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Amazon

Das hinter Apple zweitgrößte US-Unternehmen hat die Kunst der Diversifikation zur Perfektion getrieben.

(Foto: Reuters)

US-Programmkinos Landmark Amazon will ins traditionelle Kino-Geschäft einsteigen

Statt Streaming auf dem kleinen Bildschirm wieder ganz großes Kino: Amazon plant möglicherweise den Kauf von rund 50 Programmkinos in den USA.
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New YorkEchte Kinosessel statt Streaming auf dem Sofa: Amazon will in die traditionelle Kino-Industrie einsteigen. Der Online-Gigant ist im Rennen für den Kauf der kleinen US-Kinokette Landmark Theaters, berichten Insider laut „Bloomberg“. Es gibt noch keine endgültige Entscheidung der Besitzer; die Milliardäre Mark Cuban und Todd Wagner. Der Deal könnte auch noch platzen.

Die mögliche Expansion ist für Amazon nur konsequent: Schließlich produziert der einstige Online-Buchhändler mittlerweile eigene Filme und Serien für seinen Streaming-Dienst Prime.

Landmark besitzt 50 Programmkinos in den USA, darunter in großen Metropolen wie New York, Philadelphia, Chicago, Los Angeles und San Francisco. Gezeigt werden vor allem Indie-Filme und fremdsprachige Produktionen aus aller Welt.

Die Kinos sind schicker als die üblichen Popcorn-Cinemas: Sie sind oft in ausgefallenen Luxus-Locations untergebracht und bieten Besuchern neben dem Leinwanderlebnis auch ein Café oder eine Lounge.

Investoren bewerten Amazons Vorstoß positiv: „Dahinter steckt wahrscheinlich die Idee, eine größere Verbreitung für Filme zu erreichen. Netflix war als möglicher Käufer von Landmark ebenfalls schon im Gespräch“, sagte Analyst Leo Kulp von RBC Capital Markets laut Bloomberg. Ihm gefalle, dass Amazon damit der Disruption entgegenwirke und Filmfans wieder vom Sofa locken wolle.

Im Gegensatz zu Netflix arbeitet Amazon in Hollywood schon seit Längerem daran, den puren Streaming-Dienst wieder in Kinoerlebnisse umzuwandeln: Prime-Mitglieder konnten beispielsweise die Fantasy-Abenteuerfilm „Jumanji“ und „Hotel Transsilvanien 3 - Ein Monster Urlaub“ von Sony Pictures schon zwei Wochen vor der Premiere im Kino sehen.

CEO Jeff Bezos verschickt dank seines Imperiums inzwischen alle Arten von Gütern, bietet Lebensmittel an, hat eine eigene Logistiksparte. Das hinter Apple zweitgrößte US-Unternehmen hat die Kunst der Diversifikation perfektioniert. In Großbritannien plant Amazon möglicherweise den Einstieg ins Versicherungsgeschäft.

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