Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Umfrage Geschäftsklimaindex: Bei den Beratern kehrt die Zuversicht zurück

Der Verband BDU meldet eine klar positivere Stimmung als zuletzt. Die Geschäfte ziehen wieder an – die Coronakrise verändert die Beraterbranche dennoch.
16.07.2020 - 11:16 Uhr Kommentieren
Wirtschaftsprüfer sehen den Rest des Geschäftsjahres nicht mehr so pessimistisch wie zuletzt. Quelle: Getty Images; Per-Anders Pettersson
Beraterbüros

Wirtschaftsprüfer sehen den Rest des Geschäftsjahres nicht mehr so pessimistisch wie zuletzt.

(Foto: Getty Images; Per-Anders Pettersson)

Düsseldorf Die deutschen Unternehmensberater zeigen sich für das Geschäft im Rest dieses Jahres überraschend optimistisch. Das zeigt der aktuelle Geschäftsklimaindex des Bundesverbands Deutscher Unternehmensberater (BDU). Die klare Steigerung auf 84,3 Punkte weist unter den Unternehmensberatern eine deutlich bessere Stimmung als in den Vormonaten aus.

Im März hatten die Beratungsunternehmen ihre nahe Zukunft wegen der Coronakrise noch pessimistisch gesehen, der Wert des BDU-Indexes war auf 70,4 Punkte eingebrochen – der niedrigste Wert seit Start dieser Befragung vor 14 Jahren. Viele Consultants befürchteten, der Lockdown verderbe ihnen längerfristig das Geschäft. Denn gehen die Kunden auf Sparkurs, werden Ausgaben für Berater schnell zusammengestrichen.

Das fand offenbar nicht im befürchteten Ausmaß statt. Zwar ist die Lage für Berater in stark betroffenen Branchen wie Verkehr, Handel und Automobilindustrie weiterhin schwierig. Doch die Beratung bei öffentlicher Hand, Telekommunikation und Versorgern erwies sich als stabil. Jetzt laufen in nahezu allen Segmenten des Beratermarkts Projekte wieder an.

Dazu kommt, dass Berater und Mandanten ihre Zusammenarbeit schnell umgestellt haben. „Vielfach haben Kunden und Consultants die letzten drei Monate dazu genutzt, die digitalen Formate ihrer Zusammenarbeit zu optimieren oder auch ganz neu zu entwickeln“, sagt BDU-Präsident Ralf Strehlau. So konnten Verzögerungen oder sogar Abbrüche von Projekten wegen der Kontaktbeschränkungen vermieden werden.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Viele Unternehmen haben infolge der Coronakrise tatsächlich ihre Ausgaben für Berater reduziert, was Teil des eingeschlagenen Sparkurses ist. Wichtige Projekte aber hätten die Mandanten weiter vorangetrieben, heißt es in der Branche. Das betrifft vor allem die digitale Transformation der Abläufe, bei der die Firmen nicht zurückstecken wollten.

    Beratungsbedarf in erwarteter Insolvenzwelle

    Unternehmen und Berater zeigten sich teils überrascht, wie gut die Zusammenarbeit über virtuelle Formate und Videokonferenzen in den vergangenen Monaten gelaufen ist. Diese Erfahrung könnte die Branche grundsätzlich verändern: Üblich ist bisher, dass Berater von Montag bis Donnerstagabend vor Ort bei den Kunden sind und am Freitag im Büro zusammenkommen oder im Homeoffice arbeiten.

    In der Umfrage des BDU zeigten sich rund zwei Drittel der Beratungsunternehmen nun überzeugt, dass Remote-Arbeiten, also Tätigkeiten ohne Präsenz beim Kunden, stark bis sehr stark zunehmen werden. Infolge der funktionierenden virtuellen Projektarbeit erwarten die Unternehmensberater zudem, dass die Zahl der Dienstreisen nach der Pandemie um ein Drittel zurückgehen wird.

    Die Geschäftsklimawerte des BDU sind in fast allen Beratungssegmenten im Vergleich zur Mai-Befragung zum Teil erheblich gestiegen. Die Ausnahme: In der Sanierungsberatung gab es einen leichten Rückgang im Vergleich zum Vormonat. Die bis 30. September 2020 Corona-bedingt ausgesetzte Insolvenzantragspflicht verschiebt zurzeit noch die von vielen Experten erwartete höhere Zahl von Firmenpleiten.

    Für die kommenden sechs Monate prognostiziert jedoch jeder zweite Restrukturierungsexperte aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen für die Wirtschaft eine steigende Nachfrage der Krisenunterstützung. Auch die Personalberater rechnen mit besseren Geschäften, da nach dem Lockdown Unternehmen, die nicht voll im Krisenmodus stecken, wieder Stellen besetzen.

    Mehr: Für wen sich jetzt ein Quereinstieg als Berater lohnen könnte.

    Startseite
    Mehr zu: Umfrage - Geschäftsklimaindex: Bei den Beratern kehrt die Zuversicht zurück
    0 Kommentare zu "Umfrage: Geschäftsklimaindex: Bei den Beratern kehrt die Zuversicht zurück"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%