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Energie

580 Millionen Euro Stadtwerke kaufen restlichen Steag-Anteil

Ein Bündnis nordrhein-westfälischer Stadtwerke übernimmt auch die verbleibenden 49 Prozent an der ehemaligen Evonik-Energietochter Steag. Als alleiniger Anteilseigner habe man deutlich bessere Gestaltungsmöglichkeiten.
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Steag-Steinkohlekraftwerk (Archivbild). Mittlerweile leidet Steag ebenso wie Wettbewerber unter den Folgen der Energiewende. Quelle: dpa

Steag-Steinkohlekraftwerk (Archivbild). Mittlerweile leidet Steag ebenso wie Wettbewerber unter den Folgen der Energiewende.

(Foto: dpa)

Frankfurt Ein Bündnis nordrhein-westfälischer Stadtwerke übernimmt die ehemalige Evonik -Energietochter Steag komplett. Alle Gesellschafter der kommunalen Beteiligungsgesellschaft KSBG hätten dem Kauf der restlichen 49 Prozent von Evonik zugestimmt, teilte das Stadtwerke-Konsortium am Montag mit. Der Kaufpreis betrage rund 580 Millionen Euro, die Übernahme solle bis zum Herbst abgeschlossen sein. Im zweiten Schritt werde die Suche nach Partnern fortgesetzt, mit denen die Beteiligung weiterentwickelt werden könne, erklärte das Konsortium, das aus sieben Stadtwerke aus Städten des Ruhrgebiets besteht.

Evonik hatte sich 2010 mit den Stadtwerken auf die Übernahme der Steag verständigt. Damals ging ein Anteil von 51 Prozent an der Steag für 649 Millionen Euro an das Konsortium, binnen maximal fünf Jahren solle der Rest folgen, hatte Evonik mitgeteilt. Mittlerweile leidet aber auch die Steag ebenso wie Wettbewerber unter den Folgen der Energiewende.

Das Stadtwerke-Konsortium habe den Schritt sorgfältig abgewogen. „Jetzt ist aufgrund der vorteilhaften Situation auf dem Kapitalmarkt der richtige Zeitpunkt für den Kauf des 49-Prozent-Anteils“, sagte KSBG-Chef Bernd Wilmert. „In jedem Jahr, das wir abwarten, würde die Übernahme erheblich teurer werden. Zudem haben wir als alleiniger Anteilseigner der Steag deutlich bessere Gestaltungsmöglichkeiten zur Entwicklung des Unternehmens.“

Die Haushalte der an den Stadtwerken beteiligten Kommunen würden nicht belastet. Der Kauf werde durch Eigenkapital der beteiligten Stadtwerke, einem Anteil der Steag sowie einer Fremdfinanzierung durch ein Banken-Konsortium finanziert. An der KSBG sind die Stadtwerke Duisburg AG mit 19 Prozent, die Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW21) mit 18 Prozent, die Dortmunder Stadtwerke AG (DSW21) mit 18 Prozent, die Stadtwerke Bochum Holding GmbH mit 18 Prozent, die Stadtwerke Essen AG mit 15 Prozent sowie die Energieversorgung Oberhausen AG (evo) und die Stadtwerke Dinslaken GmbH mit je sechs Prozent beteiligt.

  • rtr
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