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Der Werber-Rat Jetzt hilft nur noch der Drohnen-Ausschluss

Es ist müßig, über die Schuld am Drohnen-Debakel zu debattieren. Deutschland sollte sich lieber Gedanken darüber machen, wie es Vorbild für ein Europa ohne ferngesteuerte Kampfmaschinen werden kann.
05.08.2013 - 08:25 Uhr 1 Kommentar
Prototyp der Aufklärungsdrohne Eurohawk bei einem Testflug (Foto: EPA/Cassidian) Quelle: dpa

Prototyp der Aufklärungsdrohne Eurohawk bei einem Testflug (Foto: EPA/Cassidian)

(Foto: dpa)

Der Drohnen-Ausschuss beschäftigt sich mit der Frage, inwiefern unter anderem der Verteidigungsminister hätte früher erkennen müssen, dass das Projekt zu scheitern droht. Nun ist viel Geld in eine unfruchtbare Drohne gesetzt, die, ohne jemals ihre ‚Tätigkeit‘ aufgenommen zu haben‚ in der geplanten Form ‚sterben‘ wird.

Der Aufruhr um die Fehlinvestition ist jedoch ein Nebenkriegsschauplatz. Verhindert wird dadurch eine Diskussion über die Frage, ob wir Drohnen überhaupt brauchen oder wollen. Denn tatsächlich geht es aus ethischer Sicht nicht um Geld, sondern um Krieg und Kriegsführung. Geschickt wurde die Drohnen-Entwicklung bisher nur mit dem Thema ‚Aufklärung‘ verknüpft. Inzwischen klingt aber in Interviews an, dass auch an Drohnen für Kampfeinsätze gedacht wurde.

Ines Imdahl ist Psychologin und Inhaberin der Marktforschungsagentur Rheingold Salon.

Ines Imdahl ist Psychologin und Inhaberin der Marktforschungsagentur Rheingold Salon.

Im Hintergrund schwingt wohl wieder einmal das Ideal der sogenannten sauberen Kriegsführung mit: Zivilisten und eigene Soldaten schonen, minimalinvasiv operieren. Die USA nutzen ihre Drohnen bereits als unbemannte Kampfmaschinen - in Pakistan. Sauberer wird der Krieg dadurch nicht. Denn die Fehlerquote des präzisen Tötens ist beachtlich. Darüber hinaus wirken die Operationen feige und hinterhältig - zumal die USA sich ja gar nicht im Krieg mit Pakistan befinden, sondern sich das Recht herausnehmen, auf diese Art mehr oder weniger legal den Terror zu bekämpfen. Statt den Verdächtigen den Prozess zu machen, werden sie anhand von Todeslisten, die Barack Obama abzeichnet, ‚liquidiert‘.

Der Drohnen-Angriff hat darüber hinaus Computerspielcharakter. Dies ist eine Verharmlosung der Kriegssituationen und wird getragen von der Annahme, dass es der Nintendo-Generation damit leichter fällt, zu töten. Ein perfides psychologisches Spiel, das hoffentlich nicht aufgeht.

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    Letztlich sollte Deutschland lieber für ein Drohnen-Verbot werben. Für ganz Europa. Wenn Deutschland jetzt nicht Vorbild sein kann, wann dann? Und persönlich würde ich lieber den hohen Preis der angeblichen Fehlinvestition dafür zahlen, dass es keine Drohnen geben wird.

    Die Autorin ist eine von fünf Kolumnisten, die an dieser Stelle im täglichen Wechsel über Kommunikation schreiben.

    Ines Imdahl ist Psychologin sowie Inhaberin und Geschäftsführerin des Rheingold-Salons.

    Die Autorin:

    Ines Imdahl ist Psychologin sowie Inhaberin und Geschäftsführerin des Rheingold-Salons. Sie ist eine von fünf Kolumnisten, die an dieser Stelle im täglichen Wechsel über Kommunikation schreiben.

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    1 Kommentar zu "Der Werber-Rat: Jetzt hilft nur noch der Drohnen-Ausschluss"

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    • Fernsteuerung ist besser als ein Toter Deutscher! Wir bekämpfen, so hoffe ich, Leute, die uns vernichten wollen, wie der Islam (Tötet Andersgläubige)!

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