Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Werbegigant Spektakulärer Etatwechsel - Ford zieht kreativen Werbeetat bei WPP ab

Der weltgrößte Werbekonzern verliert die kreative Aufgabe bei einem seiner wichtigsten Kunden, dem Autobauer Ford. Rivale BBDO zieht mit dem Etat davon.
Kommentieren
Der Verlust von großen Teilen des Ford-Etats kommt für WPP zur Unzeit. Quelle: obs
Spurwechsel

Der Verlust von großen Teilen des Ford-Etats kommt für WPP zur Unzeit.

(Foto: obs)

DüsseldorfSchwerer Rückschlag für den britischen Werbekonzern WPP: Nach mehr als sieben Jahrzehnten zieht der amerikanische Autohersteller Ford den kreativen Werbeetat bei dem Unternehmen ab und betreut künftig dessen Wettbewerber BBDO aus dem amerikanischen Werbenetzwerk Omnicom mit der lukrativen Aufgabe.

Damit endet eine der längsten Kunde-Agentur-Beziehungen der Geschichte. WPP behält zwar einige der Marketingaufgaben von Ford, muss mit dem kreativen Lead aber den prestigeträchtigsten Teil ziehen lassen.

WPP hatte für Ford eigens eine Inhouse-Agentur gebaut und dabei agenturübergreifende Einheiten für den Autokunden zusammengefasst. Das „Global Team Blue“ beschäftigt mehr als 2000 Mitarbeiter und erstreckt sich weltweit über fast 50 Agenturbüros. Zu dem britischen Werbekonzern gehören Agenturmarken wie Ogilvy, JWT, Grey, Y&R und Scholz & Friends.

Der Verlust von großen Teilen des Ford-Etats kommt für WPP zur Unzeit: Im vergangenen April war Martin Sorrell nach 32 Jahren von seinem Chefposten zurückgetreten. Das hatte für große Unruhe in dem Konzern gesorgt, der mit 130.000 Mitarbeitern rund 17 Milliarden Euro pro Jahr umsetzt. Sein Nachfolger Mark Read ist gerade dabei, die Strukturen des großen Unternehmens zu durchleuchten und schwächelnde Agenturmarken seines Netzwerkes wie Y&R mit stärkeren Digitalagenturen zu verschmelzen.

Anfang des Jahres hatte Autobauer Ford bekanntgegeben, dass er seine Marketingmaßnahmen auf den Prüfstand stellen wolle. In einem monatelangen Ausschreibungsverfahren hatten mehrere Agenturen, darunter BBDO und die unabhängige US-Agentur Wieden + Kennedy, ihre kreativen Ideen präsentiert. Beobachter hatten einem Etatwechsel bis zuletzt wenig Aussicht gegeben, da Fords Agenturmodell bei WPP als ausgesprochen maßgeschneidert gilt.

Doch Andrew Robertson, CEO von BBDO Worldwide, hat mit seinen Bemühungen um den Autokunden anscheinend ins Schwarze getroffen. Bereits ab dem 1. November 2018 übernimmt sein Netzwerk den globalen Kreativ-Etat, zusammen mit der Digital-Experience-Agentur Organic und mit TLGG Consulting, die ebenfalls beide zu Omnicom gehören. Der Ford-Werbeetat wird auf etwa drei bis vier Milliarden Dollar geschätzt. In einer E-Mail schrieb Robertson am Montag: „Heute ist ein großer, großer Tag.“

WPP wird allerdings als Agenturpartner weiterhin an Bord bleiben, der bisherige Statthalter kümmert sich um Media, Production, CRM und Digital. Auch Pitch-Teilnehmer Wieden + Kennedy geht nicht leer aus: Die US-Agentur soll sich als Innovationspartner um ausgewählte Projekte kümmern.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Startseite

Mehr zu: Werbegigant - Spektakulärer Etatwechsel - Ford zieht kreativen Werbeetat bei WPP ab

0 Kommentare zu "Werbegigant: Spektakulärer Etatwechsel - Ford zieht kreativen Werbeetat bei WPP ab"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.