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Der Werber-Rat Die Bürde der Optionen

Beschäftigt man sich mit den Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft, kommt man an der Generation Y nicht vorbei. Sie will einen höheren Sinn in Arbeit und Leben finden. Auch der Sport bekommt das zu spüren.
25.07.2015 - 01:08 Uhr Kommentieren
Die Jugend will Optionen und findet sie heute mehr denn je in Hinblick auf Freizeit, Bildung und Lebensplanung. Quelle: Reuters
Generation Y

Die Jugend will Optionen und findet sie heute mehr denn je in Hinblick auf Freizeit, Bildung und Lebensplanung.

(Foto: Reuters)

Die Generation Y, das ist eine die einen höheren Sinn in Arbeit und Leben finden und jederzeit selbstbestimmt handeln will. Und somit klare Ansprüche an die Welt formuliert. Beschäftigt man sich mit den Herausforderungen in Gegenwart und Zukunft, kommt man an dieser Generation nicht vorbei. Folgt man der Stereotypisierung, wird die Generation Z die Entwicklung noch verschärfen: weniger Commitment und ein höheres Streben nach individuellem Status. Die modernen Jugendstile verändern auch den Sport in seinen Grundfesten.

Raphael Brinkert ist Mitinhaber der Agentur Jung von Matt/Sports.

Raphael Brinkert ist Mitinhaber der Agentur Jung von Matt/Sports.

Die Jugend will Optionen und findet sie heute mehr denn je in Hinblick auf Freizeit, Bildung und Lebensplanung. Profisportler zu sein bedeutet im Wohlstandsland Deutschland eine zeitraubende und - mit Ausnahme von König Fußball - massiv unterbezahlte Alternative, die im krassen Widerspruch zu den von Sportdeutschland erwarteten Höchstleistungen steht.

Der komplette Fokus auf den Sport fällt schwer, da die Opportunitätskosten immer stärker wahrgenommen werden. Der letzte Biss fehlt. Doch viele Sportarten haben nicht nur demografische Probleme in der Jugendarbeit, sondern auch neue Konkurrenten abseits des Spielfeldes.

Das Bildungssystem ist Katalysator dieser Abwärtsspirale. Die Eliteschulen des Sports sind Grundlage vieler deutscher Olympiasieger und Medaillengewinner. Das inhaltliche und vor allem auch zeitliche Angebot von Ganztagsschulen baut jedoch massive Hürden auf, da die Vereinbarkeit von Schule und Vereinssport immer schwieriger wird. Bildung und Sport müssen zukünftig stärker kooperieren und strukturell zusammenwachsen, um sowohl in der Breite als auch in der Spitze Talente zu fördern und den Zugang zum Leistungssport zu vereinfachen. Dann klappt es auch mit den Generationen Y und Z.

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    Der Autor ist einer von sechs Kolumnisten, die an dieser Stelle im täglichen Wechsel über Kommunikation schreiben. Raphael Brinkert ist Mitinhaber der Agentur Jung von Matt/Sports.

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