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Zuganbieter Flixtrain fährt nun auch zwischen Berlin und Köln – Expansion ins Ausland geplant

Flixtrain hat seine dritte Verbindung in Deutschland in Betrieb genommen – und nimmt als Auslandsmarkt Schweden ins Visier.
23.05.2019 Update: 23.05.2019 - 10:38 Uhr Kommentieren
Flixtrain hält seit Längerem Ausschau nach Möglichkeiten, das Geschäft im nächsten Jahr auszuweiten. Quelle: dpa
Flixtrain

Flixtrain hält seit Längerem Ausschau nach Möglichkeiten, das Geschäft im nächsten Jahr auszuweiten.

(Foto: dpa)

Berlin Flixtrain baut sein Zugangebot deutlich aus: Zum einen hat der junge Fernzuganbieter an diesem Donnerstag verkündet, ins Ausland expandieren zu wollen. Zum anderen hat er seine dritte Verbindung in Deutschland in Betrieb genommen.

Ein Zug des kleinen Konkurrenten der Deutschen Bahn verließ am Donnerstag Berlin in Richtung Köln. Unterwegs hält der Zug in Wolfsburg, Hannover, Essen, Duisburg, Düsseldorf, Dortmund und Bielefeld. „So entsteht das erste private Fernzugnetz der Bundesrepublik“, teilte das Unternehmen mit. Vom 6. Juni an soll ein zweiter Zug auf der Strecke fahren.

In Deutschland ist Flixtrain im Fernverkehr der einzige Konkurrent der Deutschen Bahn. Zwei Strecken sind seit gut einem Jahr im Regelbetrieb: Berlin-Stuttgart und Köln-Hamburg. Zudem gibt es einen Nachtzug Hamburg-Lörrach. Zusätzliche Wagen sollen die Kapazität zwischen Berlin und Stuttgart um 30 Prozent erhöhen, kündigte das Unternehmen an. Ab Juli fahre ein zusätzlicher Zug zwischen Köln und Hamburg. Dann seien sieben grüne Fernzüge in Deutschland unterwegs.

Zum Vergleich: Die Deutsche Bahn hatte Ende 2018 allein 274 ICE-Züge im Einsatz. 148 Millionen Reisenden im Fernverkehr des Staatskonzerns stehen bei Flixbus gut 750.000 im ersten Jahr des Regelbetriebs gegenüber. Inzwischen hat das Unternehmen insgesamt eine Million Fahrgäste gezählt, wie am Donnerstag mitgeteilt wurde.

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    Als ersten Auslandsmarkt nimmt Flixtrain Schweden ins Visier. Dort seien bereits Trassen beantragt worden, sagte ein Sprecher. Auch dort setze das Unternehmen darauf, sein Zugangebot mit seinem vorhandenen Flixbus-Netz zu verknüpfen. Die Fernbusse fahren dort seit vier Jahren.

    Flixtrain hält seit Längerem Ausschau nach Möglichkeiten, das Geschäft im nächsten Jahr auszuweiten. Weitere Pläne für Deutschland sind jedoch nicht bekannt. Konkret wird es zunächst in Schweden. Ein Sprecher wollte aber keine Details zu den Trassen nennen, auf die es Flixtrain in Skandinavien abgesehen hat.

    Mehr: Eisenbahnlobbyisten werben dafür, stillgelegte Strecken wieder in Betrieb zu nehmen. Damit könnte das Ziel, die Fahrgastzahlen zu verdoppeln, noch erreicht werden.

    • dpa
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