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Umstrittener Taxischreck Uber will sich an die Gesetze halten

Gegen die Regeln geht es nicht – also hält sich Uber dran: Der Fahrdienstvermittler startet einen neuen Dienst. Für Uber X sollen nur Fahrer mit Lizenz unterwegs sein. Trotzdem will das Start-up billiger als Taxis sein.
Update: 19.05.2015 - 15:51 Uhr Kommentieren
Der umstrittene Anbieter will sich nun an die deutsche Gesetzeslage anpassen. Quelle: dpa
Uber gegen Taxi

Der umstrittene Anbieter will sich nun an die deutsche Gesetzeslage anpassen.

(Foto: dpa)

Der Fahrdienstvermittler Uber ist in Deutschland immer wieder mit deutschen Behörden in Konflikt geraten – nun will er sich an die Regeln halten: Mit dem neuen Dienst Uber X vermittelt das US-Unternehmen ab sofort zugelassene Mietwagen, deren Fahrer einen Personenbeförderungsschein haben. Verfügbar ist das Angebot zunächst Hamburg, München, Düsseldorf und Frankfurt, in einigen Wochen auch in Berlin. Die Firma passe sich „ an die bestehende Regulierung in Deutschland an“, erklärte Uber-Sprecher Fabien Nestmann. Der Taxischreck nähert sich der Konkurrenz an – ob er das auch flächendeckend kann, ist indes zweifelhaft.

Uber bietet mehrere Dienste an. Für Kontroversen sorgt vor allem Uber Pop: Der Dienst hilft Fahrern mit Privatfahrzeugen, Kunden zu finden. Behörden in zahlreichen Ländern monieren jedoch, dass diese Privattaxis keine Erlaubnis zur Personenbeförderung haben. In Deutschland verbot das Landgericht Frankfurt den Dienst bundesweit – die private Mitnahme von Fahrgästen ist dem Urteil zufolge nur zum Selbstkostenpreis erlaubt, wie man es von Mitfahrgelegenheiten kennt.

Mit Uber X will sich das Unternehmen nun an die Regeln des Taxigewerbes halten. Alle Partner hätten eine Konzession nach dem Personenbeförderungsgesetz, betonte das Unternehmen. Zudem seien alle Fahrzeuge offiziell als Mietwagen zugelassen und über eine Versicherung zur gewerblichen Fahrgastbeförderung abgesichert. Unabhängig vom neuen Angebot wiederholte das US-Unternehmen seine Forderung, das deutsche Personenförderungsgesetz an die „veränderten Mobilitätsbedürfnisse des 21. Jahrhunderts“ anzupassen.

Uber verspricht Preise, die „vielfach bis zu 20 Prozent“ unterhalb vergleichbarer Angebote liegen. Angesichts unterschiedlicher Tarifmodelle kann es indes sein, dass Kunden durchaus mehr zahlen müssen als in einem klassischen Taxi – je nach Strecke und Dauer. So wird in Hamburg bei jeder Fahrt eine Basisgebühr von 2 Euro fällig, hinzu kommen pro Kilometer 1,30 Euro und pro Minute weitere 0,25 Euro.

Wer vom Hauptbahnhof nach Altona fährt, muss bei halbwegs flüssigem Verkehr rund 14 Euro für die 5,7 Kilometer einkalkulieren – für ein Taxi zahlt man tagsüber mit 16,6 Euro etwas mehr. Auf der fast doppelt so langen Strecke zum Flughafen steigt der Uber-Preis auf 21,8 Euro – hier ist die klassische Mietdroschke mit 19,2 Euro günstiger. Uber kassiert für die Vermittlung 20 Prozent vom Preis.

Taxibranche bleibt skeptisch
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