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Umweltdienstleister Übernahmekampf um Suez-Konzern: Investmentfonds Ardian und GIP machen weitere Offerte

Eigentlich hat der Suez-Rivale Veolia schon seit Monaten die Absicht, das Unternehmen zu übernehmen. Jetzt bekommt er Konkurrenz – mit guten Chancen.
18.01.2021 - 10:56 Uhr Kommentieren
Seit Monaten versucht Suez, eine Übernahme durch den Konkurrenten Veolia zu vermeiden. Quelle: AFP
Logos von Veolia und Suez

Seit Monaten versucht Suez, eine Übernahme durch den Konkurrenten Veolia zu vermeiden.

(Foto: AFP)

Paris In der Übernahmeschlacht um den französischen Entsorger Suez ist ein weißer Ritter aufgetaucht: Die Investmentfonds Ardian und GIP (Global Infrastructure Partners) wollen ein Übernahmeangebot machen.

Eigentlich hat der Suez-Rivale Veolia schon seit Monaten die Absicht, das Unternehmen zu übernehmen. Doch Suez wollte von Veolia nichts wissen. Der Vorstand von Suez hat dagegen die Ankündigung der Investmentgesellschaften begrüßt. Die Absichtserklärung für eine Übernahme hat der Umweltdienstleistungskonzern am Sonntag erhalten.

Seit Monaten versucht Suez, eine Übernahme durch den Konkurrenten Veolia zu vermeiden. Der Wasser- und Abfallkonzern hatte sich schon Anfang Oktober 29,9 Prozent der Suez-Anteile vom Energieversorger Engie für 3,4 Milliarden Euro gesichert und wurde damit der wichtigste Aktionär. Auch Ardian hatte sich schon länger interessiert gezeigt. Wie Veolia wollen Ardian und GIP 18 Euro pro Suez-Aktie zahlen. Suez-Generaldirektor Bertrand Camus betonte, dass die Alternative Jobs und den Wettbewerb auf dem französischen Markt erhalten würde.

Für Suez ist das neue Projekt deshalb zu begrüßen, weil es keine Demontage der eigenen Geschäfte bedeuten würde. Denn besonders auf dem französischen Wasserdienstleistungsmarkt gibt es viele Überschneidungen. Es wurde deshalb erwartet, dass Veolia große Teile von Suez verkaufen müsste, um den kartellrechtlichen Bestimmungen zu entsprechen.

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    Auch im Bereich des Abfalls haben die beiden ähnliche Aktivitäten. Veolia hat weltweit 180.000 Mitarbeiter und machte im Jahr 2019 einen Umsatz von 27,2 Milliarden Euro. Suez kam mit 89.400 Beschäftigten auf 18 Milliarden Euro.

    Seit Langem erbitterte Konkurrenten

    Veolia will sich Suez nicht wegschnappen lassen und nicht mitspielen. Der Konzern betonte in einer ersten Reaktion, dass sein Anteil am Kapital von Suez nicht zum Verkauf steht. Veolia sieht jedes Angebot, das den Verkauf der Veolia-Beteiligung an Suez miteinschließt, als feindlich an. Der Konzern will nur über das eigene Projekt diskutieren.

    Mit einem Verkauf von Suez an Veolia wären große Teile des Wassergeschäfts in Frankreich in einer Hand. Die beiden sind in dem Bereich seit Langem erbitterte Konkurrenten und schnappen sich immer wieder gegenseitig Märkte weg. Vor Kurzem hatte Veolia sich mit einer Kaufofferte direkt an den Verwaltungsrat von Suez gewandt und ihn aufgefordert, den Widerstand gegen die elf Milliarden Euro schwere Übernahme der restlichen 70 Prozent an Suez aufzugeben.

    Suez hatte sogar versucht, den Kauf des Engie-Anteils durch Veolia auf gerichtlichem Weg zu blockieren. Veolia will mit der Übernahme einen „Super-Weltmeister“ in der Abfall- und Wasserwirtschaft schaffen, der es mit Rivalen aus China aufnehmen kann, und stellte schon im ersten Jahr Einsparungen von 500 Millionen Euro in Aussicht.

    Nun müssen die Verhandlungen von Suez und Veolia beginnen, um eine Lösung zu finden. Die französische Regierung hatte sich vorher dafür ausgesprochen, dass Suez und Veolia eine freundschaftliche Einigung finden. Wichtig ist der Regierung vor allem, dass alternative Lösungen die französische Kontrolle über Suez erhalten. Ardian ist eine französische Investmentgesellschaft, GIP aus den USA.

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