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Zum Schreien Zalandos sinnloses Modemobil

Mit dem Fashion-Car präsentiert Zalando die wohl sinnloseste Innovation des Genfer Autosalons. Ab sofort können Shoppingwütige auch unterwegs bestellen – und sich den Einkauf in den Kofferraum liefern lassen.
2 Kommentare
Zalandos „Fashion Car“: Passanten filmen, um ihr Outfit zu scannen. Quelle: obs/Accor Hotellerie Deutschland GmbH

Zalandos „Fashion Car“: Passanten filmen, um ihr Outfit zu scannen.

(Foto: obs/Accor Hotellerie Deutschland GmbH)

Genf Wie oft hat man schon das Verlangen, beim Autofahren das Outfit fremder Passanten zu filmen und es gleich an Ort und Stelle anzuprobieren. Nie? Nun ja, aber man könnte es. Bald.

Der Modeversandhändler präsentiert auf dem Genfer Autosalon seine Vision des „mobilen Shoppings“: das Zalando Fashion-Car. „Als innovatives E-Commerce-Unternehmen ist Mobile Commerce für uns weit mehr als Zukunftsmusik“, sagt Christian Meermann, Marketingmann von Zalando. Was das bedeutet, sagt er leider auch.

Ungefragt filmt die umgebaute A-Klasse mit einer iPad-Kamera unbeteiligte Passanten, um ihr Outfit zu scannen und direkt im Internet danach zu suchen. „Augmented Reality“, nennt sich das im Marketingsprech. Ob wirklich alle Passanten ohne Anlass frontal vor einem Auto posieren wie im mitgelieferten Imagefilm des Unternehmens, darf bezweifelt werden.

Wenn die Ware trotzdem erkannt wird, kann man sie direkt im Auto bestellen – und nur wenige Tage später wird sie auch direkt ins Auto geliefert. Das Fashion Car wird dafür per GPS geortet. Die bestellten Outfits werden dann in einer Art Mini-Kleiderschrank namens „Fashion Box“ im Kofferraum deponiert. Der Bote kennt den Zugang und holt das Paket auch dort wieder ab, wenn das Outfit doch nicht gefällt.

Wer auf dem nächsten Parkplatz oder in der Innenstadt gleich das Bedürfnis hat, die bestellte Kleidung anzuprobieren, kann dafür aus dem Kofferraum eine mobile Umkleidekabine ausklappen. Warum man, wenn man unterwegs ist, nicht gleich im nächsten Modegeschäft einkauft, bleibt wohl das Geheimnis der Entwickler. Bisher galt es doch immer als Vorteil des Onlinehandels, dass die Ware bequem nach Hause geliefert wird.

Ein kleines Gimmick dürfte auch die Zahl der Auffahrunfälle in den nächsten Jahren nicht sinken lassen. Statt einer Hupe ist im Fashion-Car serienmäßig der aus der Werbung bekannte Zalando-Schrei integriert.

Mit dem Wagen ist dem Schweizer Designer Frank M. Rinderknecht die wohl sinnloste Erfindung des diesjährigen Genfer Autosalons gelungen. „Durch Konnektivität und innovative Technologien wird das heute noch Unmögliche bald möglich sein“, sagt er. In fünf Jahren soll das Fashion-Car in Serie gehen.

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2 Kommentare zu "Zum Schreien: Zalandos sinnloses Modemobil"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Qahaha_1: prinzipiell gebe ich Ihnen recht. Aber für die Erwähnung im Hanselblatt Online viel zu viel Aufwand.

    Nur aus purer Neugier: hat jemand das Geschäftsmodell verstanden? Ich nicht! Wer soll denn nun auf diese Weise zum Spontan-Kauf animiert werden? Der Fussgänger? Der Fahrer? Der Bote? Also, mir ist das zu abgefahren!

  • Sinnlos? Allein dieser HB-Artikel ist (gratis?) Zalando-Werbung. Die haben alles richtig gemacht, Hut ab.