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Der Werber-Rat Verfällt Amazon dem Größenwahn?

Amazon verlässt seine Kernkompetenz und testet Stück für Stück, wie weit er in der Welt der Digitalisierung gehen kann. Logistik ist zwar hochdigitalisiert, aber immer noch ein analoges Produkt. Kann das gut gehen?
22.02.2016 - 20:32 Uhr
Der E-Commerce-Gigant will unter anderem vollautomatische Packstationen in Europa aufbauen. Quelle: Reuters
Amazon

Der E-Commerce-Gigant will unter anderem vollautomatische Packstationen in Europa aufbauen.

(Foto: Reuters)

Wie viele meiner Kollegen lasse ich mir meine Amazon Bestellungen in die Agentur liefern. So ist sichergestellt, dass jemand da ist und ich das Paket abends mit nach Hause nehmen kann. Richtig aktiv war Amazon in puncto Kommunikation im Februar.

Am 3. Februar kam die Meldung, dass in den USA bis zu 400 Buchhandlungen geplant sind, am 9. wurden die Pläne für das Projekt "Dragonboat" bekannt, die eine eigene Flugzeug- und Schiffsflotte beinhalten. Vergangenen Freitag dann kündigte Amazon an, vollautomatische Packstationen in Europa aufbauen zu wollen.

Franziska von Lewinski ist Vorstand der Agentur Fischer-Appelt.
Franziska von Lewinski

Franziska von Lewinski ist Vorstand der Agentur Fischer-Appelt.

Seit letztem Herbst ist in Olching bei München ein eigenes Verteilzentrum in Betrieb, welches für Citylieferungen andere Lieferdienste wie DHL oder Hermes überflüssig machen soll. In den USA will das Unternehmen eigene Fahrer einstellen.

Stück für Stück testet der E-Commerce-Gigant, wie weit er gehen kann. Ähnlich wie bei den äußerst profitablen Cloud- Services, die erst nur intern genutzt wurden, scheint Bezos nun die lange gut funktionierende Allianz zwischen Logistikern und Amazon aufweichen zu wollen.

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    Geht das gut? Logistik ist zwar hochdigitalisiert, aber letztlich immer noch ein analoges Produkt, Buchhandlungen klassisches Retailgeschäft. Amazon verlässt seine Kernkompetenz. Aus der Vergangenheit weiß man, dass einstige digitale Giganten wie AltaVista oder Yahoo anfingen zu straucheln, wenn sie genau das getan haben. Die Digitalisierung zeigt, dass in der Kooperation, in der Vernetzung großes Potenzial liegt. Warum sich milliardenschwere Infrastruktur zulegen, wenn man auch kooperieren kann? Ich glaube nicht, dass Amazons Rechnung aufgeht.

    Übrigens: Das Heavy Metal Festival "Wacken Open Air" hat auch keine eigenen Kreuzfahrtschiffe für die Full Metal Cruises gebaut, sondern ist hier mit Tui als Partner erfolgreich.

    Die Autorin: Franziska von Lewinski ist Vorstand der Agentur Fischer-Appelt. Sie ist eine von sechs Kolumnisten, die an dieser Stelle im täglichen Wechsel über Kommunikation schreiben.

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