrdienstvermittler Lyft treibt seinen geplanten Börsengang voran. Das Unternehmen reichte am Freitag bei der US-Börsenaufsicht SEC seinen am Finanzmarkt mit Spannung erwarteten Antrag für eine Aktienplatzierung ein und gewährte damit erstmals tiefere Einblicke in die Geschäftszahlen.

Aus dem bei der Behörde vorgelegten Wertpapierprospekt geht hervor, dass Lyft im vergangenen Jahr einen Verlust von 911 Millionen Dollar machte. Der Umsatz wurde 2018 auf 2,2 Milliarden Dollar verdoppelt.

Das kalifornische Unternehmen liefert sich beim Börsengang eine Art Wettrennen mit Uber. Während der größere Rivale bereits in viele Länder expandierte, ist Lyft bislang nur in den USA und Kanada aktiv.

Wieviel Geld die Firma mit ihrer Aktienplatzierung, die an der US-Technologiebörse unter dem Tickerkürzel „LYFT“ erfolgen soll, konkret bei Anlegern einsammeln will, ist noch unklar. Im SEC-Antrag steht bislang nur ein Platzhalterbetrag von 100 Millionen Dollar.

Der Finanzdienst Bloomberg hatte im Oktober unter Berufung auf Insider von einer möglichen Gesamtbewertung von 18 bis 30 Milliarden Dollar berichtet. Zum Vergleich: Bei Ubers Börsengang, dessen Vorbereitungen ebenfalls auf Hochtouren laufen, wurde bereits auf eine Bewertung von bis 120 Milliarden Dollar spekuliert.

Größter Profiteur von einem Börsengang wäre übrigens der japanischer Retail-Milliardär Hiroshi Mikitani: Dessen E-Commerce-Gruppe Rakuten besitzt 13,1 Prozent an Lyft. Die Anteile wären mehr als 2,9 Milliarden US-Dollar wert, wenn sich die Bewertung des Fahrdienstvermittlers beim Börsengang in der Mitte der erwarteten Spanne von 20 bis 25 Milliarden US-Dollar bewegt.

Rakuten investierte 2015 erstmals in Lyft und erwarb einen Anteil von 11,9 Prozent für 300 Millionen US-Dollar. „Wir haben die Zukunft gesehen – das ist alles“, sagte der 53-jährige Mikitani damals.

Zweitgrößter Anteilseigner bei Lyft ist der Risikokapitalanbieter Andreessen Horowitz aus dem Silicon Valley. Er ist seit 2013 ein Lyft-Investor und hält einen Anteil von 6,3 Prozent, der bei einem Börsengang rund 1,4 Milliarden Dollar wert sein könnte.

Der Anteil der Lyft-Mitbegründer John Zimmer und Logan Green ist nach mehreren verwässernden Finanzierungsrunden dagegen relativ gering: Lyft-CEO Green und Lyft-Präsident Zimmer würden bei der mittleren Bewertung jeweils Anteile im Wert von 113 Millionen Dollar halten.

Das „Wall Street Journal“ hatte bereits berichtet, dass die Gründer mit dem geplanten Börsengang ihren Einfluss ausbauen wollten. Zimmer und Green wollten demnach knapp die Mehrheit der Stimmrechte übernehmen, berichtete das Blatt unter Berufung auf mit den Überlegungen vertraute Personen. Dafür sei eine eigene Aktiengattung geplant, die Extra-Stimmrechte für die Anteilsscheine der beiden Manager vorsehe.

Mehr: Der Börsengang wird für Techfirmen zum wichtigen Realitätstest. Die neue Generation von Start-ups muss erst beweisen, dass sie ihr Geld wert ist.

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