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Unister in der Insolvenz Sechs Kaufangebote für Reiseportale

Nach der Insolvenz von Unister haben sich sechs Kaufinteressenten für die Reiseportale des Internet-Konzerns gemeldet. Um den Verkauf zu erleichtern, haben ab-in-den-urlaub.de und kurz-mal-weg.de nun Insolvenz angemeldet.
Neben Konkurrenten interessieren sich auch Finanzinvestoren für die Reiseportale von Unister. Quelle: dpa
Unister-Insolvenzverwalter drückt bei Verkauf aufs Tempo

Neben Konkurrenten interessieren sich auch Finanzinvestoren für die Reiseportale von Unister.

(Foto: dpa)

Leipzig, FrankfurtSechs Bieter sind in der engeren Wahl für die Übernahme der Reiseportale des insolventen Internet-Konzerns Unister. Darunter seien überwiegend Konkurrenten aus der Branche, aber auch einige Finanzinvestoren, sagte ein Sprecher von Insolvenzverwalter Lucas Flöther am Donnerstag in Leipzig. Die Kaufangebote bezögen sich nur auf die Reisesparte um die Portale ab-in-den-urlaub.de und fluege.de. Flöther wertete die Zahl der Offerten als „gutes Zwischenergebnis“. Nun werde mit den Bietern einzeln verhandelt. Namen nannte er nicht. Unter anderem hatte der Fernsehkonzern ProSiebenSat.1 Interesse an teilen von Unister angemeldet. Das letzte Wort beim Verkauf haben die Gläubiger.

Der Zeitdruck, um einen neuen Eigentümer für Unister Travel zu finden, sei geringer geworden. „Die Ertragslage ist stabil“, erklärte Flöther. Damit reiche das Geld, um die Reiseportale notfalls auch über Ende September hinaus unter seiner Ägide weiterzubetreiben. Bis zum Monatsende zahlt die Bundesagentur für Arbeit die Gehälter der Mitarbeiter für die Unister-Teile, die im Juli als erste Insolvenz angemeldet hatten. Dann sollen die Insolvenzverfahren offiziell eröffnet werden. Eigentlich will Flöther bis dahin einen Käufer gefunden haben.

Um den Verkauf zu erleichtern, haben auch die operativen Gesellschaften von ab-in-den-urlaub.de und kurz-mal-weg.de nun Insolvenz angemeldet. Flöther will nur das operative Geschäft ohne Altlasten und Schulden verkaufen. Mit dem Erlös werden die bisherigen Gesellschaften abgewickelt.

Das Interesse an den übrigen Teilen von Unister hält sich offenbar in engen Grenzen. Es gebe „weitere Angebot für kleinere Konzern-Einheiten“, teilte Flöther mit.

Inzwischen haben drei weitere Unister-Tochterunternehmen Insolvenzantrag gestellt. Unter ihnen ist auch ab-in-den-urlaub.de mit 178 Mitarbeitern, wie Insolvenzverwalter Lucas Flöther am Donnerstag mitteilte. Kunden des Portals hätten keinen Nachteil, versicherte der Anwalt. Vor der Insolvenz gebuchte Leistungen würden weiter voll erbracht. Buchungen seien weiterhin in vollem Umfang möglich und sicher.

Neben ab-in-den-urlaub.de stellten auch die Kurz Mal Weg GmbH mit 14 Mitarbeitern und Billigfluege.de GmbH, die keine eigenen Mitarbeiter hat, Insolvenzantrag, wie Flöther mitteilte. Alle diese Gesellschaften seien ausschließlich als Vermittler von Leistungen tätig. Zahlungen von Kunden flössen „in den meisten Fällen“ direkt an den Leistungserbringer, also das Hotel oder die Fluggesellschaft.

Unister hatte Mitte Juli Insolvenz angemeldet, nachdem Gründer und Gesellschafter Thomas Wagner tödlich mit dem Flugzeug verunglückt war.

Unister war nach dem tödlichen Flugzeugsabsturz von Firmengründer Thomas Wagner in die Pleite gerutscht. Er war auf der Suche nach Investoren in Venedig offenbar Betrügern aufgesessen und auf dem Rückflug in Slowenien abgestürzt.

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  • afp
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