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Energie

ABB-Quartalszahlen Starke Auftragszahlen machen ABB nicht mutiger

Trotz blendender Auftragszahlen bleibt der Elektrokonzern ABB vorsichtig. Die Zahlen deuten zwar ein solide Wachstumsdynamik an, jedoch bereiten ABB-Chef Ulrich Spiesshofer geopolitische Faktoren kurzfristig Sorgen.
22.10.2014 - 11:59 Uhr Kommentieren
ABB setzt auf drei Säulen, um das Wachstum im Bereich effizienter Elektromotoren weiter voranzutreiben. Quelle: Reuters
ABB

ABB setzt auf drei Säulen, um das Wachstum im Bereich effizienter Elektromotoren weiter voranzutreiben.

(Foto: Reuters)

München Der Elektrokonzern ABB bleibt trotz eines starken Auftragseingangs zurückhaltend. Im vergangenen Quartal hatten die Neubestellungen vor allem dank brummender Geschäfte in der Netztechnik und dem Öl- und Gassegment binnen Jahresfrist um ein Viertel auf 11,2 Milliarden Dollar zugenommen, wie die Schweizer am Mittwoch mitteilten. Konzernchef Ulrich Spiesshofer äußerte sich über die Entwicklung zufrieden. „Unser Programm für profitables organisches Wachstum hat in allen Regionen eine solide Wachstumsdynamik erzeugt“, erklärte er. Das einträgliche Servicegeschäft, dass ABB ausweiten will, habe seine Neuaufträge um ein Zehntel gesteigert.

Aufgrund der schwachen Auftragslage zu Jahresbeginn schrumpfte allerdings der Umsatz um sieben Prozent auf 9,82 Milliarden Dollar. Die Marge (Ebitda) schwand – auch wegen der anhaltenden Sanierung des Bereichs Energietechniksysteme - auf 14,3 (Vorjahresquartal: 15,7) Prozent. Der Konzerngewinn lag mit 734 Millionen Dollar rund 100 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert. Die Zahlen lagen im Rahmen der Analystenerwartungen.

Die Probleme mit der Anbindung von Windparks auf See, mit denen ABB ebenso zu kämpfen hat wie Konkurrent Siemens, bekomme das Unternehmen langsam in den Griff, hieß es. Die Energietechniksparte habe zuletzt wieder ein ausgeglichenes Ergebnis erreicht. Auch die Einsparungen zahlten sich aus, erklärte Spiesshofer.

Während die Wachstumsaussichten langfristig intakt seien, macht sich der ABB-Chef für die nächste Zeit Sorgen. „Kurzfristig betrachtet, weisen makroökonomische und geopolitische Entwicklungen auf ein uneinheitliches Szenario mit zunehmenden Unsicherheiten hin“, erklärte das Unternehmen. Hinzu kämen die politischen Spannungen und die Ebola-Seuche in Afrika. In Deutschland sei zuletzt weniger bestellt worden. ABB werde streng auf seine Ausgaben achten, versprach Spiesshofer den Investoren.

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    Auf längere Frist hielt er an den Zielen fest, stärker zu wachsen als die Weltwirtschaft und das Ergebnis je Aktie um zehn bis 15 Prozent zu steigern. Damit zeigt ABB in etwa den gleichen Ehrgeiz wie Siemens, wenn die Schweizer auch mehr Rendite erwirtschaften. Die Europäer bleiben allerdings deutlich hinter dem großen US-Rivalen GE zurück, an dem zuletzt jegliche Sorgen über die Weltkonjunktur abgeperlt waren.

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